WBG testet neue Reinigungsverfahren
Frische Fassaden dank neuer Technik
Donnerstag, 02. Mai 2019, 17:10 Uhr
Nach zwanzig bis 25 Jahren muss der Maler kommen - wenn sich Algen und Pilze auf der Hausfassade breit gemacht haben, bleibt einem nicht viel anderes übrig. Gerade für Wohungsgesellschaften mit vielen Gebäuden werden die Sanierungen zum bedeutenden Kostenfaktor. Die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz testen deswegen jetzt ein neues Verfahren...
Mit dem bloßen Auge sieht es aus als würde die Fassade mit dem Kärcher bearbeitet werden, der eigentliche Prozess, mit dem die Firma "Fassadenfix" Algen- und Pilzbefall zu Leibe rückt, ist dann doch etwas komplizierter. "Zuerst bringen wir ein Reinigungsmittel auf, das wir dann mit einer Breitstrahldüse sanft abwaschen", erklärt Fabian Geiger am Nachmittag in der Conrad-Frohmann-Straße. Die WBG hat hier mehrere Gebäude, die ihren letzten Anstrich vor gut neun Jahren im Rahmen einer großangelegten Sanierungsmaßnahme erhielten.
Bisher habe man es so gehandhabt, dass die Fassaden zum Ende ihrer eigentlichen Lebensdauer komplett erneuerte, erklärt WBG-Chef Sven Dörmann. Die Mieter haben dann ein ganzes Gerüst vor dem Haus, für die WBG summieren sich die Kosten. Das neue Verfahren erhöhe die Lebensdauer um bis zu zehn Jahre, schätzt Dörmann. "Wir haben einen hohen Gebäudebestand, die Fassadenerneuerung war immer eine signifikante Kostenposition. Deswegen haben wir nach Alternativen gesucht, die nicht nur günstiger sondern auch Ressourcen schonend sind".
Konkret heißt das: die Fassade wird nicht nur abgespritzt. Der Mix aus Wasser und Reinigungsmittel wird mit speziellen Matten aufgefangen, abgepumpt und vor Ort gefiltert und gereinigt, um insgesamt weniger Wasser "aus dem Hahn" zu verbrauchen, erklärt Fassadenreiniger Geiger. Für fünf Jahre garantiert man Schutz vor weiterem Algenbefall.
Knapp 1000 qm hat die Firma für die WBG heute kostenfrei gereinigt, die WBG hatte sich an einem entsprechenden Wettbewerb beteiligt und die Reinigung als Preis gewonnen. Die eigentlichen Kosten hätten bei 15.000 Euro gelegen, erklärt Sven Dörmann, damit sei das Verfahren nicht nur nachhaltig, sondern auch um das dreifache günstiger als ein Neuanstrich und somit eine echte Alternative.
Angelo Glashagel
Autor: redMit dem bloßen Auge sieht es aus als würde die Fassade mit dem Kärcher bearbeitet werden, der eigentliche Prozess, mit dem die Firma "Fassadenfix" Algen- und Pilzbefall zu Leibe rückt, ist dann doch etwas komplizierter. "Zuerst bringen wir ein Reinigungsmittel auf, das wir dann mit einer Breitstrahldüse sanft abwaschen", erklärt Fabian Geiger am Nachmittag in der Conrad-Frohmann-Straße. Die WBG hat hier mehrere Gebäude, die ihren letzten Anstrich vor gut neun Jahren im Rahmen einer großangelegten Sanierungsmaßnahme erhielten.
Bisher habe man es so gehandhabt, dass die Fassaden zum Ende ihrer eigentlichen Lebensdauer komplett erneuerte, erklärt WBG-Chef Sven Dörmann. Die Mieter haben dann ein ganzes Gerüst vor dem Haus, für die WBG summieren sich die Kosten. Das neue Verfahren erhöhe die Lebensdauer um bis zu zehn Jahre, schätzt Dörmann. "Wir haben einen hohen Gebäudebestand, die Fassadenerneuerung war immer eine signifikante Kostenposition. Deswegen haben wir nach Alternativen gesucht, die nicht nur günstiger sondern auch Ressourcen schonend sind".
Konkret heißt das: die Fassade wird nicht nur abgespritzt. Der Mix aus Wasser und Reinigungsmittel wird mit speziellen Matten aufgefangen, abgepumpt und vor Ort gefiltert und gereinigt, um insgesamt weniger Wasser "aus dem Hahn" zu verbrauchen, erklärt Fassadenreiniger Geiger. Für fünf Jahre garantiert man Schutz vor weiterem Algenbefall.
Knapp 1000 qm hat die Firma für die WBG heute kostenfrei gereinigt, die WBG hatte sich an einem entsprechenden Wettbewerb beteiligt und die Reinigung als Preis gewonnen. Die eigentlichen Kosten hätten bei 15.000 Euro gelegen, erklärt Sven Dörmann, damit sei das Verfahren nicht nur nachhaltig, sondern auch um das dreifache günstiger als ein Neuanstrich und somit eine echte Alternative.
Angelo Glashagel

