Weihnachten bei der Tafel
Wir werden weiter machen
Freitag, 07. Dezember 2018, 09:00 Uhr
Noch ist bei der Tafel alles wie immer. Das Weihnachtsessen steht bevor und am Wochenende vor dem Fest lädt man zur Waffelbäckerei und einer zusätzlichen Essensausgabe. Im neuen Jahr stehen dann deutliche Veränderungen an...
Es gibt Dinge, die bleiben wie sie sind. Am 20. Dezember wird die Nordhäuser Tafel wieder zum Weihnachtsessen laden, es gibt Schweinebraten mit Rotkraut und Kartoffeln. Die Volks-und Raiffeisenbank wird das festliche Mahl wieder sponsorn, auch das bleibt wie es war. Ob auch der Trompeter wieder mit dabei sein wird, das weiß Helga Rathenau am Nikolaustag noch nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden, schließlich gehört die musikalische Untermalung auch zur Tradition.
Und auch der Besuch von Sven Dörmann, dem Chef der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz, folgt alle Jahre wieder, pünktlich zur Weihnachtszeit. Einen Scheck über 1.000 Euro hatte Herr Dörmann mitgebracht, Geld das man bei der Tafel gut gebrauchen kann, vielleicht sogar mehr denn je.
Denn im neuen Jahr stehen bei der Essensausgabe in der Grimmelallee Veränderungen an. Anstatt die Tafel wie bisher an drei Tagen von 10 bis 13 Uhr zu öffnen, wird man dann nur noch am Dienstag und Donnerstag von 12 bis 15 Uhr die Pforten öffnen können, mehrere Mitarbeiter scheiden aus.
Der Schritt sei gut überlegt, sagt Tafel-Chefin Helga Rathenau, die finanzielle und personelle Situation lasse nichts anderes zu. "Wir kriegen das auch im neuen Jahr hin und werden weiter alle Menschen versorgen, die zu uns kommen". Am morgen hole man frische Ware, die dann bis zum Nachmittag ausgegeben werde.
Es ist bei weitem nicht das erste mal, das man den Gürtel enger schnallen muss. Hauptamtliche Mitarbeiter gibt es bei der Tafel schon lange nicht mehr, auch im Jahr 2019 wird man sich wieder auf die Hilfe von Ehrenamtlern verlassen müssen.
Und im Vergleich zum Rest des Freistaates sieht es bei der Nordhäuser Tafel nicht so düster aus, wie es klingen mag. Auch unter dem neuen System läge man in der Wochenarbeitszeit über dem Durchschnitt der Tafeln in Thüringen und einen Nachweis über die eigene Bedürftigkeit werde man auch in Zukunft nicht von den Besuchern der Nordhäuser Einrichtung verlangen, sagte Rathenau.
Und noch etwas wird anders sein, allerdings bereits im alten Jahr. Weil der Weihnachtstag auf einen Montag fällt und die Tafel noch bis zum Donnerstag den 3. Januar geschlossen bleiben wird, hat man sich in der Grimmelallee dazu entschlossen auch am Samstag, den 22. Dezember von 10 bis 12 Uhr noch einmal die Türen weit zu machen. Neben einer zusätzlichen Lebensmittelausgabe wird man die Suppenküche in eine Waffelbäckerei verwandeln.
Angelo Glashagel
Autor: redEs gibt Dinge, die bleiben wie sie sind. Am 20. Dezember wird die Nordhäuser Tafel wieder zum Weihnachtsessen laden, es gibt Schweinebraten mit Rotkraut und Kartoffeln. Die Volks-und Raiffeisenbank wird das festliche Mahl wieder sponsorn, auch das bleibt wie es war. Ob auch der Trompeter wieder mit dabei sein wird, das weiß Helga Rathenau am Nikolaustag noch nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden, schließlich gehört die musikalische Untermalung auch zur Tradition.
Und auch der Besuch von Sven Dörmann, dem Chef der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz, folgt alle Jahre wieder, pünktlich zur Weihnachtszeit. Einen Scheck über 1.000 Euro hatte Herr Dörmann mitgebracht, Geld das man bei der Tafel gut gebrauchen kann, vielleicht sogar mehr denn je.
Denn im neuen Jahr stehen bei der Essensausgabe in der Grimmelallee Veränderungen an. Anstatt die Tafel wie bisher an drei Tagen von 10 bis 13 Uhr zu öffnen, wird man dann nur noch am Dienstag und Donnerstag von 12 bis 15 Uhr die Pforten öffnen können, mehrere Mitarbeiter scheiden aus.
Der Schritt sei gut überlegt, sagt Tafel-Chefin Helga Rathenau, die finanzielle und personelle Situation lasse nichts anderes zu. "Wir kriegen das auch im neuen Jahr hin und werden weiter alle Menschen versorgen, die zu uns kommen". Am morgen hole man frische Ware, die dann bis zum Nachmittag ausgegeben werde.
Es ist bei weitem nicht das erste mal, das man den Gürtel enger schnallen muss. Hauptamtliche Mitarbeiter gibt es bei der Tafel schon lange nicht mehr, auch im Jahr 2019 wird man sich wieder auf die Hilfe von Ehrenamtlern verlassen müssen.
Und im Vergleich zum Rest des Freistaates sieht es bei der Nordhäuser Tafel nicht so düster aus, wie es klingen mag. Auch unter dem neuen System läge man in der Wochenarbeitszeit über dem Durchschnitt der Tafeln in Thüringen und einen Nachweis über die eigene Bedürftigkeit werde man auch in Zukunft nicht von den Besuchern der Nordhäuser Einrichtung verlangen, sagte Rathenau.
Und noch etwas wird anders sein, allerdings bereits im alten Jahr. Weil der Weihnachtstag auf einen Montag fällt und die Tafel noch bis zum Donnerstag den 3. Januar geschlossen bleiben wird, hat man sich in der Grimmelallee dazu entschlossen auch am Samstag, den 22. Dezember von 10 bis 12 Uhr noch einmal die Türen weit zu machen. Neben einer zusätzlichen Lebensmittelausgabe wird man die Suppenküche in eine Waffelbäckerei verwandeln.
Angelo Glashagel

