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FAMILIE GLATZ SPENDIERTE FÜR MÄDCHEN UND JUNGEN AUS TSCHERNOBYL:

Neue Schuhe für alle 20 Kinder

Freitag, 26. Juli 2019, 09:40 Uhr
Übermorgen reisen sie wieder ab: 20 Mädchen und Jungen und ihre Betreuer aus dem Raum Tschernobyl. Wie in den vergangenen Jahren hatte sie die Dritte Welt Initiative eingeladen. Deren Anliegen ist es, den Kindern in den zwei Wochen ihres Aufenthaltes Erholung und vielseitige Begegnungen zu bieten...

Jede Menge Schuhe (Foto: privat) Jede Menge Schuhe (Foto: privat)
Petersdorf/Harzrigi. Leider fanden sich diesmal nicht genügend Gasteltern. Das Landgut Harzrigi war daher Dreh -und Angelpunkt. Dort spielte sich ausschließlich das Geschehen ab. Jeder Tag war für die 10- bis 13-jährigen Kinder ein unvergessliches Erlebnis irgendwo im Landkreis oder anderswo. Der Besuch der Polizeiinspektion ein besonderes.

Angereist waren auch Antonina Bukatina und Aljona Tscherepko als Betreuerinnen. Antonina ist mittlerweile eine gute Bekannte der Familie Kurt und Margarete Glatz vom Vogelherd in Petersdorf. Freundschaftliche Beziehungen bahnten sich schon vor Jahren an. Margarete Glatz spricht perfekt Russisch, was den Kontakt erleichterte. Schon 1995 nahmen sie und ihr Mann „ihre“ ersten zwei Kinder auf. Das setzte sich in den nachfolgenden Jahren fort. Man lernte sich näher kennen schreibt sich heute gegenseitig Briefe.

Vor ihrem Hause verweilend, erblickte Margarete Glatz kürzlich eine Kinderschar, die, vom Landgut kommend, sich ihrem Anwesen näherte. Sie erkannte unter den Mädchen und Jungen eine alte Bekannte, „ihre“ Antonina Bukatina. Herzlich die gegenseitige Begrüßung. Der Hausherrin fiel ein Junge auf, der hinkte. Ursache war ein Schuh. Komplett durchgebrochen die Sohle. Der Entschluss der Petersdorferin war blitzschnell gefasst: Ein neues paar Schuhe musste her.

Aber: Neue Schuhe für nur ein Kind? Nein, die anderen wären darüber wohl sehr traurig. Das wollten Margarete und Ehemann Kurt, den viele noch aus seiner Zeit als Tierarzt kennen, nicht. Der Entschluss war gefasst: Ein paar neue Schuhe für jedes der 20 Mädchen und Jungen sollen es werden. Und natürlich auch ein Paar für Antonina. Man verabredete sich in das Schuhgeschäft Reno. Dort hatten die Kinder die Qual der Wahl, wie die Bilder zeigen. Es sollte festes, dennoch modisches Schuhwerk sein. Schließlich entschieden sie sich für sportliche Schuhe. Auch Antonina. 570 Euro spendierte das Rentnerehepaar vom Vogelherd. Ihre zwei Söhne und die Tochter steuerten einige Geldscheine bei.

Besuch in Harzrigi
Das Ferienlager für weißrussische Kinder finanziert sich komplett aus Spendengeldern. Wir besuchten sie im Landgut Harzrigi, wo ein kurzer Video-Clip entstand.
Kurt Frank
Autor: red

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