Vorbereitungen bei Hainrode
Die Kröten kommen
Dienstag, 26. Februar 2019, 15:49 Uhr
Die milden Frühlingstemperaturen locken nicht nur die ersten Besucher in das Teichtal bei Hainrode, auch Kröten und Molche wachen langsam aus ihrem Winterschlaf auf. Umso wichtiger ist es den jährlichen Aufbau der mobilen Amphibienleiteinrichtungen entlang der Straße rechtzeitig abzuschließen...
Vorbereitungen auf die Krötenwanderung bei Hainrode (Foto: LPV)
Dieses Jahr unterstützten Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser sowie der Natura 2000- Station Südharz/Kyffhäuser den seit 1992 ehrenamtlich tätige Amphibienzaunbetreuer Herrn Volkmar Sauerbier bei den Vorbereitungen.
Der ehrenamtliche Arbeitseinsatz war für die Helfer eine willkommene Ergänzung zur täglichen Büroarbeit. Das praktische Arbeiten mit Heckenschere, Spaten und Rechen für den Schutz der Amphibien bereitete allen Beteiligten großen Spaß. Durch die gemeinschaftliche Arbeit wurden 200 Meter Zaunstrecke von Rosen, Schlehen, Weißdorn und allerhand Unrat befreit.
Vor allem durch einwachsende Gehölze kann es zu Schlupfstellen am Zaun kommen. Damit der Krötenzaun seine volle Leitwirkung entfalten kann, ist eine gründliche Vorbehandlung der Zaunstrecke unabdingbar. Außerdem geht erfahrungsgemäß der anschließende Zaunaufbau schneller und effektiver von statten. Für die kommende Woche ist der Aufbau der gesamten Anlage geplant.
Das von dichten Buchenwälder gesäumte Teichtal welches zum Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) Westliche Hainleite/ Wöbelsburg gehört, gilt als eines der bedeutsamsten Amphibienhabitate in Thüringen.
Vorbereitungen auf die Krötenwanderung bei Hainrode (Foto: LPV)
Jährlich können hier entlang der Krötenzäune bis zu 30.000 Individuen verschiedener Arten nachgewiesen werden. Die Amphibien wandern von den angrenzenden Wald- und Offenlandbereichen in die drei Laichgewässer zur Eiablage. Besonders herausragen ist die Population des europaweit geschützten Kammloches im Gebiet. Aber auch Erd- und Geburtshelferkröte sowie Berg- und Teichmolch werden im Gebiet häufig nachgewiesen. Die Hauptwanderzeit der Amphibien richtet vor allem nach der Witterung. Bei Nachtemperaturen über 5 Grad sind erste Wanderaktivitäten zu erwarten. Kommt dann noch Regen hinzu können regelrechte Massenwanderungen auftreten.
Autor: red
Vorbereitungen auf die Krötenwanderung bei Hainrode (Foto: LPV)
Dieses Jahr unterstützten Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser sowie der Natura 2000- Station Südharz/Kyffhäuser den seit 1992 ehrenamtlich tätige Amphibienzaunbetreuer Herrn Volkmar Sauerbier bei den Vorbereitungen.
Der ehrenamtliche Arbeitseinsatz war für die Helfer eine willkommene Ergänzung zur täglichen Büroarbeit. Das praktische Arbeiten mit Heckenschere, Spaten und Rechen für den Schutz der Amphibien bereitete allen Beteiligten großen Spaß. Durch die gemeinschaftliche Arbeit wurden 200 Meter Zaunstrecke von Rosen, Schlehen, Weißdorn und allerhand Unrat befreit.
Vor allem durch einwachsende Gehölze kann es zu Schlupfstellen am Zaun kommen. Damit der Krötenzaun seine volle Leitwirkung entfalten kann, ist eine gründliche Vorbehandlung der Zaunstrecke unabdingbar. Außerdem geht erfahrungsgemäß der anschließende Zaunaufbau schneller und effektiver von statten. Für die kommende Woche ist der Aufbau der gesamten Anlage geplant.
Das von dichten Buchenwälder gesäumte Teichtal welches zum Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) Westliche Hainleite/ Wöbelsburg gehört, gilt als eines der bedeutsamsten Amphibienhabitate in Thüringen.
Vorbereitungen auf die Krötenwanderung bei Hainrode (Foto: LPV)
Jährlich können hier entlang der Krötenzäune bis zu 30.000 Individuen verschiedener Arten nachgewiesen werden. Die Amphibien wandern von den angrenzenden Wald- und Offenlandbereichen in die drei Laichgewässer zur Eiablage. Besonders herausragen ist die Population des europaweit geschützten Kammloches im Gebiet. Aber auch Erd- und Geburtshelferkröte sowie Berg- und Teichmolch werden im Gebiet häufig nachgewiesen. Die Hauptwanderzeit der Amphibien richtet vor allem nach der Witterung. Bei Nachtemperaturen über 5 Grad sind erste Wanderaktivitäten zu erwarten. Kommt dann noch Regen hinzu können regelrechte Massenwanderungen auftreten.
