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Noch viel zu tun

Montag, 28. Februar 2005, 17:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war Super-Minister Wolfgang Clement (SPD), der bei der Diskussion im Vorfeld von Hartz IV jedem arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren ein Angebot versprochen hatte. Dieses Versprechen war in das SGB II gegossen worden. Doch ist dieses Versprechen auch erfüllt? Die nnz fragte nach...


Mit der Einführung des 2. Sozialgesetzbuches besteht für Jugendliche unter 25 Jahren der grundsätzliche Anspruch und die Verpflichtung eine Arbeit, eine Ausbildung oder eine Arbeitsgelegenheit aufzunehmen. „Für den Landkreis Nordhausen sind nach den derzeitigen Erhebungen 870 junge Menschen zwischen 18. Jahren und 25 Jahren als hilfebedürftig registriert“, führt ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller aus. Nachdem die Erfassung nun abgeschlossen sei gilt es, nun verstärkt die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen zu sichern. Ob schon einigen Jugendlichen geholfen wurde, darüber schweigt sich Müller immer noch aus, dafür ist in einer Pressemitteilung der ARGE zu lesen:

„In den nächsten Wochen bis Ende März wird jeder betroffene Jugendliche von den Mitarbeitern der Fallmanagements zu einer Erstberatung geladen. Dabei geht es darum, die Maßnahmen für eine verbesserte Integration festzulegen. Die Integrationsleistungen werden nach Vermittlung, Beratung und Betreuung unterschieden und im Einzelfall vereinbart.“

Hugo Villmow und Udo Volland, die Fallmanager im Jugendbereich setzen sich als Ziel, in den Eingliederungsvereinbarungen eine Standortbestimmung durchzuführen und daraus schlussfolgernd weitere Schritte zum Abbau von Vermittlungshemmnissen festzulegen. Beide Fallmanager weisen darauf hin, dass den Einladungen zu folgen ist, da sich ansonsten schon aus der Nichtbeachtung Sanktionen ergeben können.

Das ist alles andere als zufriedenstellend, was die ARGE im Landkreis Nordhausen bis dato geleistet hat. Anders sieht es das im Nachbarlandkreis Eichsfeld aus. Die Kreisverwaltung in Heiligenstadt hatte sich für das so genannte Optionsmodell ausgesprochen. Der Sozialdezernent des Landkreises Eichsfeld, Eberhard Liesaus, sagte in diesen Tagen dem MDR THÜRINGEN-JOURNAL, der Kreis habe fast 40 Prozent seiner knapp 840 arbeitslosen Jugendlichen in Trainingsmaßnahmen oder Ein-Euro-Jobs vermittelt. Ähnlich gut soll die Vermittlungsquote auch in Jena sein, auch dort wird optiert.
Autor: nnz

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