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Gedanken zur Fastenzeit

Mittwoch, 06. März 2019, 11:52 Uhr
Schon fast vergessen, am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Vierzig Tage Fasten oder Verzichten. Viele Zeiten und Feiertage gehören zum christlichen Glauben. Was ist aber mit den anders Gläubigen? Stehen diesen diese Zeiten und Feiertage auch zu? Das fragt sich nnz-Leser Manfred Kappler...

Wir sind ja freie Menschen und können so auch alle selbst entscheiden, wie mir neulich ein netter Mensch in seinem Kommentar mitgeteilt hat. So können sie auch selbst entscheiden, ob sie verzichten möchten, dieses zu lesen oder nicht, dann könnten sie auch auf einen Kommentar verzichten.

Die Fastenzeit steht für; auf Etwas verzichten oder für Umkehr und Änderung. Sie bietet den Menschen die Möglichkeit zum Nachdenken zur eventuellen Umkehr oder Änderung zu kommen. Viele Menschen haben sich für das Neue Jahr eine Änderung vorgenommen. Nun bietet sich hier eine weitere Chance. Wie leicht fällt es uns auf etwas zu verzichten oder zu ändern?

Freitags demonstrieren inzwischen weltweit tausende Schüler für eine Veränderung im Klimaschutz. Sie klagen uns an, weil wir untätig sind und einfach weitermachen. Hier bietet sich die Möglichkeit einer Änderung, eine Änderung der kleinen Schritte. Dieses ist besser als gar nichts zu unternehmen. Wir leben alle über unsere Verhältnisse und verbrauchen mehr als uns zusteht. Machen wir doch mal halt oder einen kleinen Schritt zurück und verzichten wir einfach mal auf irgend Etwas.

So könnten wir zum Beispiel darauf verzichten, die Zigarettenkippen einfach auf die Straße zu werfen, wo diese eigentlich zum Sondermüll zählen. Wir könnten auch darauf verzichten einiges von unserem Abfall einfach durch das Autofenster zur Zierde in den Straßengraben zu werfen. Wir brauchen doch auf eine ordentliche Entsorgung nicht zu verzichten.

Dagegen könnten wir es mal versuchen, 40 Tage ohne Schokolade, oder mal weniger Fleisch oder Wurst auszukommen. Verzichten wir doch beim Einkaufen mal auf die vielen Plasteverpackungen. Es gibt viele Möglichkeiten auf etwas zu verzichten um damit etwas für die Umwelt und den Klimaschutz etwas zu tun.

Sonntags, mal auf das Auto verzichten und zu Fuß raus in die Natur um dort dann das erste frische Grün zu sammeln für einen Frühlingssalat, eine Kräuterbutter oder einen Kräuterlikör. Brennesel, Löwenzahn, Gänseblümchen, frische Erdbeer- und Himbeerblätter und vieles mehr bis hin zu Veilchen und Bärlauch kann man sammeln und verwenden.

Ich höre schon die Stimmen, da haben die Hunde dran gemacht, da wurde doch gespritzt oder Gülle ausgefahren usw. Da kann ich nur Antworten: „was ich einen Anderen zumute kann ich mir auch zumuten.“ Was für unsere Tiere und die Insekten bis hin zur Biene gut ist, sollte für uns auch verwertbar sein? Oder wir sollten hier etwas ändern.

Wenn Sie auf Nichts verzichten möchten, auf Bewegung in freier Natur sollten sie auf keinen Fall verzichten. Denn der erste Weg zur Gesundheit ist der Fußweg. Und ein Spaziergang in der Natur und frischer Luft hat schon manchen Kopf wieder frei werden lassen. Nur nutzen wir diese Möglichkeit oft zu wenig. Die Natur bietet viele Möglichkeiten, oft mehr als wir es War haben wollen oder gar nutzen.

Das wichtigste Gut was wir haben, ist unsere Gesundheit und wie gehen wir oft damit um? Das beste Heilmittel ist unsere Natur, welche für uns noch Kostenfrei zur Verfügung steht. Was ist der Grund weshalb wir die Heilkräfte der Natur so wenig nutzen? Sollten wir nicht öfter mal auf Unwichtiges, wie Fernsehen, langes Surfen oder Telefonieren usw. verzichten? Wir sollten nicht verzichten, auf ein besseres Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Das beinhaltet aber auch einen Verzicht auf eine weitere Zerstörung und Vernichtung von Natur, Landschaft, Umwelt und Klima, was es von uns zu Schützen und zu Pflegen gilt denn wir haben dieses nicht im Doppelpack.

Wer aber auf Nichts verzichten möchte, der könnte ja mal was verschenken. Verschenken sie doch einfach mal 40 Tage lang ihr schönes Lächeln. Sie können auch außer ihrer Freundlichkeit auch Achtung, Rücksichtsname, Verständnis und gegenseitige Hilfe verschenken. Mehr Mitmenschlichkeit und Verzicht auf die Ellenbogen und das eigene Ich. Lach in die Welt und sie lächelt dir zurück.

Jeder Mensch hat die Freiheit so zu handeln und zu leben wie er es für richtig hält. Nur auf Kosten unserer Mitmenschen und der Nachwelt sollten wir eigentlich nicht Leben. Hat nicht Jeder das gleiche Recht auf Leben? Ein kleinwenig Verzicht könnte sich wohl Jeder von uns ohne größeren Verlust leisten? Manchmal ist weniger oft entschieden mehr. Nur den Verzicht auf eine intakte Umwelt und ein stabiles Klima können wir uns nicht leisten.

Diese 40 Tage Fastenzeit gehen auf die Zeit zurück welche Jesus in der Wüste verbracht hat. Hier wiederstand er allen Versuchungen und Verführungen dieser Welt. Können wir den Versuchungen und der vielen Werbung usw. wiederstehen? Irgendwie fallen wir doch mehr oder weniger darauf rein, was auch das Ziel dieser Wegwerfgesellschaft ist. Fangen wir doch mal an und verzichten wir einfach mal auf einiges.

Eine schöne Fastenzeit wünscht Ihnen
Manfred Kappler
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: red

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