Neue Ausstellung in der KSK-Galerie
Tina Wohlfarths Sichtfeld
Mittwoch, 30. Januar 2019, 06:36 Uhr
Vor knapp einem Jahr hatte Dr. Wolfgang Pientka, langjähriger Vorsitzender des Kunsthaus Meyenburg Fördervereins, im Rahmen der Grafikpreisverleihung der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung lobende Worte für sie: Sie ist ganz Künstlerin und Mensch. Die Rede ist von Tina Wohlfarth, die seit Dienstagabend mit ihrer Kunst in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen vertreten ist. Die nnz war vor Ort...
Tina Wohlfahrt stellt in der Galerie der Kreissparkasse aus (Foto: Georg Backhaus)
Die 1978 in Saalfeld an der Saale geborene Tina Wohlfarth ist schon etwas besonderes. Dem allgegenwärtigen Mainstream kann sie nichts abgewinnen. Vielmehr lebt und arbeitet sie nach dem Motto: Ich male, was ich bin.
Zwar ist sie noch immer experimentierend unterwegs. Doch hat sie längst ihre eigene Handschrift entwickelt. Dieter Hoefer verwies denn auch in seiner Laudatio auf ihr Meisterschüler-Studium im Fach Druckgrafik bei Prof. Elke Hopfe und Prof. Martin Honert an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden. Sie hätten Tina Wohlfarth zum Sehen gebracht.
Bei Reisen nach Schweden, Finnland, Kanada und den USA hat sich ihr jetziger künstlerischer Stil herauskristallisiert hat. Vor allem ihr Aufenthalt in Cleveland (Bundesstaat Ohio) habe sie nachhaltig geprägt. Es ist ihre Gabe, sehen zu können, was andere nicht sehen, so der Laudator.
Hoefer ging auch auf die Entstehung ihrer Kunst ein. Die zumeist großformatigen Werke, insbesondere die Porträts, sind in der heute selten anzutreffenden Mezzotinto-Technik (Mezzotintokombination) ausgeführt. Bei vielen anderen müsse alles immer schnell gehen. Doch sie lässt sich Zeit. Korrekturen sind da kaum möglich, beschreibt der Laudator Tina Wohlfarths Art, Kunst entstehen zu lassen.
Wohlfarth hat ein Lebensmott, das da heißt: Der Mensch ist dem Menschen das Interessanteste. In der Tat besitzt sie die Gabe, sich auf ihre Weise mit der physischen und psychischen Darstellung des Menschen auseinanderzusetzen, auch wenn das nicht immer gleich zu erkennen ist. Sie macht es sich halt nicht leicht - und dem Betrachter ebenfalls nicht. Doch es lohnt sich, in ihre Kunst einzutauchen.
Die musikalische Einstimmung auf die neue Ausstellung übernahmen an diesem Abend Magdalena Charlotte Uhl (Cello), Leonard Ose (Klarinette) sowie Kuniko Kobayashi und Jonas-Christopher Boltze (beide elektrisches Klavier). Mit beschwingten Klängen begeisterten sie gleich mehrfach und beinahe in Konzertlänge das anwesende Publikum, das wiederum mit herzlichem Applaus dafür dankte.
Die Präsentation Sichtfeld ist bis zum 15. März 2019 in der KSK-Galerie, Montag bis Freitag von 08 bis 18 Uhr, zu sehen.
Georg Backhaus
Autor: red
Tina Wohlfahrt stellt in der Galerie der Kreissparkasse aus (Foto: Georg Backhaus)
Die 1978 in Saalfeld an der Saale geborene Tina Wohlfarth ist schon etwas besonderes. Dem allgegenwärtigen Mainstream kann sie nichts abgewinnen. Vielmehr lebt und arbeitet sie nach dem Motto: Ich male, was ich bin.
Zwar ist sie noch immer experimentierend unterwegs. Doch hat sie längst ihre eigene Handschrift entwickelt. Dieter Hoefer verwies denn auch in seiner Laudatio auf ihr Meisterschüler-Studium im Fach Druckgrafik bei Prof. Elke Hopfe und Prof. Martin Honert an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden. Sie hätten Tina Wohlfarth zum Sehen gebracht.
Bei Reisen nach Schweden, Finnland, Kanada und den USA hat sich ihr jetziger künstlerischer Stil herauskristallisiert hat. Vor allem ihr Aufenthalt in Cleveland (Bundesstaat Ohio) habe sie nachhaltig geprägt. Es ist ihre Gabe, sehen zu können, was andere nicht sehen, so der Laudator.
Hoefer ging auch auf die Entstehung ihrer Kunst ein. Die zumeist großformatigen Werke, insbesondere die Porträts, sind in der heute selten anzutreffenden Mezzotinto-Technik (Mezzotintokombination) ausgeführt. Bei vielen anderen müsse alles immer schnell gehen. Doch sie lässt sich Zeit. Korrekturen sind da kaum möglich, beschreibt der Laudator Tina Wohlfarths Art, Kunst entstehen zu lassen.
Wohlfarth hat ein Lebensmott, das da heißt: Der Mensch ist dem Menschen das Interessanteste. In der Tat besitzt sie die Gabe, sich auf ihre Weise mit der physischen und psychischen Darstellung des Menschen auseinanderzusetzen, auch wenn das nicht immer gleich zu erkennen ist. Sie macht es sich halt nicht leicht - und dem Betrachter ebenfalls nicht. Doch es lohnt sich, in ihre Kunst einzutauchen.
Die musikalische Einstimmung auf die neue Ausstellung übernahmen an diesem Abend Magdalena Charlotte Uhl (Cello), Leonard Ose (Klarinette) sowie Kuniko Kobayashi und Jonas-Christopher Boltze (beide elektrisches Klavier). Mit beschwingten Klängen begeisterten sie gleich mehrfach und beinahe in Konzertlänge das anwesende Publikum, das wiederum mit herzlichem Applaus dafür dankte.
Die Präsentation Sichtfeld ist bis zum 15. März 2019 in der KSK-Galerie, Montag bis Freitag von 08 bis 18 Uhr, zu sehen.
Georg Backhaus


















