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Superstar im Theater

Donnerstag, 03. März 2005, 15:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Eigentlich hatten die Nordhäuser fest mit den schwedischen Popstars „ABBA“ gerechnet. Daraus wird nun nicht, aber Musikfreunde können sich auf einen echten Superstar freuen. Wer es ist, das erfahren Sie mit einem Klick.



Superstar im Theater (Foto: nnz) Superstar im Theater (Foto: nnz) Der Superstar ist größer als alle, die bisher in gleichnamigen Castingshows gefunden wurden. Sogar unsere Zeitrechnung verdanken wir ihm. In Form des bekannten Musicals von Andrew Lloyd Webber kommt „Jesus Christ Superstar“ ins Nordhäuser Theater. Das Werk des damals erst 23 jährigen Komponisten wurde 1971 auf der Welle der Jesus People Bewegung ein großer Erfolg.

Das Musical zeichnet die letzten sieben Lebenstage von Jesus nach. Die szenische Abfolge entspricht dem biblischen Original. Einiges hatte der Texter Tim Rice verändert, da über die Gefühle der historischen Vorbilder kaum etwas bekannt war. So ist zum Beispiel die Rolle des Judas eine andere. Er warnt Jesus vor Größenwahn und Ruhmsucht und begeht den Verrat aus Freundschaft. Daß er nur das Werkzeug eines noch größeren Plans ist, ahnt er nicht.

„Das Stück ist besonders durch die heutige Situation von Krieg und Terroranschlägen aktueller als je zuvor.“ sagt Regisseurin und Choreografin Iris Limbarth. Sie hatte das Stück zuvor in Wiesbaden inszeniert. Da sie es dadurch sehr gut kannte, kam sie auch mit der eingeschränkten Probensituation zurecht. „Wir hatten zwei echte Proben und zwei ohne Dekoration.“ berichtet sie.

Das Musical soll besonders jüngere Besucher ansprechen. Dekoration und Kostüme von Elisabeth Stolze-Bley sind passend zur aktuellen Mode gestaltet, unter Berücksichtigung der symbolischen Farbaussagen. Jesus trägt helle Farben, während sein Gegenspieler Judas schwarz gekleidet ist. Das Bühnenbild gleicht einer zerstörten Straße in Palästina.

Auch die Darsteller sind jung. Das Theater Nordhausen konnte einige Gäste verpflichten, die bei dieser Produktion ihren ersten professionellen Auftritt haben werden. Die meisten von ihnen sind oder waren Studenten der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

In der Titelrolle ist Rob Pitcher zu erleben. Der Sänger stammt aus Ohio, lebt aber bereits einige Zeit in Deutschland. Er spielte und sang unter anderem „Das Phantom der Oper“ in Hamburg. In Nordhausen ist er zum ersten Mal ein festes Engagement eingegangen. Die musikalische Leitung obliegt Joseph R. Olefirowicz, der unter anderem musikalischer Direktor des Musicals „Starlight Express“ in Bochum war.

Die Premiere am 18. März um 19.30 Uhr ist fast ausverkauft. Restkarten sind eventuell noch an der Abendkasse zu bekommen. Weitere Aufführungen sind am 20. März um 19.30 Uhr und am 23. März um 15.00 Uhr. Der Vorverkauf läuft bereits. Ein Einführungsmatinee findet am 06. März um 11.00 Uhr im Foyer des Theaters statt.
Autor: wf

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