Außerordentliche Vertreterversammlung
Rückkauf von 757 Wohnungen beschlossen
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 09:40 Uhr
Gestern kamen die Vertreter der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) zu einer außerordentlichen Versammlung zusammen. Für 21 in diesem Jahr neu gewählte Vertreter war dies somit die erste Vertreterversammlung...
Vertreterversammlung der WBG Südharz (Foto: WBG)
Die Aufsichtsratsvorsitzende der WBG, Simone Rappe, erläuterte, dass die Zusammenkunft nötig wurde, weil ein wichtiger zu fassender Beschluss bereits im kommenden Frühjahr umgesetzt werden soll. Die Vertreter genehmigten einstimmig die Rückübertragung von 757 Wohnungen, die vor 20 Jahren privatisiert werden mussten.
Hintergrund der damaligen Übertragung dieser Bestände in Form eines sogenannten Sale and Lease Back - Modells an das dafür eigens gegründete Tochterunternehmen, der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Nordhausen mbH, war die Erfüllung der Auflagen des Altschuldenhilfegesetzes. Damit konnten die DDR-Altschulden der Genossenschaft um 50 Prozent entlastet werden, was einer Summe von mehr als 24 Millionen Euro entsprach. Nach dem Leasing in den vergangenen 20 Jahren werden diese Wohnungsbestände im nächsten Jahr in die WBG Südharz zurückgeführt.
Nach der Beschlussfassung ging die Versammlung der 65 anwesenden gewählten Vertreter in das traditionelle Vertreter-Forum über. Das entspricht einer Teilnahmequote von 89 Prozent. Hier informierten die WBG-Vorstände Steffen Loup und Sven Dörmann unter anderem über die Realisierung der diesjährigen Investitionen in den genossenschaftlichen Wohnungsbestand in Höhe von rund neun Millionen Euro. Konstatiert wurde, dass bis auf wenige Restarbeiten alle Vorhaben in diesem Jahr abgearbeitet wurden.
Mit Blick auf das kommende Jahr wird im investiven Bereich die Fortführung der zweiten Sanierungswelle des Wohnungsbestandes im Mittelpunkt stehen. Der Fokus der Arbeiten richtet sich auf den Austausch von Sanitärleitungen sowie auf den Beginn des Neubauvorhabens der Genossenschaft an der Ecke Stolberger Straße/Richard-Wagner-Straße. Hier sollen 15 mietpreisgebundene Sozialwohnungen entstehen, deren Bau mit Fördermitteln des Landes unterstützt werden kann.
Weiterhin informierte der Vorstand der Genossenschaft über ein neues Service-Angebot. Unter dem Label WBG-Energie” werden ab dem 1. Januar 2019 der Gemeinschaftsstrom und die zentralen Gas-Anlagen mit eigenen Strom- und Gasprodukten der WBG Südharz versorgt. Da es sich hierbei um 100 Prozent Ökostrom handelt, bekommt das Mosaik der Grünen WBG einen weiteren Stein hinzu. Für die Mieter und Genossenschaftsmitglieder wird es nicht teurer, für viele sogar günstiger, so der Vorstand.
Weitere Informationspunkte waren die Entwicklung der Ausgabe von Inhaberschuldverschreibungen, die Änderungen im Bereich der Hausreinigung durch die Objektdienstleister der WBG sowie die Auswertung der Vertreter-Talkrunden mit den jeweiligen WBG-Objektmanagern in ihren Zuständigkeitsbereichen. Dabei wurde mit viel Lob, aber auch mit konstruktiver Kritik seitens der Vertreter nicht gespart.
Bekanntgegeben wurde zudem, dass die Nordhäuser Stadtwerke als Partner der WBG Südharz ab 1. Januar 2019 das WBG-Müllmanagement übernehmen wollen. Dessen ökologisch nachhaltiger Zweck besteht in der nachträglichen Trennung des Abfalls in den Wohngebieten, um letztlich auch die Kosten für die Restabfallentsorgung für die WBG-Mitglieder so gering wie möglich zu halten.
Autor: red
Vertreterversammlung der WBG Südharz (Foto: WBG)
Die Aufsichtsratsvorsitzende der WBG, Simone Rappe, erläuterte, dass die Zusammenkunft nötig wurde, weil ein wichtiger zu fassender Beschluss bereits im kommenden Frühjahr umgesetzt werden soll. Die Vertreter genehmigten einstimmig die Rückübertragung von 757 Wohnungen, die vor 20 Jahren privatisiert werden mussten.
Hintergrund der damaligen Übertragung dieser Bestände in Form eines sogenannten Sale and Lease Back - Modells an das dafür eigens gegründete Tochterunternehmen, der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Nordhausen mbH, war die Erfüllung der Auflagen des Altschuldenhilfegesetzes. Damit konnten die DDR-Altschulden der Genossenschaft um 50 Prozent entlastet werden, was einer Summe von mehr als 24 Millionen Euro entsprach. Nach dem Leasing in den vergangenen 20 Jahren werden diese Wohnungsbestände im nächsten Jahr in die WBG Südharz zurückgeführt.
Nach der Beschlussfassung ging die Versammlung der 65 anwesenden gewählten Vertreter in das traditionelle Vertreter-Forum über. Das entspricht einer Teilnahmequote von 89 Prozent. Hier informierten die WBG-Vorstände Steffen Loup und Sven Dörmann unter anderem über die Realisierung der diesjährigen Investitionen in den genossenschaftlichen Wohnungsbestand in Höhe von rund neun Millionen Euro. Konstatiert wurde, dass bis auf wenige Restarbeiten alle Vorhaben in diesem Jahr abgearbeitet wurden.
Mit Blick auf das kommende Jahr wird im investiven Bereich die Fortführung der zweiten Sanierungswelle des Wohnungsbestandes im Mittelpunkt stehen. Der Fokus der Arbeiten richtet sich auf den Austausch von Sanitärleitungen sowie auf den Beginn des Neubauvorhabens der Genossenschaft an der Ecke Stolberger Straße/Richard-Wagner-Straße. Hier sollen 15 mietpreisgebundene Sozialwohnungen entstehen, deren Bau mit Fördermitteln des Landes unterstützt werden kann.
Weiterhin informierte der Vorstand der Genossenschaft über ein neues Service-Angebot. Unter dem Label WBG-Energie” werden ab dem 1. Januar 2019 der Gemeinschaftsstrom und die zentralen Gas-Anlagen mit eigenen Strom- und Gasprodukten der WBG Südharz versorgt. Da es sich hierbei um 100 Prozent Ökostrom handelt, bekommt das Mosaik der Grünen WBG einen weiteren Stein hinzu. Für die Mieter und Genossenschaftsmitglieder wird es nicht teurer, für viele sogar günstiger, so der Vorstand.
Weitere Informationspunkte waren die Entwicklung der Ausgabe von Inhaberschuldverschreibungen, die Änderungen im Bereich der Hausreinigung durch die Objektdienstleister der WBG sowie die Auswertung der Vertreter-Talkrunden mit den jeweiligen WBG-Objektmanagern in ihren Zuständigkeitsbereichen. Dabei wurde mit viel Lob, aber auch mit konstruktiver Kritik seitens der Vertreter nicht gespart.
Bekanntgegeben wurde zudem, dass die Nordhäuser Stadtwerke als Partner der WBG Südharz ab 1. Januar 2019 das WBG-Müllmanagement übernehmen wollen. Dessen ökologisch nachhaltiger Zweck besteht in der nachträglichen Trennung des Abfalls in den Wohngebieten, um letztlich auch die Kosten für die Restabfallentsorgung für die WBG-Mitglieder so gering wie möglich zu halten.






