Bürger des Südharzes haben kein Verständnis für Gipsabbau am Kuhberg
Mittwoch, 11. Oktober 2000, 15:38 Uhr
Niedersachswerfen (nnz). Der Arbeitskreis "Gipskarst Südharz" stellte gestern das Raumordnungsverfahren (ROV) zum geplanten Gipsabbau am "Kuhberg" vor. In die "Südharzklause" waren über 200 Bürger der betroffenen Gemeinden und anliegender Kommunen gekommen.
Das Unternehmen "BPB Formula GmbH" aus Walkenried beabsichtigt, auf einer Fläche von 9,5 Hektar Gips abzubauen und nach Walkenried zur Weiterverarbeitung zu transportieren. Das bedeutet nach Einschätzung des Arbeitskreises ein Verkehrsaufkommen von vier Transporten je Stunde von Harzungen nach Niedersachswerfen und dann über Gudersleben nach Walkenried.
Sollte am Kuhberg mit dem Abbau begonnen werden, dann würde ein 16 Meter tiefes Loch in die einmalige Landschaft des Südharzes gerissen werden. Dieses kann aber nicht wieder gänzlich aufgefüllt werden, da eine Verfüllung laut Raumordnungsverfahren mit Fremdstoffen nicht gestattet sei. Im ROV wird eingeschätzt, daß es bei den Transporten zu keiner übermäßigen Lärmbelästigung für die Bürger der Gemeinden kommen. Zugrunde gelegt wurden allerdings Zahlen aus dem Jahr 1995.
Die Bürger der Gemeinden, die Landwirte und Verbände haben sich gestern gegen das Vorhaben ausgesprochen. Sie plädieren dafür, daß die Gipskarstlandschaft für die kommenden Generationen erhalten bleibt, und daß sich die jetzigen Generationen ihre Lebensqualität erhalten können. "Den vollmundigen Versprechungen der Gipsindustrie bezüglich Renaturierung werde im Südharz schon lange kein Glauben mehr geschenkt. Zu oft seien die Menschen bereits enttäuscht worden", sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises Gipskarst, Gabriela Sennecke, der nnz.
Autor: psgDas Unternehmen "BPB Formula GmbH" aus Walkenried beabsichtigt, auf einer Fläche von 9,5 Hektar Gips abzubauen und nach Walkenried zur Weiterverarbeitung zu transportieren. Das bedeutet nach Einschätzung des Arbeitskreises ein Verkehrsaufkommen von vier Transporten je Stunde von Harzungen nach Niedersachswerfen und dann über Gudersleben nach Walkenried.
Sollte am Kuhberg mit dem Abbau begonnen werden, dann würde ein 16 Meter tiefes Loch in die einmalige Landschaft des Südharzes gerissen werden. Dieses kann aber nicht wieder gänzlich aufgefüllt werden, da eine Verfüllung laut Raumordnungsverfahren mit Fremdstoffen nicht gestattet sei. Im ROV wird eingeschätzt, daß es bei den Transporten zu keiner übermäßigen Lärmbelästigung für die Bürger der Gemeinden kommen. Zugrunde gelegt wurden allerdings Zahlen aus dem Jahr 1995.
Die Bürger der Gemeinden, die Landwirte und Verbände haben sich gestern gegen das Vorhaben ausgesprochen. Sie plädieren dafür, daß die Gipskarstlandschaft für die kommenden Generationen erhalten bleibt, und daß sich die jetzigen Generationen ihre Lebensqualität erhalten können. "Den vollmundigen Versprechungen der Gipsindustrie bezüglich Renaturierung werde im Südharz schon lange kein Glauben mehr geschenkt. Zu oft seien die Menschen bereits enttäuscht worden", sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises Gipskarst, Gabriela Sennecke, der nnz.
