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Nichts Neues vom Baugewerbe

Montag, 04. April 2005, 10:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nachfrage an Bauleistungen sinkt, die Umsätze gehen zurück und die Zahl der Beschäftigten ebenfalls. Das ist bereits seit Jahren so. Wie es genau in Thüringen aussieht, das verrät Ihnen die nnz.


Im Januar 2005 verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der Umsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes1) um 4,5 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat. Ein Jahr zuvor war das Bauhauptgewerbe mit einem Rückgang von 2,6 Prozent besser gestartet. Im bundesweiten Vergleich der Umsatzentwicklung rangiert Thüringen damit unter den 16 Bundesländern auf Platz 6. Im Durchschnitt Deutschlands sank der Umsatz deutlicher (- 9,9 Prozent) und in den neuen Bundesländern wurde ein geringerer Rückgang um 1,8 Prozent registriert.

Der Index des Auftragseinganges, als wichtiger Frühindikator der wirtschaftlichen Entwicklung, verringerte sich in Thüringen um 5,5 Prozent. In Deutschland war der Rückgang mit 14,2 Prozent wesentlich höher.

Der Beschäftigtenverlust fiel in Thüringen im Januar 2005 mit - 9,9 Prozent geringer aus als im Durchschnitt der neuen Bundesländer (- 11,3 Prozent) und im Bundesdurchschnitt (- 10,3 Prozent). Im Vergleich mit den anderen Bundesländern nahm Thüringen bei der Beschäftigtenentwicklung Platz 7 ein.

Bei den geleisteten Arbeitsstunden wurde für Thüringen ein Rückgang um 3,5 Prozent festgestellt. Das war Platz 7 unter allen Bundesländern. Im Durchschnitt der neuen Bundesländer nahm die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden weniger ab und in Deutschland war der Rückgang höher.

Der Umsatz je Beschäftigten (Umsatzproduktivität) stieg in Thüringen im ersten Monat 2005 gegenüber dem Vergleichsmonat 2004 um 6,0 Prozent. Diese Steigerung fiel höher aus als in Deutschland (+ 0,4 Prozent), jedoch niedriger als in der Summe der neuen Bundesländer (+ 10,8 Prozent). Im bundesweiten Vergleich rangiert Thüringen bei der Entwicklung der Umsatzproduktivität auf Platz 6.


1) Zur Entlastung kleinerer Betriebe werden monatlich nur die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten des Bauhauptgewerbes befragt.
Autor: nnz

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