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Mehr Gewerbesteuern in Thüringen

Freitag, 08. April 2005, 10:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Das beste Ergebnis seit Einführung der kommunalen Finanzstatistik erreicht die Gewerbesteuern im vergangenen Jahr. Genaue Zahlen und Gründe finden Sie hier mit einem Klick.


Die Thüringer Städte und Gemeinden erzielten im Jahr 2004 deutlich mehr Einnahmen aus der Gewerbesteuer als im Jahr 2003. Nach den Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik stiegen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer (netto) im Jahr 2004 gegenüber dem Jahr zuvor um 31,3 Prozent auf 285,4 Millionen Euro netto, d.h. nach Abzug der an Bund und Land abzuführenden Gewerbesteuerumlage. Das Jahresergebnis von 2003 wurde um 68,0 Millionen Euro übertroffen.

Nach der Stagnation in den letzten Jahren wurde damit nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik das höchste Ergebnis seit der Einführung der kommunalen Finanzstatistik im Jahr 1991 erreicht.

Diese positive Entwicklung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen.
Bereits das Bruttoaufkommen an Gewerbesteuer lag um 41,1 Millionen Euro über dem Niveau des Jahres zuvor. Außerdem wurde der Anteil, der als Gewerbesteuerumlage an Bund und Land abzuführen ist, abgesenkt. Daraus verblieben den Städten und Gemeinden 26,9 Millionen Euro mehr in den eigenen Kassen.

Für die einzelnen Städte und Gemeinden verlief die Entwicklung recht unterschiedlich.
609 der 998 Kommunen hatten gegenüber dem Jahr 2003 einen Zuwachs an Gewerbesteuer (netto) zu verzeichnen. Den höchsten Zuwachs hatte die Landeshauptstadt Erfurt mit + 19,1 Millionen Euro.
Die nachfolgenden Kommunen hatten in Thüringen das höchste Aufkommen an Gewerbesteuer (netto): Erfurt (40,2 Millionen Euro), Jena (14,7 Millionen Euro), Eisenach (11,6 Millionen Euro), Gera (11,1 Millionen Euro) und Gotha (10,6 Millionen Euro).
Andererseits gab es auch 87 Gemeinden, die keine Gewerbesteuereinnahmen verbuchten oder bei denen die Steuerrückzahlungen sogar die Einnahmen bei dieser Steuerart überstiegen.
Autor: nnz

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