Betreutes Wohnen für Verwalter
Dienstag, 15. März 2005, 13:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Sitzungen des Kreis-Finanzausschusses sind mitunter recht locker, selbst in schwierigen Zeiten. Gestern wurde denn auch die Diskussion zum Haushalt der Kreisverwaltung aufgelockert und das Landratsamt mit einem betreuten Wohnen verglichen.
Es soll Martin Höche (CDU) gewesen sein, der kurz vor Sitzungsende den Einwurf machte, daß er sich des Eindrucks nicht entziehen könne, die Kreisverwaltung sei zum betreuten Wohnen für ihre Mitarbeiter übergegangen. Höche konnte denn auch – wie andere Ausschußmitglieder – nicht verstehen, daß in einer Zeit, in der überall gespart wird, die Personalkosten des Landratsamtes um mehr als eine Million Euro klettern müssen. Hinzu kommt ja noch die Tatsache, daß die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr zahlreiche Mitarbeiter an die ARGE abgegeben hatte und die nun nicht mehr den Stellenplan belasten.
Da wird in den Ausschußsitzungen über Einsparbeträge von 20.000 Euro oder 30.000 Euro debattiert, doch an die richtigen Brocken traut sich keiner ran, so sein Vorwurf an die Verwaltung. Auch Personalrat und Gewerkschaft müßten langsam begreifen, daß man an der Behringstraße nicht auf einer Insel der personellen Glückseligkeit lebe.
Nach nnz-Informationen zeigten sich während der gestrigen Sitzung einige Verwaltungsmitarbeiter derart verwirrt, daß der Ausschuß eine Auszeit nehmen mußte. Es ging da zuvor schlicht und ergreifend um die im Haushaltsentwurf eingestellten Weiterbildungskosten. Diese sind wesentlich höher als im Jahr zuvor. Möglich kann dies sein, da Fortbildungen von Mitarbeitern der Kreisverwaltung bei einem Akademischen Zentrum für Weiterbildung in Nordhausen nicht von den Mitarbeitern bezahlt werden müssen - auch nicht anteilig, wie zum Beispiel in der Stadtverwaltung Nordhausen. Das Akademische Zentrum, das nichts weiter ist als ein Zusammenschluß von Fachhochschullehrern, hatte Glück mit seinen Angeboten an die Verwaltungen in Nordthüringen. Ob die Verantwortlichen der Kreisverwaltung denn überhaupt ein Vergleichsangebot einholten - auch das wollten die Mitglieder des Finanzausschusses gern wissen.
Fakt ist für Ausschußvorsitzende Birgit Scholz (CDU) jedoch, daß die Kreisumlage in den nächsten Diskussionswochen mindestens auf das Niveau des vergangenen Jahres gesenkt werden muß, bei der Schulumlage ist dies bereits gelungen. Anfang April wird weiter diskutiert. Bis dahin hat die Kreisverwaltung auch eine exakte Aufstellung der Dienstreisekosten vorzulegen, ähnliches gilt für die Positionen der Weiter- und Fortbildung. Und zwar aufgeschlüsselt nach Kostenstellen und Fachbereichen. Und über das betreute Wohnen möchte nicht nur CDU-Mann Höche noch einmal reden.
Autor: nnzEs soll Martin Höche (CDU) gewesen sein, der kurz vor Sitzungsende den Einwurf machte, daß er sich des Eindrucks nicht entziehen könne, die Kreisverwaltung sei zum betreuten Wohnen für ihre Mitarbeiter übergegangen. Höche konnte denn auch – wie andere Ausschußmitglieder – nicht verstehen, daß in einer Zeit, in der überall gespart wird, die Personalkosten des Landratsamtes um mehr als eine Million Euro klettern müssen. Hinzu kommt ja noch die Tatsache, daß die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr zahlreiche Mitarbeiter an die ARGE abgegeben hatte und die nun nicht mehr den Stellenplan belasten.
Da wird in den Ausschußsitzungen über Einsparbeträge von 20.000 Euro oder 30.000 Euro debattiert, doch an die richtigen Brocken traut sich keiner ran, so sein Vorwurf an die Verwaltung. Auch Personalrat und Gewerkschaft müßten langsam begreifen, daß man an der Behringstraße nicht auf einer Insel der personellen Glückseligkeit lebe.
Nach nnz-Informationen zeigten sich während der gestrigen Sitzung einige Verwaltungsmitarbeiter derart verwirrt, daß der Ausschuß eine Auszeit nehmen mußte. Es ging da zuvor schlicht und ergreifend um die im Haushaltsentwurf eingestellten Weiterbildungskosten. Diese sind wesentlich höher als im Jahr zuvor. Möglich kann dies sein, da Fortbildungen von Mitarbeitern der Kreisverwaltung bei einem Akademischen Zentrum für Weiterbildung in Nordhausen nicht von den Mitarbeitern bezahlt werden müssen - auch nicht anteilig, wie zum Beispiel in der Stadtverwaltung Nordhausen. Das Akademische Zentrum, das nichts weiter ist als ein Zusammenschluß von Fachhochschullehrern, hatte Glück mit seinen Angeboten an die Verwaltungen in Nordthüringen. Ob die Verantwortlichen der Kreisverwaltung denn überhaupt ein Vergleichsangebot einholten - auch das wollten die Mitglieder des Finanzausschusses gern wissen.
Fakt ist für Ausschußvorsitzende Birgit Scholz (CDU) jedoch, daß die Kreisumlage in den nächsten Diskussionswochen mindestens auf das Niveau des vergangenen Jahres gesenkt werden muß, bei der Schulumlage ist dies bereits gelungen. Anfang April wird weiter diskutiert. Bis dahin hat die Kreisverwaltung auch eine exakte Aufstellung der Dienstreisekosten vorzulegen, ähnliches gilt für die Positionen der Weiter- und Fortbildung. Und zwar aufgeschlüsselt nach Kostenstellen und Fachbereichen. Und über das betreute Wohnen möchte nicht nur CDU-Mann Höche noch einmal reden.
