Wer wusste wann was?
Mittwoch, 02. März 2005, 12:13 Uhr
Heringen (nnz). Seit dem vergangenen Jahr ist Fritz Helbing Bürgermeister in Heringen. Seit diesem Jahr hat der parteilose Mann ein Problem. Da geht es um Verträge und um Verschwiegenheit...
Fritz Helbing hatte sich in den vergangenen Tagen an die Kommunalaufsicht des Landkreises Nordhausen gewandt. Er bittet um Prüfung, ob nicht etwa Mitglieder des Heringer Stadtrates gegen ihre Verschwiegenheitspflicht verstoßen hätten. Dabei, so berichtete die nnz bereits, pfiffen die pikante Angelegenheit mit dem Heizhaus die Spatzen von den Heringer Dächern. Immer wenn es kompliziert in den Verwaltungen wird, dann sollen die sonst ach so gläsernen Rathäuser zugemauert werden.
Nun aber gab es in der vergangenen Woche eine öffentliche Stadtratssitzung. Dabei soll nach nnz-Informationen ein ehemaliger Stadtrat während der Bürgerfragestunde klar gemacht haben, dass der Verkauf des Heizhauses an ein Unternehmen notwendig gewesen sei, um die Turnhalle mit zu finanzieren. Das aber ist eigentlich weit hergeholt. Bereits im Jahr 1999 gab es im Heringer Stadtrat einen Beschluß zu einer Verpflichtungsermächtigung zur Cofinanzierung von insgesamt 220.000 Euro für den Bau der neuen Zweifelderhalle. Das Vorhaben war damit über mehrere Jahresscheiben hinweg solide im Vermögenshaushalt durchfinanziert.
Der Kaufvertrag war aber erst am 25. Juni 2004, zwei Tage vor der Kommunalwahl, abgeschlossen worden. Interessant für den eingesetzten Untersuchungsausschuss ist deshalb insbesondere die Frage, wann nun der Mietvertrag unterschrieben wurde, weil ja die Miete für das komplette Jahr 2004 gezahlt wurde?
Und hier kommt nun auch der neue Bürgermeister namens Fritz Helbing ins Spiel. Der erklärte nach Informationen der nnz am 4. Februar 2005, dass er erst einen Tag zuvor Kenntnis von dem Mietvertrag gehabt hätte. Doch schon vorher wurde eine Anweisung zur Zahlung der Jahresmiete unterschrieben. Was also wusste der Heringer Bürgermeister und was nicht? Und das der Stadtrat in der Goldenen Aue auch nicht wusste, dass da 23.500 Euro gezahlt wurden, das ist faktisch schon Tradition in Heringen.
Weitergehende Informationen zur Heizhaus-Affäre: (1) und (2).
Autor: nnzFritz Helbing hatte sich in den vergangenen Tagen an die Kommunalaufsicht des Landkreises Nordhausen gewandt. Er bittet um Prüfung, ob nicht etwa Mitglieder des Heringer Stadtrates gegen ihre Verschwiegenheitspflicht verstoßen hätten. Dabei, so berichtete die nnz bereits, pfiffen die pikante Angelegenheit mit dem Heizhaus die Spatzen von den Heringer Dächern. Immer wenn es kompliziert in den Verwaltungen wird, dann sollen die sonst ach so gläsernen Rathäuser zugemauert werden.
Nun aber gab es in der vergangenen Woche eine öffentliche Stadtratssitzung. Dabei soll nach nnz-Informationen ein ehemaliger Stadtrat während der Bürgerfragestunde klar gemacht haben, dass der Verkauf des Heizhauses an ein Unternehmen notwendig gewesen sei, um die Turnhalle mit zu finanzieren. Das aber ist eigentlich weit hergeholt. Bereits im Jahr 1999 gab es im Heringer Stadtrat einen Beschluß zu einer Verpflichtungsermächtigung zur Cofinanzierung von insgesamt 220.000 Euro für den Bau der neuen Zweifelderhalle. Das Vorhaben war damit über mehrere Jahresscheiben hinweg solide im Vermögenshaushalt durchfinanziert.
Der Kaufvertrag war aber erst am 25. Juni 2004, zwei Tage vor der Kommunalwahl, abgeschlossen worden. Interessant für den eingesetzten Untersuchungsausschuss ist deshalb insbesondere die Frage, wann nun der Mietvertrag unterschrieben wurde, weil ja die Miete für das komplette Jahr 2004 gezahlt wurde?
Und hier kommt nun auch der neue Bürgermeister namens Fritz Helbing ins Spiel. Der erklärte nach Informationen der nnz am 4. Februar 2005, dass er erst einen Tag zuvor Kenntnis von dem Mietvertrag gehabt hätte. Doch schon vorher wurde eine Anweisung zur Zahlung der Jahresmiete unterschrieben. Was also wusste der Heringer Bürgermeister und was nicht? Und das der Stadtrat in der Goldenen Aue auch nicht wusste, dass da 23.500 Euro gezahlt wurden, das ist faktisch schon Tradition in Heringen.
Weitergehende Informationen zur Heizhaus-Affäre: (1) und (2).
