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Die Sonne wird angezapft

Freitag, 01. April 2005, 10:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Februar war der ersten Spaten symbolisch in die Erde bei Nentzelsrode gestochen worden. Das war dann auch der Baubeginn für Thüringens größte Solarstromanlage. Die nnz hat sich heute für Sie auf der Baustelle umgesehen.


Die Sonne wird angezapft (Foto: nnz) Die Sonne wird angezapft (Foto: nnz)


Fast 1.000 der rund 6.500 Module sind bereits auf der Baustelle der Solarstromanlage der Nordhäuser Stadtwerke errichtet worden. Und da wird dem Betrachter klar, dass die Anlage von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang das volle Licht „verarbeiten“ kann. Die nnz war am frühen Morgen auf der Baustelle und die aufgehende Sonne spiegelte sich in den Oberflächen der einzelnen Module, von denen jeweils 16 zu einem so genannten Tisch gehören.

Der Aufbau der Anlage auf rund 20.000 Quadratmeter kommt gut voran. Es wird sozusagen gleitend gebaut. Während sich an der einen Stelle Bagger in die Erde fressen, werden daneben die Fundamente der Träger bearbeitet. Dann wird eine Stahlkonstruktion zusammengeschraubt, die die Photovoltaik-Module trägt. Aus denen hängen Stromkabel heraus, die irgendwo zusammengeführt werden und so den Strom leiten sollen.

Rund 800.000 Kilowattstunden Strom sollen nach Fertigstellung der Anlage jährlich produziert werden. Damit kann ein Dorf mit etwa 500 Einwohnern mit Energie versorgt werden. Die Investitionssumme beträgt 3,9 Millionen Euro. Arndt Forberger, Gerschäftsführer der Stadtwirtschaft Nordhausen, sagte, daß hier beinahe ein perpetuum mobile entstehe. Er wünscht sich, daß in den nächsten 20 Jahren ausreichend Sonne schiene und versicherte, daß diese am Monatsende keine Rechnung schreibe. Gebaut wird die Anlage von der Erfurter Firma EEPro aus Erfurt, die bereits den Solarpark Meerane in Sachsen errichtet hat.

Pro Kilowattstunde eingespeister Sonnenenergie erhalten die Betreiber, die Stadtwerke Nordhausen, 43,4 Cent entsprechend des Gesetztes über Erneuerbare Energien. Rund 500 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß können vermieden werden.
Autor: nnz

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