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Zeichen gesetzt, Forderungen aufgemacht

Mehr Papierkörbe in die Stadt

Freitag, 15. März 2019, 13:47 Uhr
In Nordhausen erlebt heute der Zukunftsfreitag seine Premiere. Schüler organisierten den ersten "Friday for Future" und rund 250 waren gekommen...

Erster Freitag für die Zukunft in Nordhausen (Foto: nnz) Erster Freitag für die Zukunft in Nordhausen (Foto: nnz)
Musikalisch eingestimmt wurden die Jugendlichen und Erwachsenen mit dem Michael Jackson Klassiker "Heal the World". Danach begrüßte Jan-Niklas Reiche von den Nordhäuser Juso als einer der Organisatoren all jene, die an diesem verregneten Freitag (übrigens heute war schulfrei) den Weg mit oder ohne Plakate ans Rathaus gefunden hatten.

Man wolle hier und heute ein Zeichen setzen für eine bessere Welt, für eine bessere Zukunft. Soweit sein Statement, dann kamen die Forderungen:
  • Alle Staaten dieser Erde, auch die USA, sollten dem Pariser Klimaschutzabkommen beitreten.
  • Europaweit muss der Ausstieg aus der Kohleverstromung und der Atomenergie realisiert werden.
  • Künftig soll es nur noch Strom aus regenerativen Energiequellen geben.
  • Die Plastikmüllflut soll eingedämmt werden, zum Beispiel durch das Verbot von Einwegflaschen.
  • In der Landwirtschaft sollen Pestizide reduziert und Glyphosat verboten werden.
  • In Nordhausen soll man nicht weiter als 300 Meter bis zum nächsten Papierkorb laufen müssen.
  • Es soll keine Neuverritzung in der Gipskarstlandschaft geben und
  • alle Ortsteile sollen mit Radwegen an die Kernstadt angebunden werden.
Erster Freitag für die Zukunft in Nordhausen (Foto: nnz) Erster Freitag für die Zukunft in Nordhausen (Foto: nnz) Trotz der vielen negativen Kommentare, die Menschen über Instagramm, Facebook oder auch in der nnz abgegeben haben, freue sich Reiche über die große Resonanz zum heutigen Aktionstag. "Wir haben ein erstes Zeichen gesetzt, jetzt müsse weiter diskutiert werden", so Reiche in seinem Statement, dem weitere Redner folgten. Den Redebeiträgen soll sich eine Demo durch Nordhausen anschließen. Eine der Regeln dafür: "Bitte werft keinen Müll auf die Straßen!"
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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