Mitglied der Urbacher Bürgerinitiative reagiert auf nnz-Betrachtung "Panta Rhei"
Freitag, 13. Oktober 2000, 09:33 Uhr
Nordhausen/Urbach (nnz). Klaus-Dieter Korb von der Bürgerinitiative "Rettung für die Goldene Aue" hat auf die Betrachtung "Panta Rhei" in der nnz reagiert. Da sich nnz nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Kommunikationsplattform versteht, werden wir die persönlich gehaltene Antwort von Klaus-Dieter Korb veröffentlichen. Herr Korb hat dazu der nnz sein Einverständnis gegeben:
Sehr geehrter Herr Greiner,
lange habe ich über Ihren o.a. Artikel nachgedacht. Vieles was Sie zu bedenken geben, ist berechtigt und hat nachdenklich gestimmt und wir haben es in langen Diskussionen besprochen. Wir müssen in dieser Angelegenheit einen wahren Spagat vollführen. Auch in unseren Reihen sind die Arbeitslosigkeit bekannt und die fatalen Folgen für Familie, Freunde und auch das öffentliche Ansehen, das man in der Bevölkerung hat, leidet erheblich. Traurig stimmt Viele, das Menschen heutzutage nicht nach ihren menschlichen Qualitäten bewertet werden, sondern fast nur noch danach, ob sie Arbeit haben, auf der "Erfolgsleiter klettern" und finanziell "mithalten" können. Über die Gründe, die zur Arbeitslosigkeit führten, spricht niemand gerne. Viele (auch Urbacher) wünschten sich einen neuen Arbeitsplatz, auch direkt vor ihrer Haustür. Daher machen wir es uns wirklich nicht leicht, Positionen zu vertreten, die eventuell nachhaltig eine Industrieansiedlung (der geplanten Art) verhindern. Kein Mensch in der Region würde gegen eine Industrieansiedlung, wie sie von den Planern des Industriegebietes angepriesen und suggeriert wird, etwas unternehmen. Auch die Landwirtschaft würde bei einer derartigen Ansiedlung von "Elektronik" oder "Gemüsezucht" (die sie übrigens gerne mit gestalten würde) etwas unternehmen. Doch dem ist nachweislich nicht so! Sie haben sicherlich die Äusserungen seitens Frau Rinke und Herrn Beyse verfolgt, in denen Sie angaben, z.B. Heiligenstadt würde dieses Industriegebiet sofort installieren. Der Verantwortliche für Wirtschaftsförderung und Planung der Stadtverwaltung Heiligenstadt, Herrn Baumbach, hat diese Äusserungen als absurd bezeichnet, schon als "Heilbad" und der Lage Heiligenstadts und der Umgebung sei eine derartige Ansiedlung mit den geforderten Emissionen undenkbar. Soweit zu Wahrheit und Polemik... Daß Menschen sich verändern, Berufszweige und auch Landschaften einer Veränderung unterliegen, liegt in der heutigen, schnellebigen Zeit begründet. Doch es gibt halt Menschen, denen Kontinuität und Beständigkeit, und dazu gehört auch der Begriff "Heimat" wichtiger sind, als kommerzielle Erfolge. Die, die Schöpfung schützen wollen, müssen nicht unweigerlich "Zukunftsverhinderer" sein, denen die "schöne Aussicht" wichtiger ist als die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl sind in unserer Gesellschaft ein "Gut", das von Vielen als Fremdwort verstanden wird, wenn sie es nicht erleben und diejenigen, die das suchen, finden heute bei unseren Politikern keine Antworten und Vorbilder mehr, sondern bei denen, die dumme und "hohle" Propaganda machen und bei "Aufmärschen" das Zusammengehörigkeitsgefühl suggerieren.
Alles wird sich verändern.....leider !
In diesem Sinne seien Sie herzlich gegrüßt und....Panta Rhei.....
Klaus-Dieter Korb, Urbach
Anmerkung von nnz: Zu den geplanten Entwicklungen im Landkreis Eichsfeld können Sie noch heute einen Beitrag weiter oben lesen.
Autor: nnzSehr geehrter Herr Greiner,
lange habe ich über Ihren o.a. Artikel nachgedacht. Vieles was Sie zu bedenken geben, ist berechtigt und hat nachdenklich gestimmt und wir haben es in langen Diskussionen besprochen. Wir müssen in dieser Angelegenheit einen wahren Spagat vollführen. Auch in unseren Reihen sind die Arbeitslosigkeit bekannt und die fatalen Folgen für Familie, Freunde und auch das öffentliche Ansehen, das man in der Bevölkerung hat, leidet erheblich. Traurig stimmt Viele, das Menschen heutzutage nicht nach ihren menschlichen Qualitäten bewertet werden, sondern fast nur noch danach, ob sie Arbeit haben, auf der "Erfolgsleiter klettern" und finanziell "mithalten" können. Über die Gründe, die zur Arbeitslosigkeit führten, spricht niemand gerne. Viele (auch Urbacher) wünschten sich einen neuen Arbeitsplatz, auch direkt vor ihrer Haustür. Daher machen wir es uns wirklich nicht leicht, Positionen zu vertreten, die eventuell nachhaltig eine Industrieansiedlung (der geplanten Art) verhindern. Kein Mensch in der Region würde gegen eine Industrieansiedlung, wie sie von den Planern des Industriegebietes angepriesen und suggeriert wird, etwas unternehmen. Auch die Landwirtschaft würde bei einer derartigen Ansiedlung von "Elektronik" oder "Gemüsezucht" (die sie übrigens gerne mit gestalten würde) etwas unternehmen. Doch dem ist nachweislich nicht so! Sie haben sicherlich die Äusserungen seitens Frau Rinke und Herrn Beyse verfolgt, in denen Sie angaben, z.B. Heiligenstadt würde dieses Industriegebiet sofort installieren. Der Verantwortliche für Wirtschaftsförderung und Planung der Stadtverwaltung Heiligenstadt, Herrn Baumbach, hat diese Äusserungen als absurd bezeichnet, schon als "Heilbad" und der Lage Heiligenstadts und der Umgebung sei eine derartige Ansiedlung mit den geforderten Emissionen undenkbar. Soweit zu Wahrheit und Polemik... Daß Menschen sich verändern, Berufszweige und auch Landschaften einer Veränderung unterliegen, liegt in der heutigen, schnellebigen Zeit begründet. Doch es gibt halt Menschen, denen Kontinuität und Beständigkeit, und dazu gehört auch der Begriff "Heimat" wichtiger sind, als kommerzielle Erfolge. Die, die Schöpfung schützen wollen, müssen nicht unweigerlich "Zukunftsverhinderer" sein, denen die "schöne Aussicht" wichtiger ist als die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl sind in unserer Gesellschaft ein "Gut", das von Vielen als Fremdwort verstanden wird, wenn sie es nicht erleben und diejenigen, die das suchen, finden heute bei unseren Politikern keine Antworten und Vorbilder mehr, sondern bei denen, die dumme und "hohle" Propaganda machen und bei "Aufmärschen" das Zusammengehörigkeitsgefühl suggerieren.
Alles wird sich verändern.....leider !
In diesem Sinne seien Sie herzlich gegrüßt und....Panta Rhei.....
Klaus-Dieter Korb, Urbach
Anmerkung von nnz: Zu den geplanten Entwicklungen im Landkreis Eichsfeld können Sie noch heute einen Beitrag weiter oben lesen.
