Rodishain für Hochwasserkonzept, aber:
Bitte nur naturnah
Freitag, 23. August 2019, 13:27 Uhr
Der kleine Ort Rodishain fügt sich malerisch in die Landschaft ein und liegt inmitten des Naturpark Harz. Ein schöner Ort mit gepflegten Häusern und einem idyllischen Bachlauf mitten im Ort. Doch in dem Nordhäuser Ortsteil rumort es...
Der Ortsteilrat wendet sich nun in einem offenen Brief gegen den geplanten "Gigantonismus" des Hochwasserschutzkonzeptes. Die nnz veröffentlicht das Schreiben in vollem Wortlaut.
An Rodishain führen einige ausgewiesene Wanderwege vorbei und man wohnt buchstäblich mitten in der Natur. Das Tal des Ronnebaches mit seinen Wiesen, die glücklicherweise auch beweidet werden, sind eines der Highlights dieser Region. Der Ronnebach fügt sich innerörtlich, umrahmt von einem Jahrhunderte alten Natursteinmauerwerk, dass selbst schon ein Biotop bildet, wunderbar in die Ortschaft Rodishain ein.
Aber das alles scheint weder den verantwortlichen Gewässerunterhaltungsverband, noch dem von ihm beauftragten Planer zu interessieren. Harter Wasserbau in einer ästhetischen Landschaft - was für ein Frevel?
Warum werden natürliche Hochwasserschutzanlagen, die schon seit fast zehn Generationen ausreichend sind, wie Wald, Auen und Wiesen, nicht genutzt, der Wassergraben im Ort nicht saniert, sondern Gelder für Planungen, Konzepte und Anlagen benutzt, die dann nur unzureichend gewartet werden? Oder will man den ortstypischen Charakter Rodishains trocken legen, um sich langfristig Arbeit und Geld bei der Erhaltung der Ufermauern zu sparen?
Unserer Gemeinde wurde suggeriert, dass eine Notwendigkeit und ein Zusammenhang zwischen dem Hochwasserkonzept und dem Erhalt der Brücken und Ufermauern besteht und nur eins mit dem anderen möglich ist. Tatsächlich erinnern uns diese Vorgehensweise, ebenso wie der geplante Wall mit Betonbauwerken, an vergangene Zeiten, die wir doch eigentlich überwunden hatten.
Wir fordern den Landschaftspflegeverband auf, diese Planung und Notwendigkeit zu überprüfen oder einzustellen und auf das unabdingbare kostenintensive Planfeststellungsverfahren zu verzichten oder gegebenenfalls nach ökologischeren Varianten und alternativen Planungen einer naturnahen Hochwasserschutzkonzeption zu suchen.
Der Ortsteilrat Rodishain
Autor: nnzDer Ortsteilrat wendet sich nun in einem offenen Brief gegen den geplanten "Gigantonismus" des Hochwasserschutzkonzeptes. Die nnz veröffentlicht das Schreiben in vollem Wortlaut.
An Rodishain führen einige ausgewiesene Wanderwege vorbei und man wohnt buchstäblich mitten in der Natur. Das Tal des Ronnebaches mit seinen Wiesen, die glücklicherweise auch beweidet werden, sind eines der Highlights dieser Region. Der Ronnebach fügt sich innerörtlich, umrahmt von einem Jahrhunderte alten Natursteinmauerwerk, dass selbst schon ein Biotop bildet, wunderbar in die Ortschaft Rodishain ein.
Aber das alles scheint weder den verantwortlichen Gewässerunterhaltungsverband, noch dem von ihm beauftragten Planer zu interessieren. Harter Wasserbau in einer ästhetischen Landschaft - was für ein Frevel?
Warum werden natürliche Hochwasserschutzanlagen, die schon seit fast zehn Generationen ausreichend sind, wie Wald, Auen und Wiesen, nicht genutzt, der Wassergraben im Ort nicht saniert, sondern Gelder für Planungen, Konzepte und Anlagen benutzt, die dann nur unzureichend gewartet werden? Oder will man den ortstypischen Charakter Rodishains trocken legen, um sich langfristig Arbeit und Geld bei der Erhaltung der Ufermauern zu sparen?
Unserer Gemeinde wurde suggeriert, dass eine Notwendigkeit und ein Zusammenhang zwischen dem Hochwasserkonzept und dem Erhalt der Brücken und Ufermauern besteht und nur eins mit dem anderen möglich ist. Tatsächlich erinnern uns diese Vorgehensweise, ebenso wie der geplante Wall mit Betonbauwerken, an vergangene Zeiten, die wir doch eigentlich überwunden hatten.
Wir fordern den Landschaftspflegeverband auf, diese Planung und Notwendigkeit zu überprüfen oder einzustellen und auf das unabdingbare kostenintensive Planfeststellungsverfahren zu verzichten oder gegebenenfalls nach ökologischeren Varianten und alternativen Planungen einer naturnahen Hochwasserschutzkonzeption zu suchen.
Der Ortsteilrat Rodishain







