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Insolvenzverfahren gegen SRF eröffnet

Montag, 17. September 2001, 09:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor einer Woche ist am Amtsgericht Mühlhausen das Insolvenzverfahren gegen die Südharzer Regionalfernsehen GmbH eröffnet worden. Insolvenzverwalter Carsten Bloß sprach gegenüber der nnz von einem eher „unspektakulären“ Verfahren.


Unspektakulär ist auch die noch vorhandene Masse, an denen sich die Gläubiger „laben“ dürften. Außer einigem Anlagevermögen und kleineren Forderungen könne nicht viel angeboten werden, so Bloß. Der Antrag auf Insolvenz kam vor mehr als einem Jahr von einer Firma, die Studiotechnik für das SRF geliefert hatte. Das SRF soll zum Zeitpunkt seiner kurzen Existenz allerdings keine Lizenz zum Senden gehabt haben, so Bloß, die soll noch bei der damaligen Media-Elektronik GmbH gelegen haben. Nach nnz-Informationen soll auch der damalige Geschäftsführer Karsten Lück eine Lizenz gehabt haben.

Jetzt ist das letzte Kapitel eines regionalen Fernsehens für Nordhausen und Umgebung eingeläutet worden. Die nnz hatte bereits am 18. Oktober des vergangenen Jahres berichtet, dass die Thüringer Landesmedienanstalt dem SRF die Lizenz entzogen hatte. Damals habe man auch noch gehofft, dass sich ein anderer Bewerber finden würde und hatte neu ausgeschrieben. Das hat sich nun jedoch als Trugschluß herausgestellt. Geblieben ist nur eine Werbetafel am Turm der Südharz-Galerie. Sie könnte als Mahnmal eines wirtschaftlich gescheiterten Projektes herhalten.

Mehr Informationen über die Geschichte des SRF und Hintergründe seines Niederganges findet der interessierte nnz-Leser wie immer im Archiv.
Autor: nnz

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