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Ex-Bürgermeister vor Gericht

Dienstag, 01. März 2005, 08:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen muß sich ein ehemaliger Bürgermeister aus dem Landkreis Nordhausen vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 57jährigen Untreue vor. Einzelheiten wie immer mit einem Klick.


Karlheinz Brandt war in den 90er Jahren Bürgermeister in Kleinfurra. Erst hauptamtlich, dann ehrenamtlich. In diesen Jahren soll der Mann mehrere Planungsaufträge ausgelöst haben, die es in sich hatten. Bei einem Projekt, so die Staatsanwaltschaft, hätte sich die Gemeinde auch übernommen, das Vorhaben sei überdimensioniert gewesen. Letztlich wurde es auch nicht ausgeführt, die Gemeinde saß allerdings auf einem Forderungsberg seitens des Planungsbüros von über 3.600 DM. Erschwerend für Brandt kommt noch hinzu, dass er für den Auftrag keinen Beschluß des Gemeinderates eingeholt hatte.

Ähnlich die Verfahrensweise auch bei dem zweiten Vorwurf. Kein Gemeinderatsbeschluß, keine Finanzierung – aber dennoch ein Auftrag an ein Planungsbüro. Diesmal wurden Honoraransprüche in Höhe von fast 20.000 DM geltend gemacht. Juristen sprechen in diesen Fällen von Untreue, begangen in einer Funktion als Amtsträger. Im Juni des Jahres 2003 war gegen Karl-Heinz Brandt ein Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 60 Euro ergangen. Sein Verteidiger hatte jedoch dagegen Einspruch eingelegt, über den nunmehr morgen das Schöffengericht in Mühlhausen zu befinden hat.
Autor: nnz

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