kurdische Gemeinde feierte Neujahrsfest
Happy Newroz!
Samstag, 23. März 2019, 18:30 Uhr
Willkommen im Jahr 2719! Im Nordhaus wurde heute das kurdische Neujahrsfest Newroz mit viel Musik, Tanz und reichlich gedeckter Tafel gefeiert. Warum die Kurden ihr Neujahr im März feiern, hat die nnz erfahren...
Knapp 120 Leute, jung und alt, kamen heute im Nordhaus zusammen um "Newroz" zu feiern, das traditionelle persische Neujahrsfest. Newroz ist insbesondere bei den Kurden beliebt, wird aber auch in vielen anderen Kulturkreisen zwischen Indien und dem Balkan in unterschiedlicher Form begangen.
"Am 20. März werden die Bergfeuer entzündet, am 21. März kommt man zusammen um miteinander zu feiern", erzählt Nabil Omar, selber syrisch-stämmiger Kurde und über den Horizont Verein Mitorganisator der Feierlichkeiten. Das Fest selbst ist uralt und geht wahrscheinlich auf zoroastrische Traditionen zurück. "Newroz ist für uns auch ein Fest des Friedens und der Freiheit von Tyrannei", erzählt Omar, der Legende nach habe die kurdische Tradition mit dem Schmied Kawa angefangen. Der hatte sein Land von einem despotischen König befreit. Als Signal das die Tat vollbracht und das Land frei war, soll Kawa ein Licht in der Burg des Königs angezündet haben, das von weither zusehen war und über weitere Feuer auf den Berggipfeln weiter verbreitet wurde.
"Wer heute kein offenes Feuer auf einem Berg entzünden kann, dem reicht auch eine Kerze in den eigenen vier Wänden", erzählt Nabil Omar, "der heutige Teil des Festes beginnt mit einer Schweigeminute für diejenigen, die für Frieden und Freiheit ihr Leben gelassen haben, auch das hat Tradition, danach soll es fröhlich zugehen". Laute Musik, bunte Kostüme, viele Tanzeinlagen und gutes Essen gehören auch dazu. "Wir lieben das Leben, darum tanzen wir heute und laden Freunde ein. Wir kommen aus Syrien, der Türkei, Armenien und dem Irak aber wir sprechen alle die gleiche Sprache und leben die gleichen Traditionen. Die Politik und ihre Anführer haben hier heute nichts verloren."
Auf manches muss man in der Fremde aber doch verzichten. Das übliche Theaterstück zum Newroz konnte man bei der zweiten Feier im Landkreis Nordhausen noch nicht auf die Beine stellen und auch die Kostümierungen fallen sonst noch farbenfroher und vielseitiger aus, versichert Herr Omar. Der Feierfreude tat das indes keinen Abbruch.
Angelo Glashagel
Autor: redKnapp 120 Leute, jung und alt, kamen heute im Nordhaus zusammen um "Newroz" zu feiern, das traditionelle persische Neujahrsfest. Newroz ist insbesondere bei den Kurden beliebt, wird aber auch in vielen anderen Kulturkreisen zwischen Indien und dem Balkan in unterschiedlicher Form begangen.
"Am 20. März werden die Bergfeuer entzündet, am 21. März kommt man zusammen um miteinander zu feiern", erzählt Nabil Omar, selber syrisch-stämmiger Kurde und über den Horizont Verein Mitorganisator der Feierlichkeiten. Das Fest selbst ist uralt und geht wahrscheinlich auf zoroastrische Traditionen zurück. "Newroz ist für uns auch ein Fest des Friedens und der Freiheit von Tyrannei", erzählt Omar, der Legende nach habe die kurdische Tradition mit dem Schmied Kawa angefangen. Der hatte sein Land von einem despotischen König befreit. Als Signal das die Tat vollbracht und das Land frei war, soll Kawa ein Licht in der Burg des Königs angezündet haben, das von weither zusehen war und über weitere Feuer auf den Berggipfeln weiter verbreitet wurde.
"Wer heute kein offenes Feuer auf einem Berg entzünden kann, dem reicht auch eine Kerze in den eigenen vier Wänden", erzählt Nabil Omar, "der heutige Teil des Festes beginnt mit einer Schweigeminute für diejenigen, die für Frieden und Freiheit ihr Leben gelassen haben, auch das hat Tradition, danach soll es fröhlich zugehen". Laute Musik, bunte Kostüme, viele Tanzeinlagen und gutes Essen gehören auch dazu. "Wir lieben das Leben, darum tanzen wir heute und laden Freunde ein. Wir kommen aus Syrien, der Türkei, Armenien und dem Irak aber wir sprechen alle die gleiche Sprache und leben die gleichen Traditionen. Die Politik und ihre Anführer haben hier heute nichts verloren."
Auf manches muss man in der Fremde aber doch verzichten. Das übliche Theaterstück zum Newroz konnte man bei der zweiten Feier im Landkreis Nordhausen noch nicht auf die Beine stellen und auch die Kostümierungen fallen sonst noch farbenfroher und vielseitiger aus, versichert Herr Omar. Der Feierfreude tat das indes keinen Abbruch.
Angelo Glashagel

















