Die Nummer 1 ist da
Donnerstag, 03. März 2005, 12:17 Uhr
Die Nummer 1 ist da (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Auch in diesem Jahr werden die Nordhäuser Nachrichten aufgelegt. Jetzt ist die Nummer 1 dieses Jahres erschienen. Die nnz-Redaktion durfte schon mal darin blättern...Ab sofort ist in der Stadtinformation Nordhausen und im Buchhandel das neue Heft der Nordhäuser Nachrichten erhältlich. Das sagte jetzt Manuela Schmidt vom Stadtarchiv. Eine Zeichnung von Karl Bornträger auf der Titelseite des vom Stadtarchiv herausgegebenen Heftes zeigt diesmal die Ruine der Petri-Kirche auf dem Petersberg.
Am 3. und 4. April dieses Jahres gedenkt die Stadt Nordhausen der 8800 Toten und der Zerstörung der Stadt durch die beiden britischen Luftangriffe vor 60 Jahren. Dr. Manfred Schröter stellt ein bisher unbekanntes Zeitdokument vor, das besser als jeder Bericht, die Gefühle und Empfindungen der Menschen damals widerspiegelt, und gleichzeitig eine Brücke schafft zur Vorgeschichte und Ursache der Zerstörung der alten Stadt Nordhausen.
Kurt Herrmann, ein ehemaliger Nordhäuser, der als Jude 1938 in die USA emigrierte und 1942 zur Armee einberufen wurde, kehrt als Soldat der 3. US-Army wieder nach Nordhausen zurück, um sich hier über das Schicksal seiner Eltern zu erkundigen. Der Empfänger dieses Briefes war der Arzt Dr. Jonas Stern, der ebenfalls 1939 in die USA emigrierte und auch am Schicksal seiner Eltern interessiert war. Seine Bestürzung über das Ausmaß der Bombardierung und die Beschreibung der alten Straßenzüge teilte er am Abend des 17. April 1945 seinem Freund Joni mit. Das erschütternde und beeindruckende Zeitdokument wird noch untermauert durch viele von Kurt Herrmann selbst fotografierten Aufnahmen aus dem zerstörten Nordhausen.
Der Leser findet des Weiteren einen Beitrag von Rainer Hellberg, der einen Überblick über die Ereignisse und Maßnahmen gibt, die in Vorbereitung und Durchführung der Landesgartenschau von 1998 bis 2004 stattgefunden haben. Und Gisela Buttgereit erinnert an den 80. Geburtstag von Horst Köhler in der gehaltenen Laudatio auf den Jubilar.
Heike Carstensen arbeitet zurzeit an der Dissertation zur Malerin und Grafikerin Julie Wolfthorn (1864–1944). Da die Künstlerin sich u. a. auch in Nordhausen aufgehalten hat, und hier mit der Familie Rausch befreundet war, hofft Frau Carstensen über die Nordhäuser Nachrichten noch weitere Informationen über diese Künstlerin aus dem Raum Nordhausen zu erhalten.
