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GmbH in vorgestellter Form wird auch in Neustadt mehrheitlich abgelehnt

Donnerstag, 12. Oktober 2000, 10:48 Uhr

Neustadt (nnz). Der nnz-Beitrag zur Entwicklung des Toursimus in der Südharz-Region ist auf ein breites Interesse gestoßen. So erhielt nnz die Information, daß das vorgelegte Konzept einer künftigen GmbH nicht nur von der Mehrheit des Ilfelder Gemeinderates, sondern auch von einem Großteil des Neustädter Gemeinderates abgelehnt wird.
"Die Neustädter Gemeinderäte sind nicht gegen die Weiterentwicklung des Tourismus, auch nicht gegen den Weg, der eventuell in eine GmbH münden wird, wir sind gegen die im Konzept aufgezeigten finanziellen Belastungen", so ein Gemeinderat aus Neustadt zur nnz.
So sollen nach nnz-Informationen Neustadt und Ilfeld jeweils 120.000 Mark im Jahr in die Gesellschaft einbringen. Das allerdings sei wegen der finanziellen Situation beider Kommunen derzeit nicht machbar. Im Konzept sei vorgesehen, daß in Neustadt und Ilfeld eine Fremdenverkehrsabgabe beschlossen werden muß. Zusätzlich müsse der Ilfelder Gemeinderat die Erhebung einer Kurtaxe beschließen. Allein aus der Fremdenverkehrsabgabe für Neustadt sollen 70.000 Mark in die GmbH fließen. Das allerdings wollen die Neustädter Gemeinderäte den Gewerbetreibenden des Ortes nicht zumuten.
Sollte der Weg zu einer Tourismus-GmbH weiter beschritten werden, dann sollten sich auch die Hotels und Pensionen daran beteiligen. Sie seien schließlich die wesentlichen Profiteure der weiteren Tourismusentwicklung, so der Gemeinderat gegenüber nnz.
Autor: psg

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