Lichtblick
Ein Gottesdienst geht um die Welt
Freitag, 01. März 2019, 07:00 Uhr
Dieser Gottesdienst geht um die Welt. Er folgt dem Lauf der Sonne. Während wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag noch schlafen, finden auf den Fidschi-Inseln und in Neuseeland die ersten Gottesdienste statt. 170 Länder folgen. Mit derselben Feier in jeweils ihrer eigenen Sprache...
Das ist der sogenannte Weltgebetstag. Am ersten Freitag im März wird er rund um den Globus gefeiert. Die Geschichte des Weltgebetstags begann vor mehr als 120 Jahren. Frauen in Nordamerika riefen ihn ins Leben. Eine wichtige Vorkämpferin hierfür war Anne Hutchinson. Sie gehörte zu einer Auswandererfamilie.
Bald nach ihrer Ankunft in Nordamerika lud Anne Frauen aus der Nachbarschaft zu sich nach Hause ein. Satt über Kindererziehung oder Strickmuster zu plaudern, legte sie die Bibel auf den Tisch. Gemeinsam lasen die Frauen einander daraus vor. Die Auslegung der Bibel war jedoch zu jener Zeit nur Männern vorbehalten und darum was Annes Bibelkreis sehr ungewöhnlich, ja sogar ein Skandal. Der Ältestenrat warf sie aus der Kirche.
Zum Schweigen gebracht hat dies die mutige Frau nicht. Freundinnen führten ihre Idee fort. So kam es später zur Weltgebetstagsbewegung der Frauen in den USA. Frauen gründeten damals auch Spendengesellschaften. Das Elend der Armen rüttelte sie auf. Sie waren der Überzeugung: Selbst wenn die Mittel sehr bescheiden sind, kann man gemeinsam Not lindern.
Der Weltgebetstag ist bis heute von beidem geprägt: Neben Bibelauslegung und Lobpreis werden Spenden für konkrete Hilfsprojekte gesammelt. Mittlerweile ist der Weltgebetstag zu einer großen Bewegung geworden. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt.
In Alaska wird der letzte Gottesdienst am Weltgebetstag gefeiert. Dort schließt sich der Kreis. In einem Iglu versammeln sich Frauen. Sie zünden Kerzen an und falten die Hände. Mit demselben Gebetsanliegen wie wir in Deutschland. Oder Frauen auf den Fidschi-Inseln.
In diesem Jahr lädt uns Slowenien ein. Denn Es ist noch Platz, also komm dazu, zum Weltgebetstag in Ihrer Nähe.
Viktoria Rode
Ordinierte Gemeindepädagogin für Religionsunterricht & Familienarbeit
Autor: redDas ist der sogenannte Weltgebetstag. Am ersten Freitag im März wird er rund um den Globus gefeiert. Die Geschichte des Weltgebetstags begann vor mehr als 120 Jahren. Frauen in Nordamerika riefen ihn ins Leben. Eine wichtige Vorkämpferin hierfür war Anne Hutchinson. Sie gehörte zu einer Auswandererfamilie.
Bald nach ihrer Ankunft in Nordamerika lud Anne Frauen aus der Nachbarschaft zu sich nach Hause ein. Satt über Kindererziehung oder Strickmuster zu plaudern, legte sie die Bibel auf den Tisch. Gemeinsam lasen die Frauen einander daraus vor. Die Auslegung der Bibel war jedoch zu jener Zeit nur Männern vorbehalten und darum was Annes Bibelkreis sehr ungewöhnlich, ja sogar ein Skandal. Der Ältestenrat warf sie aus der Kirche.
Zum Schweigen gebracht hat dies die mutige Frau nicht. Freundinnen führten ihre Idee fort. So kam es später zur Weltgebetstagsbewegung der Frauen in den USA. Frauen gründeten damals auch Spendengesellschaften. Das Elend der Armen rüttelte sie auf. Sie waren der Überzeugung: Selbst wenn die Mittel sehr bescheiden sind, kann man gemeinsam Not lindern.
Der Weltgebetstag ist bis heute von beidem geprägt: Neben Bibelauslegung und Lobpreis werden Spenden für konkrete Hilfsprojekte gesammelt. Mittlerweile ist der Weltgebetstag zu einer großen Bewegung geworden. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt.
In Alaska wird der letzte Gottesdienst am Weltgebetstag gefeiert. Dort schließt sich der Kreis. In einem Iglu versammeln sich Frauen. Sie zünden Kerzen an und falten die Hände. Mit demselben Gebetsanliegen wie wir in Deutschland. Oder Frauen auf den Fidschi-Inseln.
In diesem Jahr lädt uns Slowenien ein. Denn Es ist noch Platz, also komm dazu, zum Weltgebetstag in Ihrer Nähe.
Viktoria Rode
Ordinierte Gemeindepädagogin für Religionsunterricht & Familienarbeit
