nnz-Forum:
Noch mehr Parkplätze?
Dienstag, 19. Februar 2019, 10:09 Uhr
nnz-Leser Markus Frey ist Anwohner der Albert- Traeger-Straße und wohnt direkt gegenüber der Sporthalle, die vom Nordhäuser Sportverein, von unseren erfolgreichen Boxern genutzt wird. Doch nun scheint sich ein Problem anzubahnen. Es geht um Parkplätze, schreibt der Frey der nnz...
Da ich die Sportförderung wichtig finde, nehme ich auch gerne die kleinen Unannehmlichkeiten in Kauf, die sich daraus ergeben, wenn die Mitglieder des Vereins im Bereich der Wendeschleife parken oder die Elterntaxis nachmittags die Wendeschleife zuparken, obwohl ein großer, nie voll ausgelasteter öffentlicher Parkplatz keine 90 Schritte von der Sporthalle entfernt liegt.
Die SWG plant jetzt die sicherlich dringende Sanierung der Sporthalle. Für diese Arbeiten soll nun die Grünfläche direkt westlich neben der Sporthalle als Parkfläche für Baufahrzeuge umgewandelt werden. In der Vergangenheit wurden bereits das Dach der Sporthalle saniert, neue Fenster eingebaut und die Fassade gestrichen. Diese Maßnahmen konnten bisher immer ohne die Schaffung zusätzlicher Parkplätze für Baufahrzeuge durchgeführt werden. Selbst bei der umfassenden Grundsanierung unseres Wohnblocks im Jahr 1999 (die Wasserleitungen wurden erneuert, Bäder entkernt, alle Fenster, Heizkörper und Wohnungseingangstüren ausgetauscht, ferner erfolgte die Dämmung der Fassade) musste für das große Aufgebot von Baufahrzeugen kein zusätzlicher Parkraum erschlossen werden.
Sollten über den Umweg der Sanierung der Sporthalle, mit der Einrichtung einer Stellfläche für Baufahrzeuge, erst einmal Tatsachen geschaffen werden, ist der Weg für den von den Boxern gewünschten Parkplatz geebnet. Diese Grünfläche, der ehemalige Hortplatz der Karl-Marx-Schule, sollte aber auf jeden Fall erhalten werden. In den letzten 20 Jahren hat sich die immergrüne Hecke mit ihren Dornen zu einem Schutzraum und Rückzugsgebiet für zahlreiche Singvögel entwickelt.
Auch die Rasenfläche mit den dort vorhandenen Bäumen wird von den Vögeln als Lebensraum gut angenommen und sollte nicht unserer Bequemlichkeit geopfert werden. Die Beseitigung einer Grünfläche und Umwandlung in einen Parkplatz steht nicht im Einklang mit einem ressourcenschonenden Umgang mit unseren Lebensräumen.
2017 wurden im Nordhaus Pläne zur klimagerechten Quatiertsentwicklung Nordhausen Nord vorgestellt. Träger dieser Studie sind die Stadt Nordhausen, die SWG und die Hochschule Nordhausen. Ich hatte 2017 die Möglichkeit, mit den Planern dieser Studie zu sprechen; und eben dieser Bereich, direkt westlich angrenzend an die Turnhalle, wurde als erhaltungswürdige Grünfläche zur Erholung der Anwohner ausgewiesen.
Ich gebe hier jetzt einmal auszugsweise den Inhalt aus dem Rahmenplan Nordhausen Nord, Punkt 2: Handlungsbedarf, eines Berliner Architektenbüros im Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten wieder.
Handlungsbedarf besteht neben den Gebäuden insbesondere in den Freiräumen des Quartiers. Diese sind funktional gestaltet, kaum programmiert, wenig strukturiert und besitzen nur eine geringe Aufenthaltsqualität. Verschärft wird diese Situation durch die hohe Präsenz des ruhenden Verkehrs. Dies gilt im besonderen Maße für die wohnungsnahen Hofräume, welche momentan massiv durch die Nutzung als Stellplatz bestimmt sind.
Weiter unten wird zwar auf einen bestehenden Zielkonflikt bezüglich der Bereitstellung von Stellplatzstellen und Parkraumdruck durch Bewohner hingewiesen, gleichzeitig sprechen die Planer aber auch von einer hohen Dominanz großflächiger Stellplatzanlagen. Die Planer kommen zu dem Schluss, dass ein flächiger Ausbau von Stellplätzen vor dem Hintergrund einer klimagerechten Weiterentwicklung nicht zielführend ist.
Weiterhin wird die konsequente, zeitlich gestaffelte Mehrfachnutzung von vorhandenen Stellplätzen, zum Beispiel des Edeka, des Aldis und des Südharz-Klinikums, vorgeschlagen.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass die Kapazität des großen, öffentlichen Parkplatzes an der Albert-Traeger-Straße nicht ausgeschöpft wird. Es steht somit ausreichend Parkfläche in unmittelbar Nähe zur Sporthalle für Sporttreibende und Besucher zur Verfügung.
Markus Frey, Nordhausen
Da ich die Sportförderung wichtig finde, nehme ich auch gerne die kleinen Unannehmlichkeiten in Kauf, die sich daraus ergeben, wenn die Mitglieder des Vereins im Bereich der Wendeschleife parken oder die Elterntaxis nachmittags die Wendeschleife zuparken, obwohl ein großer, nie voll ausgelasteter öffentlicher Parkplatz keine 90 Schritte von der Sporthalle entfernt liegt.
Die SWG plant jetzt die sicherlich dringende Sanierung der Sporthalle. Für diese Arbeiten soll nun die Grünfläche direkt westlich neben der Sporthalle als Parkfläche für Baufahrzeuge umgewandelt werden. In der Vergangenheit wurden bereits das Dach der Sporthalle saniert, neue Fenster eingebaut und die Fassade gestrichen. Diese Maßnahmen konnten bisher immer ohne die Schaffung zusätzlicher Parkplätze für Baufahrzeuge durchgeführt werden. Selbst bei der umfassenden Grundsanierung unseres Wohnblocks im Jahr 1999 (die Wasserleitungen wurden erneuert, Bäder entkernt, alle Fenster, Heizkörper und Wohnungseingangstüren ausgetauscht, ferner erfolgte die Dämmung der Fassade) musste für das große Aufgebot von Baufahrzeugen kein zusätzlicher Parkraum erschlossen werden.
Sollten über den Umweg der Sanierung der Sporthalle, mit der Einrichtung einer Stellfläche für Baufahrzeuge, erst einmal Tatsachen geschaffen werden, ist der Weg für den von den Boxern gewünschten Parkplatz geebnet. Diese Grünfläche, der ehemalige Hortplatz der Karl-Marx-Schule, sollte aber auf jeden Fall erhalten werden. In den letzten 20 Jahren hat sich die immergrüne Hecke mit ihren Dornen zu einem Schutzraum und Rückzugsgebiet für zahlreiche Singvögel entwickelt.
Auch die Rasenfläche mit den dort vorhandenen Bäumen wird von den Vögeln als Lebensraum gut angenommen und sollte nicht unserer Bequemlichkeit geopfert werden. Die Beseitigung einer Grünfläche und Umwandlung in einen Parkplatz steht nicht im Einklang mit einem ressourcenschonenden Umgang mit unseren Lebensräumen.
2017 wurden im Nordhaus Pläne zur klimagerechten Quatiertsentwicklung Nordhausen Nord vorgestellt. Träger dieser Studie sind die Stadt Nordhausen, die SWG und die Hochschule Nordhausen. Ich hatte 2017 die Möglichkeit, mit den Planern dieser Studie zu sprechen; und eben dieser Bereich, direkt westlich angrenzend an die Turnhalle, wurde als erhaltungswürdige Grünfläche zur Erholung der Anwohner ausgewiesen.
Ich gebe hier jetzt einmal auszugsweise den Inhalt aus dem Rahmenplan Nordhausen Nord, Punkt 2: Handlungsbedarf, eines Berliner Architektenbüros im Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten wieder.
Handlungsbedarf besteht neben den Gebäuden insbesondere in den Freiräumen des Quartiers. Diese sind funktional gestaltet, kaum programmiert, wenig strukturiert und besitzen nur eine geringe Aufenthaltsqualität. Verschärft wird diese Situation durch die hohe Präsenz des ruhenden Verkehrs. Dies gilt im besonderen Maße für die wohnungsnahen Hofräume, welche momentan massiv durch die Nutzung als Stellplatz bestimmt sind.
Weiter unten wird zwar auf einen bestehenden Zielkonflikt bezüglich der Bereitstellung von Stellplatzstellen und Parkraumdruck durch Bewohner hingewiesen, gleichzeitig sprechen die Planer aber auch von einer hohen Dominanz großflächiger Stellplatzanlagen. Die Planer kommen zu dem Schluss, dass ein flächiger Ausbau von Stellplätzen vor dem Hintergrund einer klimagerechten Weiterentwicklung nicht zielführend ist.
Weiterhin wird die konsequente, zeitlich gestaffelte Mehrfachnutzung von vorhandenen Stellplätzen, zum Beispiel des Edeka, des Aldis und des Südharz-Klinikums, vorgeschlagen.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass die Kapazität des großen, öffentlichen Parkplatzes an der Albert-Traeger-Straße nicht ausgeschöpft wird. Es steht somit ausreichend Parkfläche in unmittelbar Nähe zur Sporthalle für Sporttreibende und Besucher zur Verfügung.
Markus Frey, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
