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nnz-Rückspiegel: 21. September 2000

Freitag, 21. September 2001, 08:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war. Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Umweltfesttage gehen weiter - Vorträge stehen im Mittelpunkt

Mit verschiedenen Seminaren werden heute die fünften Umweltfesttage des Landkreises Nordhausen fortgesetzt. Darüber hinaus präsentieren sich in der Wiedigsburghalle zahlreiche Unternehmen, Institutionen, Schulen, Vereine und Verbände mit ihren spezifischen Angeboten zur Thema Umwelt und Energie. So wird Alfred Ritter vom gleichnamigen Schokoladenwerk in einem Vortrag über Sponsoring reden. Die „Spätfolgen einer verfehlten Energiepolitik“ sind das Thema eines Vortrages im Plenarsaal des historischen Landratsamtes. Referent ist hier Manfred Bäurle von der Christlichen Aktion Umwelt Mensch e.V. (CAMJ).


Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hält an Tagesordnung fest

Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) will an der Tagesordnung für die kommende Stadtratssitzung festhalten. Dort ist unter Punkt 9 die Wahl des zweiten hauptamtlichen Beigeordneten zu finden. Die Absetzung dieses Tagesordnungspunktes sei vermutlich aus dem „Wunschdenken“ einiger Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion sowie von CDU-Mitgliedern heraus entstanden, sagte Rinke der nnz. Die Stadt wolle sich nicht anhängig machen von Wahlvorgängen im Kreistag. Die Verwaltung müsse auch in Zukunft handlungsfähig sein, auch sehe Rinke keinen Grund, an der Qualifikation und den Voraussetzungen von Dietrich Beyse (CDU) zu zweifeln. Vor allem in der kommenden Zeit, die durch die vom Land aufgezwungenen Sparmaßnahmen diktiert werden wird, müssen in der Stadtverwaltung alle Möglichkeiten ausgelotet werden, um „schmerzhafte Einschnitte“ in den Haushalt zu vermeiden.

Aus der Stadtratsfraktion der SPD wurde gestern bekannt, daß es Bestrebungen gibt, die Wahl von Beyse zu verschieben. Hintergrund ist die vermutliche Anfechtung der Wahl der beiden hauptamtlichen Beigeordneten der Kreisverwaltung Anfang September. Nach nnz-Recherchen wird das Landesverwaltungsamt Weimar die Wahl anfechten. Dann beginnt alles von vorn - inklusive Ausschreibung.


„Rettet Wacker Nordhausen - auch meine Spende zählt!“

Für den Neuanfang von Wacker Nordhausen werden nicht nur Sponsoren aus Handwerk und Industrie gesucht. Aufgefordert sind auch alle Freunde des runden Leders und Fans von Wacker Nordhausen. Das Präsidium ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf. Erste Erfolge gab es bereits am vergangenen Sonntag bei Punktspiel gegen Dynamo Dresden. Da kam ein Betrag von 554 DM zusammen. Jetzt wurde ein Spendenkonto eingerichtet:
Kontonr.: 36 00 78 00
BLZ: 820 540 52, Kreissparkasse Nordhausen. Hier können ab sofort Spenden überwiesen werden.


Meineid-Prozeß am Amtsgericht: Freispruch und Verurteilung

Am Nordhäuser Amtsgericht wurde heute wegen Meineids gegen Hubert Rein verhandelt. Rein soll im vergangenen Jahr bei richterlichen Vernehmungen falsche Angaben gemacht haben, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage. In einer langen Beweisaufnahme wurde der komplizierte Sachverhalt, der in zwei Anklagepunkten bestand, nur stückweise aufgebröselt. Was wurde verschwiegen, wurde bewußt verschwiegen, das waren die Fragen, die es zu klären galt.
Nach seiner Beratung kam das Gericht unter Vorsitz des Amtsgerichtsdirektors zur Auffassung, daß Hubert Rein in einem Fall nicht vorsätzlich, sondern fahrlässigen Meineid geleistet habe. Dafür wurde er zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 90 Mark verurteilt. Im zweiten Anklagepunkt wurde der Mitarbeiter der Kommunalaufsicht des Landratsamtes freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft, darüber sichtlich sauer, will gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen und in die Berufung gehen. In ihrem Plädoyer forderte die Anklagevertretung ein Jahr und sechs Monate Haft, ausgesetzt auf Bewährung. Die Verteidigerin plädierte auf Freispruch für ihren Mandanten.
Autor: nnz

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