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Kulturhaus gehört wieder der Stadt

Freitag, 21. September 2001, 18:03 Uhr
Bleicherode (nnz). Das Bleicheröder Kulturhaus ist im vergangenen Jahr an einen privaten Investor verkauft worden. Jetzt allerdings befindet es sich wieder im Eigentum der Stadt. nnz mit den Hintergründen.


In einem Schnellentscheid hatte die Stadt das Kulturhaus damals verkauft (siehe auch im nnz-Archiv). Die Kaufsumme soll nach nnz-Informationen 600.000 Mark betragen haben. Bislang habe die Kommune allerdings noch keinen Pfennig davon gesehen. Immer wieder sei die Bezahlung durch den neuen Besitzer hinausgezögert worden. Die Stadtverwaltung allerdings habe erst acht Monate später die erste Mahnung verschickt. Das traf bei einigen Stadträten auf Unverständnis. Vor allem auch aus dem Grund, da der jetzige Besitzer bei den zurückliegenden Festivitäten in der Stadt kräftig verdient habe.

Nun gab es wieder einen Schnellentscheid. Das Gebäude wurde zurückgekauft und die Stadt muß damit zurechtkommen. Da ist zum Beispiel eine deutsche Brauerei. Die verlangt von Besitzer die Zahlung von rund 60.000 Mark für die Ausstattung der Gaststätte. Besitzer ist aber jetzt die Stadt, deren Kasse ist, wie die aller Kommunen, leer. Wie die nnz erfahren hat, soll Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) jedoch einen Geldgeber gefunden haben, genannt habe er ihn aber nicht. Nun werden Befürchtungen laut, dass diese Summe doch aus städtischen Mitteln aufgebraucht werden könne.

Die Stadt jedenfalls hat reagiert. Dem ehemaligen Besitzer wurde untersagt, ab Montag das Kulturhaus betreten zu dürfen. Viele Bleicheröder erinnern sich jedoch, dass die Androhung schon wiederholt angesagt wurde, nur gehalten hat sich daran niemand.
Autor: nnz

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