Partnerschaft wurde besiegelt
Nach 28 Jahren endlich geschafft
Freitag, 05. April 2019, 21:00 Uhr
Seit Jahren gibt es zwischen dem Landkreis Nordhausen und dem Landkreis Unterallgäu in Bayern partnerschaftlichen Verbindungen. Heute nun wurde in Rammingen bei Mindelheim ein durchaus historischer Akt vollzogen…
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Unterschrieben (Foto: nnz)
Es muss das Jahr 1991 gewesen sein, aus dem die Anfänge der Partnerschaft zwischen beiden Landkreisen datieren. Und es war dem Umstand geschuldet, dass viele Bayern zu dieser Zeit als Aufbauhelfer nach Thüringen ausschwärmten und beim Etablieren arbeitsfähiger Verwaltungen halfen. Einer von ihnen war Karl Bihler, der ins Innenministerium nach Erfurt delegiert wurde und irgendwann und irgendwie in Kontakt mit dem damaligen Landrat Joachim Claus kam.
Hinzu gesellte sich Georg Dietz, der in Nordhausen im Rechnungsprüfungsamt arbeitete. Eine Partnerschaft kam zustande, die bis heute 35 Begegnungen zählt und immer noch mit einem klitze-kleinen Makel behaftet ist: es gab kein schriftliches Bekenntnis, keinen Vertrag.
Im Rahmen eines Festaktes, der von Landrat Hans-Joachim Weirather eröffnet wurde, konnte eine durchaus positive Bilanz gezogen werden. Unter anderem wurden Azubis zwischen den beiden Landratsämtern ausgetauscht. Erst im März hospitierten drei Mitarbeiter der Sozialhilfeverwaltung des Landratsamtes Nordhausen im Unterallgäu. Und so mutierte die anfängliche Aufbauhilfe zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen zwei funktionierenden Verwaltungen, von der beide Seiten profitieren, führte Weirather aus. Angedacht ist zudem eine Schulpartnerschaft zwischen beiden Landkreisen.
Landrat Matthias Jendricke erinnerte an die Zeit kurz vor der Wende in der DDR, in der er als junger Mensch mittendrin war und auf die er stolz ist, dass der damals friedliche Wandel so möglich war, dass nun – 30 Jahre später - heute dieser Vertrag in Bayern unterzeichnet werden konnte. Zu diesem Zeit stand die Befürchtung im Raum, dass sein Grußwort wieder recht lang andauern würde. Stimmte, nach 20 Minuten waren es der Grüße genug.
Thüringens Infrastrukturministerin und ehemalige Landrätin Birgit Keller beschloss den Reigen der Grußworte an diesem Abend. Sie erinnerte an die zwei Jahre ihrer Tätigkeit im Nordhäuser Landratsamt und an die erste Begegnung mit den Partnern aus Bayern in Nordhausen im Jahr 2012.
Weirather, Jendricke (Foto: nnz)
Im Anschluss wurden die beiden Partnerschaftsurkunden von den Landräten aus Nordhausen und Mindelheim unterschrieben.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red#
Unterschrieben (Foto: nnz)
Es muss das Jahr 1991 gewesen sein, aus dem die Anfänge der Partnerschaft zwischen beiden Landkreisen datieren. Und es war dem Umstand geschuldet, dass viele Bayern zu dieser Zeit als Aufbauhelfer nach Thüringen ausschwärmten und beim Etablieren arbeitsfähiger Verwaltungen halfen. Einer von ihnen war Karl Bihler, der ins Innenministerium nach Erfurt delegiert wurde und irgendwann und irgendwie in Kontakt mit dem damaligen Landrat Joachim Claus kam.
Hinzu gesellte sich Georg Dietz, der in Nordhausen im Rechnungsprüfungsamt arbeitete. Eine Partnerschaft kam zustande, die bis heute 35 Begegnungen zählt und immer noch mit einem klitze-kleinen Makel behaftet ist: es gab kein schriftliches Bekenntnis, keinen Vertrag.
Im Rahmen eines Festaktes, der von Landrat Hans-Joachim Weirather eröffnet wurde, konnte eine durchaus positive Bilanz gezogen werden. Unter anderem wurden Azubis zwischen den beiden Landratsämtern ausgetauscht. Erst im März hospitierten drei Mitarbeiter der Sozialhilfeverwaltung des Landratsamtes Nordhausen im Unterallgäu. Und so mutierte die anfängliche Aufbauhilfe zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen zwei funktionierenden Verwaltungen, von der beide Seiten profitieren, führte Weirather aus. Angedacht ist zudem eine Schulpartnerschaft zwischen beiden Landkreisen.
Landrat Matthias Jendricke erinnerte an die Zeit kurz vor der Wende in der DDR, in der er als junger Mensch mittendrin war und auf die er stolz ist, dass der damals friedliche Wandel so möglich war, dass nun – 30 Jahre später - heute dieser Vertrag in Bayern unterzeichnet werden konnte. Zu diesem Zeit stand die Befürchtung im Raum, dass sein Grußwort wieder recht lang andauern würde. Stimmte, nach 20 Minuten waren es der Grüße genug.
Thüringens Infrastrukturministerin und ehemalige Landrätin Birgit Keller beschloss den Reigen der Grußworte an diesem Abend. Sie erinnerte an die zwei Jahre ihrer Tätigkeit im Nordhäuser Landratsamt und an die erste Begegnung mit den Partnern aus Bayern in Nordhausen im Jahr 2012.
Weirather, Jendricke (Foto: nnz)
Im Anschluss wurden die beiden Partnerschaftsurkunden von den Landräten aus Nordhausen und Mindelheim unterschrieben.
Peter-Stefan Greiner
