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Fahrplan soll eingehalten werden

Freitag, 21. September 2001, 13:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Kreishaushalt für das kommende Jahr ist auf einem guten Weg. Seit dieser Woche liegt er die Kreistagsmitgliedern als ausgeglichener Entwurf vor. nnz hat ihn sich angesehen.


Neu an dem mehrere hundert Seiten starken Werk ist die Währungseinheit. Alle Zahlen sind in Euro ausgewiesen. Der Umfang des Verwaltungshaushaltes beläuft sich auf 73,5 Millionen Euro, der des Vermögenshaushaltes auf rund 12,5 Millionen Euro. Vor allem der erste Beigeordnete Matthias Jendricke (SPD) konnte sich freuen. Zu seinem Dienstantritt lag der Entwurf bereits vor. Jendricke geht davon aus, dass es nur noch kleinere Änderungswünsche aus den Kreistagsfraktionen geben werde. Als problematisch können sich allerdings die Finanzierungen für den Neubau der Turnhallen in Heringen und Bleicherode sowie die künftigen Investitionen in die veränderte Struktur der Berufsschulen erweisen.

Die Bürgermeister der Städte und Gemeinden werden mit ein wenig Genugtuung zur Kenntnis nehmen, dass sich die Höhe der Kreisumlage nicht erhöhen wird. Für die Stadt Nordhausen könne sich nach den jetzigen Schätzungen sogar eine Reduzierung der Kreisumlage um rund 350.000 Mark gegenüber diesem Jahr ergeben. Auch Sollstedt könne mit weniger Kreisumlage rechnen, so Jendricke. Die Kreisumlage werde maßgeblich von der Höhe der Steuerkraftmesszahl beeinflusst. Diese wird für das Land Thüringen mit durchschnittlich 267 Euro je Einwohner angegeben. Im Landkreis Nordhausen gibt es derzeit nur drei Kommunen, die über dem Landesschnitt liegen: Urbach (379 Euro), Nordhausen (357 Euro) und Niedersachswerfen (276 Euro).

Gesenkt wurden ebenfalls die Personalkosten in der Kreisverwaltung, der Ansatz geht von einer Minderung um 550.000 Euro aus. Die eingesparten Kosten werden auf viele andere Ausgabenbereiche, vorwiegend im Pflichtbereich verteilt. Rund eine Million Mark weniger Personalkosten, das bedeutet sechs Stellen weniger im Stellenplan. Im kommenden Jahr soll im Landratsamt dann verstärkt von der Regelung für Altersteilzeit Gebrauch gemacht werden. Ergebnisse für weitere Einsparungen erhofft sich Landrat Joachim Claus (CDU) von der Arbeit des ehemaligen Geschäftsführers des KAV Thüringen. Die sogenannte „Rosenkranz-Mission“ soll Anfang Oktober im Landratsamt beendet sein, erfuhr die nnz. Für den 1. Oktober erwartet der Behördenchef konkrete Ergebnisse.
Autor: nnz

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