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31 Fragen zur Beantwortung

Freitag, 14. September 2001, 11:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Stadtgespräche zum Thema Landesgartenschau haben in Nordhausen bereits Tradition. Damit wollen die Stadtverwaltung und die LGS-GmbH Transparenz in die Planungen vermitteln. So auch am Dienstagabend.


Beim Stadtgespräch zum ersten Mal dabei auch die neu formierte Bürgerinitiative „PRO Nordhausen“. Deren Vertreter wollten einen Fragenkatalog vorlesen. Verbunden war dieser Vortrag vermutlich mit einer sofortigen Beantwortung. Nun liegen der nnz die insgesamt 31 Fragen vor. Das Fragenspektrum reichte dabei von der Einbeziehung des weltweiten Agenda-21-Prozesses über Art und Weise eines Energie- und Beleuchtungskonzeptes auf verschiedenen Plätzen bis hin zu einem einstmals angedachten Messegelände für die Stadt Nordhausen.

Sicher, die Vertreter der LGS hätten diese Fragen beantworten können, doch das hätte vermutlich den Zeitrahmen dieser Veranstaltung gesprengt. Die Anzahl der Fragen und deren Inhalt bescheinigen der Bürgerinitiative eine intensive Beschäftigung mit der Landesgartenschau. Aber, es tauchen viele Fragen in der Liste auf, die in den Nordhäuser Medien über Jahre hinweg bereits eingehend beantwortet wurden. So zum Beispiel mit der Absage des Baus von Messehallen hinter dem Bahnhof. Vielleicht hätten sich die Initiatoren der BI schon einige Zeit vorher mit den Planungen zur Landesgartenschau beschäftigen müssen?

Nun hat die BI in jüngster Zeit immer wieder verlauten lassen, dass man sich in die Planungen einbringen wolle. Mit eigenen Gedanken, Ideen und Vorschlägen. Sieht man sich allerdings die Präambel an, dann geht es vermutlich nur um Kritik. Da ist von „unbedachten Planungen und Umgestaltungen“ die Rede, eine „anhaltende Verunstaltung unseres Stadtbildes durch Fehlgestaltung“ müsse gestoppt werden.

Stopp der Planungen!, das ist es vermutlich. Sicher, nicht alles bislang Sichtbare kann auf eine uneingeschränkte Sympathiebekundung treffen, natürlich sind bislang auch Fehler gemacht worden. Doch wären andere Planer oder Architekten, hier vor allem vermutlich Nordhäuser Büros, wirklich besser oder fehlerfrei gewesen? Die Bürgerinitiative will „Probleme verdeutlichen“. Einige Fragen seien erlaubt: Wessen Probleme sind das eigentlich, wer charakterisiert die bisherigen Planungen als „anhaltende Verunstaltung? Wem nutzt ein Planungsstopp? Geht es letztlich nicht auch um wirtschaftliche Interessen?
Autor: nnz

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