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Sicherheitsrisiko Nebeneingangstür

So schützen Sie sich

Montag, 08. Juli 2019, 22:26 Uhr
Wer ein Haus bauen oder kaufen möchte, richtet sein Augenmerk auch auf Fenster und Türen. Nicht nur im Hinblick auf Energieeffizienz sind diese von Bedeutung. Sie sind auch in Sachen Sicherheit die großen Schwachstellen des Hauses, die es zu sichern gilt. Während die Haupttüre über hohe Sicherheitsstandards verfügt, wird diese Sorgfalt bei Nebeneingangstüren oft nicht an den Tag gelegt...

Vor Einbrechern richtig schützen (Foto: pixabay.com)
Gerade die unauffälligen Türen zu Kellern oder Garagen sind das Ziel von Einbrechern. Oft sind diese Türen nicht nur einfacher zu überwinden. Sie sind zudem geschützter gelegen. Nach einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen aus dem Jahr 2017 halten die Täter gezielt Ausschau nach günstig gelegenen, leicht zu überwindenden Türen. Diese seien oft nur mit einer Plastikkarte zu öffnen. Der Sicherheitsbedarf einer Nebeneingangstür ist genauso hoch wie der des Haupteingangs. Wer hier spart, spart am falschen Ende - und setzt sich einem erhöhten Risiko aus.

Sicherheitsmerkmale von einbruchhemmenden Türen
Sicherheitstüren werden in Widerstandsklassen eingeteilt. Die Grundlage bildet die DIN EN 1627, die im Jahr 2011 überarbeitet wurde. In der vorher gültigen DIN V ENV 1627 wurden die Klassen mit WK2 bis WK6 bezeichnet. Seit 2011 werden die Widerstandsklassen unter dem Namen RC2 bis RC6 geführt. Dabei ist zwei die niedrigste, sechs die höchste Sicherheitsstufe. Für den Einsatz im Privathaushalt sind die Widerstandsklassen RC2 und RC3 in den meisten Fällen ausreichend.

Das Schloss der Nebeneingangstür sollte eine Mehrfachverriegelung bieten. Der Schlosszylinder sollte Bohrschutz und mindestens Angriffswiderstandsklasse 2 aufweisen. Ein Schutzbeschlag für die Zylinderabdeckung gewährleistet zusätzliche Sicherheit.

Schaut man sich im Baumarkt um, wird man feststellen, dass es große Unterschiede gibt. Nebeneingangstüren von Toom gibt es zum Beispiel in verschiedenen Ausführungen und Materialien und sie erfüllen die Sicherheitsstandards. Ist man sich nicht sicher welche Tür die richtige ist, dann helfen die Experten von Toom vor Ort im Baumarkt.

Die Tür allein ist nur die halbe Miete
Die Nebeneingangstür ist das Herzstück; wichtig ist aber auch der fachgerechte Einbau. Sie müssen kein Fachmann sein, um das zu bewerkstelligen, aber ein planmäßiges Vorgehen ist unerlässlich. Stellen Sie vorher sicher, dass Sie das benötigte Werkzeuge zur Hand haben.

Um den Blendrahmen einzubauen, heben Sie die Tür zunächst heraus. Im nächsten Schritt wird der Rahmen mit einer Wasserwaage in der Laibungsöffnung positioniert. Er darf zu keiner Seite kippen, sonst öffnet oder schließt sich das Türblatt, sobald angelehnt wird. Sitzt der Blendrahmen perfekt, kann er im Mauerwerk befestigt werden. Je nach Hersteller sind bereits Befestigungslöcher vorhanden. Wenn nicht, müssen Sie diese vorbohren. Dann bohren Sie analog die Löcher im Mauerwerk und können den Rahmen dann mit diesem verschrauben. Anschließend müssen die Zwischenräume abgedichtet und ausgeschäumt werden. Jetzt setzen Sie noch das Türblatt ein - fertig!

Alle Details zum Einbau Ihrer Nebeneingangstür finden Sie in der Montageanleitung des Herstellers. Diese sollten Sie auf jeden Fall beachten. Der fehlerhafte Einbau ist der häufigste Grund für Probleme mit der Tür und der Teufel steckt meist im Detail! Sollte sich ein Mangel als Einbaufehler herausstellen, haftet auch der Hersteller nicht im Falle einer Reklamation.

Nachrüsten bestehender Türen lohnt meist nicht
Liebäugeln Sie damit, Ihre vorhandene Türe sicherer zu machen? Die einzig effiziente Möglichkeit wäre das Anbringen eines Panzerriegels. Ältere Türen haben häufig viele Schwachstellen, die Sie nicht ausmerzen können. Der Aufwand lohnt sich in der Regel nicht - Sie können ebenso gut in eine moderne Tür investieren, welche die Sicherheitsanforderungen von vornherein erfüllt.

Bildquelle: Steffen Salow auf Pixabay
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