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Klatsche in eigener Halle

Sonntag, 13. März 2005, 16:16 Uhr
Nordhausen (nnz). In der Vorrunde hatte der SVC beim Neuling Oelsnitz unerwartet mit 3:2 verloren. Diese Scharte sollte nun im Rückspiel ausgewetzt werden. Doch es kam ganz anders.


Schon in der Grundaufstellung überraschte Trainer Buchholz. Nicht nach dem Motto „Verändere nie ein siegreiches Team“ ließ er nicht die Sieger von Königstein ran, sondern brachte für Thomas Rzepus den aus der Thüringenliga hochgerückten Mittelblocker Andreas Mann. Weiter waren auf dem Feld Michal Slodicka auf Zuspiel sowie Sören Klause, Daniel Gropp, Alexander Wedler und Dominik Rieger.

Der SVC-Sechser kam nur schwer in Tritt. Von Beginn an lief man ständig einen Rückstand hinterher. Die Aufschläge waren ohne Wirkung, vielfach fast nur über das Netz geworfen oder direkt auf den Libero gespielt eine leichte Sache für die in der Annahme starken Oelsnitzer. Der Block nur ein Schatten und wenn er wirklich mal am Ball war wurde dieser noch unglücklich zum Punktverlust abgefälscht. Im Angriff deutete sich hier schon das spätere Manko an. Nur Wedler und Gropp konnten so halbwegs erfolgreich punkten. Der Satzverlust war nur folgerichtig.

Im zweiten Satz dann ein anderer SVC. Konzentriert ging man die Sache an und profitierte natürlich auch von den Eigenfehlern der Vogtländer. So konnte der SVC zum 1:1 ausgleichen.

Wer nun gedacht hatte es würde alles so weitergehen wurde arg getäuscht. Es lief nichts mehr zusammen. Aus einer unsichern Annahme stellte Slodicka Pässe von den die Angreifer nicht wussten für wen sie eigentlich bestimmt waren. Die Angriffe landeten im Aus oder wurden von den Oelsnitzern abgewehrt und zu eigenen erfolgreichen Angriffen ausgenutzt. Sören Klause bekam überhaupt keinen Angriff mehr zustande und wurde gegen Andre Kretzschmar ausgetauscht. Der machte seine Sache ordentlich, doch in einer desolaten Mannschaft reichte das auch nicht für eine Wende. Die 2:1 Satzführung für Oelsnitz war verdient.

Der vierte Satz war dann fast ein Offenbarungseid. Ohne erkennbare Gegenwehr ergab man sich seinem Schicksal. Von den guten Vorsätzen blieb nichts übrig. Sang- und klanglos ging das Spiel verloren. Was bleibt ist die Hoffnung und der Glaube, dass man nicht zweimal hintereinander so schlecht spielen kann. Denn mit so einer Leistung brauch der SVC nicht nach Jena fahren, sondern kann die Punkte per Post hinschicken.

Statistik: SVC Nordhausen – VSV Oelsnitz 1 : 3; (23:25, 25:18, 22:25, 19:25); Spielzeit: 91 Minuten; Zuschauer: 200
Autor: nnz

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