Horizont startet berufsbildende Betreuung
Sprungbrett Bauernhof
Donnerstag, 23. Mai 2019, 12:24 Uhr
Ein paar Schweine, eine Schar Hühner, dazu Gänse, Enten, Kaninchen und ein paar Katzen, Kartoffeln und Mais - in der LandWerkstatt Heringen herrscht Bauernhofidylle. Der Horizont-Verein nutzt den Hof nun auch, um Menschen mit Beeinträchtigungen auf den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten...
Wer mit Beeinträchtigungen zu leben hat, für den gibt es oft nur einen Weg sich mit der eigenen Hände Arbeit zu verwirklichen - die Behindertenwerkstätten. "Gerade Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen finden hier nicht immer ihre Erfüllung. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz wurden Möglichkeiten geschaffen, diesen Menschen verschiedene Angebote zu machen", erklärte heute Thüringens Sozialministerin, Heike Werner.
Ein Ort, an dem das seit dem Frühjahr ausprobiert wird, hat die Ministerin heute besucht: die LandWerkstatt des Horizont-Vereins Heringen. Enrico Schmidt hat den Hof aufgebaut und kennt jeden Nagel auf dem Gelände, wie er selber sagt. Der Verein übt sich hier schon länger in der Betreuung von Langzeitarbeitslosen, die über die stetige Arbeit in der Landwerkstatt wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen.
Neu ist, das man seit März auch sechs Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Raum zum ausprobieren geben kann, zwei arbeiten bereits auf dem Hof. "Sie sind sehr fleißig und sehr dankbar", erzählt Schmidt, "wenn man die Dinge richtig erklärt, kann man vertrauen aufbauen und dann kommen die Leute auch gerne hierher".
v.l.: Bereichsleiterin Sarah Schnause, Geschäftsführer René Kübler, Sozialministerin Heike Werner, Hofchef Enrico Schmidt und Referatsleiter Matthias Frank (Foto: Angelo Glashagel)
Heringen ist dabei nur ein Standort, auch in den Werkstätten in Ellrich, Bleicherode und Nordhausen kann man Dank der neuen Gesetzgebung als "anderer Leistungsanbieter" jeweils sechs Personen betreuen. "In den ersten drei Monaten wechseln sie die Standorte immer wieder, eine Zeit verbringen sie hier auf dem Hof, dann geht es zur Fahrradwerkstatt und so weiter. Danach wird entschieden, wo sie sich länger engagieren wollen, möglich sind bis zu 24 Monaten", erklärt die zuständige Fachbereichsleiterin im Verein, Sarah Schnause. Als Konkurrenz zu den Werkstätten will man sich nicht begreifen, eher als Ergänzung zum bestehenden Angebot. Ziel ist die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt, damit kennt man sich im Verein aus.
In Thüringen ist der Horizont der erste Verein, der sich hier auf den Weg macht, Deutschlandweit der Dritte. Auch deswegen ist die Ministerin vor Ort, sie wolle sehen wer sich "getraut" habe und welche Formen die Umsetzung annehmen kann.
Die LandWerkstatt will sich auch für die weitere Bevölkerung öffnen. Der Heringer Kindergarten ist schon jetzt ein gern gesehener Gast, mit dem Aufbau eines kleinen Hofladens, der mit den eigenen Produkten bestückt wird, will man bald auch einen Anlauf- und Treffpunkt für die "großen" Heringer schaffen.
Autor: redWer mit Beeinträchtigungen zu leben hat, für den gibt es oft nur einen Weg sich mit der eigenen Hände Arbeit zu verwirklichen - die Behindertenwerkstätten. "Gerade Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen finden hier nicht immer ihre Erfüllung. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz wurden Möglichkeiten geschaffen, diesen Menschen verschiedene Angebote zu machen", erklärte heute Thüringens Sozialministerin, Heike Werner.
Ein Ort, an dem das seit dem Frühjahr ausprobiert wird, hat die Ministerin heute besucht: die LandWerkstatt des Horizont-Vereins Heringen. Enrico Schmidt hat den Hof aufgebaut und kennt jeden Nagel auf dem Gelände, wie er selber sagt. Der Verein übt sich hier schon länger in der Betreuung von Langzeitarbeitslosen, die über die stetige Arbeit in der Landwerkstatt wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen.
Neu ist, das man seit März auch sechs Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Raum zum ausprobieren geben kann, zwei arbeiten bereits auf dem Hof. "Sie sind sehr fleißig und sehr dankbar", erzählt Schmidt, "wenn man die Dinge richtig erklärt, kann man vertrauen aufbauen und dann kommen die Leute auch gerne hierher".
v.l.: Bereichsleiterin Sarah Schnause, Geschäftsführer René Kübler, Sozialministerin Heike Werner, Hofchef Enrico Schmidt und Referatsleiter Matthias Frank (Foto: Angelo Glashagel)
Heringen ist dabei nur ein Standort, auch in den Werkstätten in Ellrich, Bleicherode und Nordhausen kann man Dank der neuen Gesetzgebung als "anderer Leistungsanbieter" jeweils sechs Personen betreuen. "In den ersten drei Monaten wechseln sie die Standorte immer wieder, eine Zeit verbringen sie hier auf dem Hof, dann geht es zur Fahrradwerkstatt und so weiter. Danach wird entschieden, wo sie sich länger engagieren wollen, möglich sind bis zu 24 Monaten", erklärt die zuständige Fachbereichsleiterin im Verein, Sarah Schnause. Als Konkurrenz zu den Werkstätten will man sich nicht begreifen, eher als Ergänzung zum bestehenden Angebot. Ziel ist die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt, damit kennt man sich im Verein aus.
In Thüringen ist der Horizont der erste Verein, der sich hier auf den Weg macht, Deutschlandweit der Dritte. Auch deswegen ist die Ministerin vor Ort, sie wolle sehen wer sich "getraut" habe und welche Formen die Umsetzung annehmen kann.
Die LandWerkstatt will sich auch für die weitere Bevölkerung öffnen. Der Heringer Kindergarten ist schon jetzt ein gern gesehener Gast, mit dem Aufbau eines kleinen Hofladens, der mit den eigenen Produkten bestückt wird, will man bald auch einen Anlauf- und Treffpunkt für die "großen" Heringer schaffen.




