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Ritter jagt Windmühle

Dienstag, 05. April 2005, 11:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Er ist ein Fan der Ritterromane, die er massenhaft verschlingt. In der Stadtbibliothek fand „Ritter“ Don Quichotte so viel Auswahl, daß er selbst in diese Zeit versetzt wurde. Auf diese Zeitreise nahm er einige Kinder mit.


Ritter jagt Windmühle (Foto: nnz) Ritter jagt Windmühle (Foto: nnz) Die Jungen und Mädchen der Grundschule „Albert Kuntz“ warteten gespannt auf das Stück vom „Don Quichotte“, den die meisten bereits aus dem Fernsehen kannten. „Er ist ein Krieger“ behaupteten sie, langen aber mit ganz richtig damit.

Don Quichotte ist ein Bücherwurm, der zwar nicht in der Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“ wohnt, aber dort sicher genug Stoff für sein Hobby, die Ritterromane, gefunden hätte. Irgendwann glaubt er selbst ein Ritter zu sein und zieht los. Dabei erlebt er viele absurde Abenteuer, die nur in seiner Phantasie stattfinden. Am bekanntesten dürfte der Kampf mit den Monstern sein, die eigentlich nur Windmühlenflügel sind.

Phillip und Magnus spielen Don Quichotte und seinen Getreuen Sancho Panza. Sie gehören zu den 19 Schülern der Theatergruppe an der Regelschule „Käthe Kollwitz“. Mehr als ein halbes Jahr haben sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin geprobt. An der Aufführung inmitten der Bücherregale hatten die Jugendlichen viel Spaß, auch den Zuschauern gefiel es. Bibliotheksleiterin Kersti Kramer rief die Jungen und Mädchen dazu auf, sich das Buch auszuleihen und noch mehr von den Abenteuern des Möchtegern-Ritters kennenzulernen.

Don Quichotte, der „Ritter von der tragischen Gestalt“, ist eine Parodie von Miguel de Cervantes, die sich schon bei Erscheinen 1605 großer Beliebtheit erfreute.
Autor: wf

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