Das Jubiläum
Sonntag, 20. März 2005, 10:02 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen ist gestern ein kleines Jubiläum mit einem großen Ereignis gefeiert worden. Zum zehnten Mal war zum Frühlingsball eingeladen worden. Fest steht: Die Jagd nach den Karten hatte sich gelohnt. Auch die nnz hatte sich unter das Ball-Volk gemischt...
Das Jubiläum (Foto: nnz)
Und das erlebte zur Eröffnung der Jubiläumsausgabe nicht die normalen Reden, sondern den Auftritt eines Promis, der vor vielen Jahrzehnten die Hitparade im deutschen Fernsehen erfunden hatte: Dieter-Thomas Heck begrüßte das Publikum, das ZDF-Urgestein war einer Einladung von Helmut Peter gefolgt. Und Heck bedankte sich denn auch mit einigen Spitzen auf die Immobilienszenerie in Nordhausen und hieß das erlauchte Ball-Publikum in der Autohaus-Peter-Stadthalle willkommen. Warum denn eine solche Stadt noch keine Stadthalle habe, das fragte Entertainer Heck zum Beispiel Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) oder Landrat Joachim Claus (CDU). Beide Kommunalpolitiker zogen sich gekonnt aus der Schlinge und versprachen, sich gemeinsam um die Angelegenheit zu kümmern, zumal Frau Rinke sagte, dass man ein Grundstück hätte und nun nur noch Investoren suche.
Investoren für eine Thüringer Spielbank in Erfurt, die hat das Land Thüringen schon und zahlt denn auch fleißig Miete. Nur: Es kann das Roulett sich nicht drehen, weil es noch keine Tische in den Räumen gibt und sich ein Untersuchungsausschuß darum kümmert. Und Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz war denn auch froh, dass dieses Kapitel Thüringer Politik in das Finanzressort fällt. Dafür gab es zwei Rouletttische in Nordhausen und einen für Black Jack. Die wurden denn mit den ausgegebenen Chips auch fleißig genutzt. Der Sieger im Sammeln konnte sich auf ein Wochenende in einem Maritim-Hotel freuen.
Einen großen Raum nahm zum diesjährigen Frühlingsball das Thema Korn ein. Wenn auch Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) von Amtswegen nicht unbedingt ein Freund des Alkohols sein darf, für den Nordhäuser Doppelkorn spannt er sich schon mal vor den Karren. Und der rollt einem Ziel entgegen: 2007, dem Jahr, in dem in Nordhausen 500 Jahre Kornbrennerei gefeiert werden soll. Auch Dieter-Thomas Heck als bekennender Doppelkorn-Fan wird sich für den Nordhäuser stark machen, das war gestern vereinbart worden.
Gestern Abend war darüber hinaus aber auch noch ein Handwerker geehrt worden: Peter Uhley ist seit 15 Jahren Innungsobermeister des Kraftfahrzeughandwerks und dafür erhielt er vom Thüringer Handwerk eine Urkunde.
In Nordhausen ist ein Quartett ein Muß: Die Rolandgruppe. Obwohl der Roland und die Hexe schon zigmal ihren Abschied erklärt hatten, zum Jubiläumsball schlüpften Sie noch einmal in ihre Kostüme und präsentierten den über 600 Ballgästen ein Sonderprogramm.
Mit zwei Ministern (Reinholz und Zeh) war der Nordhäuser Frühlingsball eigentlich schon ordentlich bestückt, doch es ging noch besser. Gegen 23 Uhr schaute auch Ministerpräsident Dieter Althaus rein und genoß nach einer längeren Autofahrt mit seiner Gattin genüsslich die Ballatmosphäre. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden, schließlich müssen die Ball-Verrückten nun wieder bis zum nächsten Frühjahr warten. Trotzdem: Allen, die für die Jubiläumsausgabe verantwortlich gezeichnet hatten, ein riesengroßes Dankeschön. Das sind die Kreishandwerkerschaft Nordthüringen, die Industrie- und Handelskammer, die Werbegemeinschaft und die Altstadt-Initiative.
Ach ja: Und natürlich auch das Team der Autohaus-Peter-Stadthalle. Dem sei gesagt: Auch die 11. Auflage wird es noch erledigen müssen. Selbst bei Vorhandensein von Investoren und Betreibern: Eine Stadthalle lässt sich auch in Nordhausen nicht von heute auf morgen aus dem Boden stampfen.
Autor: nnz
Das Jubiläum (Foto: nnz)
Und das erlebte zur Eröffnung der Jubiläumsausgabe nicht die normalen Reden, sondern den Auftritt eines Promis, der vor vielen Jahrzehnten die Hitparade im deutschen Fernsehen erfunden hatte: Dieter-Thomas Heck begrüßte das Publikum, das ZDF-Urgestein war einer Einladung von Helmut Peter gefolgt. Und Heck bedankte sich denn auch mit einigen Spitzen auf die Immobilienszenerie in Nordhausen und hieß das erlauchte Ball-Publikum in der Autohaus-Peter-Stadthalle willkommen. Warum denn eine solche Stadt noch keine Stadthalle habe, das fragte Entertainer Heck zum Beispiel Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) oder Landrat Joachim Claus (CDU). Beide Kommunalpolitiker zogen sich gekonnt aus der Schlinge und versprachen, sich gemeinsam um die Angelegenheit zu kümmern, zumal Frau Rinke sagte, dass man ein Grundstück hätte und nun nur noch Investoren suche.
Investoren für eine Thüringer Spielbank in Erfurt, die hat das Land Thüringen schon und zahlt denn auch fleißig Miete. Nur: Es kann das Roulett sich nicht drehen, weil es noch keine Tische in den Räumen gibt und sich ein Untersuchungsausschuß darum kümmert. Und Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz war denn auch froh, dass dieses Kapitel Thüringer Politik in das Finanzressort fällt. Dafür gab es zwei Rouletttische in Nordhausen und einen für Black Jack. Die wurden denn mit den ausgegebenen Chips auch fleißig genutzt. Der Sieger im Sammeln konnte sich auf ein Wochenende in einem Maritim-Hotel freuen.
Einen großen Raum nahm zum diesjährigen Frühlingsball das Thema Korn ein. Wenn auch Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) von Amtswegen nicht unbedingt ein Freund des Alkohols sein darf, für den Nordhäuser Doppelkorn spannt er sich schon mal vor den Karren. Und der rollt einem Ziel entgegen: 2007, dem Jahr, in dem in Nordhausen 500 Jahre Kornbrennerei gefeiert werden soll. Auch Dieter-Thomas Heck als bekennender Doppelkorn-Fan wird sich für den Nordhäuser stark machen, das war gestern vereinbart worden.
Gestern Abend war darüber hinaus aber auch noch ein Handwerker geehrt worden: Peter Uhley ist seit 15 Jahren Innungsobermeister des Kraftfahrzeughandwerks und dafür erhielt er vom Thüringer Handwerk eine Urkunde.
In Nordhausen ist ein Quartett ein Muß: Die Rolandgruppe. Obwohl der Roland und die Hexe schon zigmal ihren Abschied erklärt hatten, zum Jubiläumsball schlüpften Sie noch einmal in ihre Kostüme und präsentierten den über 600 Ballgästen ein Sonderprogramm.
Mit zwei Ministern (Reinholz und Zeh) war der Nordhäuser Frühlingsball eigentlich schon ordentlich bestückt, doch es ging noch besser. Gegen 23 Uhr schaute auch Ministerpräsident Dieter Althaus rein und genoß nach einer längeren Autofahrt mit seiner Gattin genüsslich die Ballatmosphäre. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden, schließlich müssen die Ball-Verrückten nun wieder bis zum nächsten Frühjahr warten. Trotzdem: Allen, die für die Jubiläumsausgabe verantwortlich gezeichnet hatten, ein riesengroßes Dankeschön. Das sind die Kreishandwerkerschaft Nordthüringen, die Industrie- und Handelskammer, die Werbegemeinschaft und die Altstadt-Initiative.
Ach ja: Und natürlich auch das Team der Autohaus-Peter-Stadthalle. Dem sei gesagt: Auch die 11. Auflage wird es noch erledigen müssen. Selbst bei Vorhandensein von Investoren und Betreibern: Eine Stadthalle lässt sich auch in Nordhausen nicht von heute auf morgen aus dem Boden stampfen.
