Kein Hindernis für Vorsorge
Mittwoch, 30. März 2005, 10:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor der Einführung der Praxisgebühr gab es Befürchtungen, dass viele Versicherte den Vorsorgeuntersuchungen fern bleiben würden. Die ersten Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache.
Die Praxisgebühr hindert die Versicherten nicht daran, Vorsorge und Früherkennung zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt die BARMER nach einer Analyse von Abrechnungsdaten des ersten Halbjahrs 2004. "Wir können statt des vermuteten Rückgangs in Teilbereichen sogar einen leichten Anstieg verzeichnen", so Klaus H. Richter, Vorstand der BARMER.
So lag die Teilnahmequote bei den Kinder- und Jugenduntersuchungen im ersten Halbjahr 2004 bei 88,67 Prozent und damit 0,7 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2003. Einen leichten Anstieg gab es auch bei der Gesundheitsuntersuchung, dem Check up. Leichte Rückgänge gibt es dagegen bei den Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung der Männer (minus 1,14 Prozent) und der Frauen (minus 1,06 Prozent). Dies relativiere sich jedoch, so Richter, weil es sich bei den Männern damit immer noch um die höchste Teilnahmequote seit 1997 handelt.
Im übrigen wird die BARMER ihre besonderen Bemühungen um aktive Prävention, Vorsorge und Früherkennung noch verstärken. Richter verweist insoweit auch auf die in dem BARMER-Hausarzt- und Hausapothekenmodell enthaltenen neuen Präventions- und Früherkennungschancen. Richter erinnert daran, dass Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen generell von der Praxisgebühr befreit sind. Dazu zählen die Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, die Krebsfrüherkennungsuntersuchung für Frauen ab dem 20. und Männer ab dem 45. Lebensjahr und der Gesundheits-Check ab dem 35. Lebensjahr. Auch für Schutzimpfungen und die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt wird keine Praxisgebühr fällig.
Allerdings gilt dies nur solange, wie es bei Früherkennung und Vorsorge bleibt; bei weitergehenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ist die Praxisgebühr selbstverständlich zu zahlen.
Autor: nnzDie Praxisgebühr hindert die Versicherten nicht daran, Vorsorge und Früherkennung zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt die BARMER nach einer Analyse von Abrechnungsdaten des ersten Halbjahrs 2004. "Wir können statt des vermuteten Rückgangs in Teilbereichen sogar einen leichten Anstieg verzeichnen", so Klaus H. Richter, Vorstand der BARMER.
So lag die Teilnahmequote bei den Kinder- und Jugenduntersuchungen im ersten Halbjahr 2004 bei 88,67 Prozent und damit 0,7 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2003. Einen leichten Anstieg gab es auch bei der Gesundheitsuntersuchung, dem Check up. Leichte Rückgänge gibt es dagegen bei den Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung der Männer (minus 1,14 Prozent) und der Frauen (minus 1,06 Prozent). Dies relativiere sich jedoch, so Richter, weil es sich bei den Männern damit immer noch um die höchste Teilnahmequote seit 1997 handelt.
Im übrigen wird die BARMER ihre besonderen Bemühungen um aktive Prävention, Vorsorge und Früherkennung noch verstärken. Richter verweist insoweit auch auf die in dem BARMER-Hausarzt- und Hausapothekenmodell enthaltenen neuen Präventions- und Früherkennungschancen. Richter erinnert daran, dass Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen generell von der Praxisgebühr befreit sind. Dazu zählen die Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, die Krebsfrüherkennungsuntersuchung für Frauen ab dem 20. und Männer ab dem 45. Lebensjahr und der Gesundheits-Check ab dem 35. Lebensjahr. Auch für Schutzimpfungen und die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt wird keine Praxisgebühr fällig.
Allerdings gilt dies nur solange, wie es bei Früherkennung und Vorsorge bleibt; bei weitergehenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ist die Praxisgebühr selbstverständlich zu zahlen.
