Umbau Nordhausen Nord
Bürgerversammlung im Nordhaus
Montag, 03. Dezember 2018, 22:10 Uhr
Umbau Nordhausen Nord – zu diesem Thema fand am heutigen Abend im Bürgersaal im Nordhäuser Nordhaus eine Bürgerversammlung statt, der viele (vor allem ältere) Anwohner des Wohngebietes gefolgt waren. Zum Teil reichte der Platz im Saal für alle gekommenen Interessenten kaum aus…
Ziel der heutigen Veranstaltung war es, den Bürgern einen Einblick in die aktuelle Planungsphasen des Projektes zugeben und ihnen auch einen ersten Entwurf für das Quartier Carl-von-Ossietzky-Straße zu präsentieren. Dazu fanden sich Vertreter der Wohnungsunternehmen SWG (Inge Klaan) und WBG (Sven Dörmann) sowie die Internationale Bauausstellung Thüringen und die Gewinner des Wettbewerbes Multitalent gesucht – Umbau Ossietzky-Hof (Nanni Grau und Frank Schönert von Hütten & Paläste) ebenfalls zur Versammlung ein.
Das Planungsbüro, bestehend aus Teleinternetcafe und HWK Landschaftsarchitekten moderierte den Abend und gab anhand einer ausgearbeiteten Präsentation den Zuhörern einen Einblick in den derzeitigen Stand der Planung und in welchen Punkten der momentane Handlungsbedarf gesehen wird.
Diese liegen zum Beispiel in der Umsetzung einer zusammenhängender Quartiersmitte, mehr Barrierefreiheit, in der Sanierung und dem Unbau von Wohngebäuden, Sanierung der Außenanlagen und der flächigen Verteilung von Stellplätzen durch Schaffung von drei größeren Garagenstandorten. Hinzu kommen private Vorhaben, wie zum Beispiel der Bau eines Kreisverkehres an der Zufahrt zum Südharz-Klinikum, die Sanierung des DRK-Wohnheimes oder der Neubau des Aldis. Auch der aktuelle Sportplatz soll in die derzeitige Planung mit einbezogen werden.
Auch der Stadteingang soll umgestaltet werden. Hier steht zum Beispiel die Planung eines multifunktionalen Sport- und Spielfeldes am Stadteingang im Fokus. Dabei wurde im ersten Teil der Veranstaltung darauf hingewiesen, dass die kostengünstigen Wohnungen erhalten bleiben sollen und die Hofgemeinschaft als aktiver Teil des Erneuerungsprozesses angesehen wird.
Dennoch warf die Vorstellung des aktuellen Rahmenplanes bei vielen der Anwohner offene Fragen auf. Diese wurden in einer Fragrunde vor der Pause sowohl durch die Moderatoren als auch durch die anwesenden Vertreter versucht zu beantworten. Die Bürger interessierte dabei unter anderem wann mit einem Baubeginn des Kreisels zu rechnen ist, wie sich die derzeitige Parksituationen vor allem in den Garagenkomplexen verändern wird, inwieweit Sanierungsarbeiten in den Wohnungen bzw. an den Wohnblöcken stattfinden. Bemängelt wurde durch die Anwohner in diesem Zusammenhang, dass aus dem vorgestellten Rahmenplan nicht eindeutig vorhergeht, welche Straßenzüge denn betroffen sind und dass es den Anwohnern an ausreichenden bzw. zufrieden stellenden Informationsaustausch fehlt. Eine Erfassung der Straßennamen in den Plan sollen zukünftig beachtet werden.
Zum Thema Informationsaustausch gab Frau Klaan für die Anwohner der SWG zu verstehen, dass es seit geraumer Zeit ein Beratungsbüro im Wohngebiet gibt, an welches sich die Anwohner bei Fragen im Zusammenhang mit den Bau- und Sanierungsvorhaben des Wohngebietes wenden können. Zudem soll eine Informationsecke im Begegnungszentraum Nordhaus eingerichtet werden, in welcher sich die Anwohner über den aktuellen Stand in der Umsetzung des Rahmenplanes informieren können.
Sobald es in die individuelle Planung von Sanierungsmaßnahmen geht, werden die betroffenen Bürger darüber informiert und es werden weitere Informationsveranstaltungen stattfinden. Einige Bürger reichten die Informationen nicht aus. Es wurde heiß debattiert und man fühlte sich in den offenen Fragen nicht eindeutig zufrieden gestellt.
In ihrem Entwurf stellten die beiden die Zukunft des Quartiers näher vor. So sollen die drei Plattenbauten erhalten bleiben und nur durch wenige bauliche Veränderungen in einen Ort mit zeitgemäßem Wohn-, Gemeinschafts- und Freiraumangeboten gewandelt werden. Im Kern werden die starren Wohnungsgrundrisse aufgebrochen und flexibler. Die Häuser erhalten neben barrierefreien Zugängen auch Aufzüge, Laubengänge, große Loggien und Balkonterrassen. Gebäudeumfassender Pflanzenbewuchs soll im Sommer Schatten spenden. Für die Fassadenverkleidung soll Holz verwendet werden.
Das grüne Herz des Quartiers soll ein großer Innenhof werden, wobei es sowohl gemeinschaftliche Nutz- aber auch Privatgärten und Terrassen sowie Erholungs- und Naturflächen geben soll. Auch will man auf die natürlichen Ressourcen wie zum Beispiel das Auffangen vom Regenwasser zurückgreifen. Dieses soll in einem Pufferspeicher gesammelt und dann in den Hofgarten geleitet werden. Das Energiekonzept baut auf einer sozialverträglichen Sanierung. Wichtig ist den Planern, dass Gebäudehüllen nur dort verbessert werden, wo sowieso Fassadeneingriffe geplant beziehungsweise die Arbeiten recht einfach durchzuführen sind. Für uns ist das ein sehr gutes Ergebnis, wir freuen uns auf die Umsetzung, sagte Inge Klaan, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG).
Durchgeführt werden soll der Rahmenplan in drei einzelnen Meilensteinen, wobei der erste Meilenstein bis ca.zum Jahr 2025 umgesetzt werden soll. Hierbei stehen zum Beispiel der barrierefreie Rundgang, die Sanierung des DRK-Wohnheimes und der Bau des Kreisverkehres an der Zufahrt zum Südharz-Klinikum auf dem Plan. Angedacht ist, dass der Vertragsabschluss noch im ersten Halbjahr 2019 umgesetzt wird. Dazu bedarf es im Vorfeld noch weitere Gespräche und Diskussionen, inwieweit die Vorhaben sowohl technisch als auch wirtschaftlich umgesetzt werden können. Wir werden Sie weiterhin auf den Laufenden zum Thema Umbau Nordhausen Nord halten.
Autor: msaZiel der heutigen Veranstaltung war es, den Bürgern einen Einblick in die aktuelle Planungsphasen des Projektes zugeben und ihnen auch einen ersten Entwurf für das Quartier Carl-von-Ossietzky-Straße zu präsentieren. Dazu fanden sich Vertreter der Wohnungsunternehmen SWG (Inge Klaan) und WBG (Sven Dörmann) sowie die Internationale Bauausstellung Thüringen und die Gewinner des Wettbewerbes Multitalent gesucht – Umbau Ossietzky-Hof (Nanni Grau und Frank Schönert von Hütten & Paläste) ebenfalls zur Versammlung ein.
Wo werden Handlungsbedarfe gesehen?
Die Veranstaltung unterteilte sich in zwei Abschnitte. Dabei konzentrierte sich der erste Part auf die Vorstellung bzw. einen Rückblick auf die Rahmenplanung.Das Planungsbüro, bestehend aus Teleinternetcafe und HWK Landschaftsarchitekten moderierte den Abend und gab anhand einer ausgearbeiteten Präsentation den Zuhörern einen Einblick in den derzeitigen Stand der Planung und in welchen Punkten der momentane Handlungsbedarf gesehen wird.
Diese liegen zum Beispiel in der Umsetzung einer zusammenhängender Quartiersmitte, mehr Barrierefreiheit, in der Sanierung und dem Unbau von Wohngebäuden, Sanierung der Außenanlagen und der flächigen Verteilung von Stellplätzen durch Schaffung von drei größeren Garagenstandorten. Hinzu kommen private Vorhaben, wie zum Beispiel der Bau eines Kreisverkehres an der Zufahrt zum Südharz-Klinikum, die Sanierung des DRK-Wohnheimes oder der Neubau des Aldis. Auch der aktuelle Sportplatz soll in die derzeitige Planung mit einbezogen werden.
Was sind die Entwicklungsziele des Rahmenplanes
Ziel soll dabei sein, das Quartier energetisch umzubauen und zu sanieren sowie das Mobilitätsangebot zu verknüpfen und neue Freiräume zu schaffen. Dies bedeutet die integrierte Sanierung der Wohnblöcke, die sich um einen Freiraum bzw. einen Hof gruppieren. Die Quartiersmitte soll nachverdichtet werden. So sollen zum Beispiel neue barrierefreie Rundwege oder aber auch Verbindungen zwischen den Einzelnen Handlungsräumen: Stadtloop, Land-Hang-Kante und den Wohnungshöfen geschaffen werden.Auch der Stadteingang soll umgestaltet werden. Hier steht zum Beispiel die Planung eines multifunktionalen Sport- und Spielfeldes am Stadteingang im Fokus. Dabei wurde im ersten Teil der Veranstaltung darauf hingewiesen, dass die kostengünstigen Wohnungen erhalten bleiben sollen und die Hofgemeinschaft als aktiver Teil des Erneuerungsprozesses angesehen wird.
Dennoch warf die Vorstellung des aktuellen Rahmenplanes bei vielen der Anwohner offene Fragen auf. Diese wurden in einer Fragrunde vor der Pause sowohl durch die Moderatoren als auch durch die anwesenden Vertreter versucht zu beantworten. Die Bürger interessierte dabei unter anderem wann mit einem Baubeginn des Kreisels zu rechnen ist, wie sich die derzeitige Parksituationen vor allem in den Garagenkomplexen verändern wird, inwieweit Sanierungsarbeiten in den Wohnungen bzw. an den Wohnblöcken stattfinden. Bemängelt wurde durch die Anwohner in diesem Zusammenhang, dass aus dem vorgestellten Rahmenplan nicht eindeutig vorhergeht, welche Straßenzüge denn betroffen sind und dass es den Anwohnern an ausreichenden bzw. zufrieden stellenden Informationsaustausch fehlt. Eine Erfassung der Straßennamen in den Plan sollen zukünftig beachtet werden.
Zum Thema Informationsaustausch gab Frau Klaan für die Anwohner der SWG zu verstehen, dass es seit geraumer Zeit ein Beratungsbüro im Wohngebiet gibt, an welches sich die Anwohner bei Fragen im Zusammenhang mit den Bau- und Sanierungsvorhaben des Wohngebietes wenden können. Zudem soll eine Informationsecke im Begegnungszentraum Nordhaus eingerichtet werden, in welcher sich die Anwohner über den aktuellen Stand in der Umsetzung des Rahmenplanes informieren können.
Sobald es in die individuelle Planung von Sanierungsmaßnahmen geht, werden die betroffenen Bürger darüber informiert und es werden weitere Informationsveranstaltungen stattfinden. Einige Bürger reichten die Informationen nicht aus. Es wurde heiß debattiert und man fühlte sich in den offenen Fragen nicht eindeutig zufrieden gestellt.
Entwurf für das Quartier
Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem etwas leeren Bürgersaal ging es dann in den zweiten Teil der Versammlung über. Hier wurde der Entwurf des Preisträgers des Realisierungswettbewerbs für das Quartier Carl-von-Ossietzky-Straße vorgestellt. Dazu waren die Gewinner des Wettbewerbes, Nanni Grau und Frank Schönert von Hütten & Paläste, an diesen Abend dabei.In ihrem Entwurf stellten die beiden die Zukunft des Quartiers näher vor. So sollen die drei Plattenbauten erhalten bleiben und nur durch wenige bauliche Veränderungen in einen Ort mit zeitgemäßem Wohn-, Gemeinschafts- und Freiraumangeboten gewandelt werden. Im Kern werden die starren Wohnungsgrundrisse aufgebrochen und flexibler. Die Häuser erhalten neben barrierefreien Zugängen auch Aufzüge, Laubengänge, große Loggien und Balkonterrassen. Gebäudeumfassender Pflanzenbewuchs soll im Sommer Schatten spenden. Für die Fassadenverkleidung soll Holz verwendet werden.
Das grüne Herz des Quartiers soll ein großer Innenhof werden, wobei es sowohl gemeinschaftliche Nutz- aber auch Privatgärten und Terrassen sowie Erholungs- und Naturflächen geben soll. Auch will man auf die natürlichen Ressourcen wie zum Beispiel das Auffangen vom Regenwasser zurückgreifen. Dieses soll in einem Pufferspeicher gesammelt und dann in den Hofgarten geleitet werden. Das Energiekonzept baut auf einer sozialverträglichen Sanierung. Wichtig ist den Planern, dass Gebäudehüllen nur dort verbessert werden, wo sowieso Fassadeneingriffe geplant beziehungsweise die Arbeiten recht einfach durchzuführen sind. Für uns ist das ein sehr gutes Ergebnis, wir freuen uns auf die Umsetzung, sagte Inge Klaan, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG).
Wann soll der Umbau beginnen?
Ein Baubeginn ist frühestens Ende 2019/Anfang 2020 denkbar. Frau Klaan informierte darüber, dass man schon jetzt mit Vorbereitungen begonnen hat. So werden zum Beispiel Nachbesetzungen von bereits gekündigter oder in Zukunft gekündigter Wohnungen nicht umgesetzt werden. Dies sei eine schon auf die Sanierungsarbeiten gerichtete Planung.Durchgeführt werden soll der Rahmenplan in drei einzelnen Meilensteinen, wobei der erste Meilenstein bis ca.zum Jahr 2025 umgesetzt werden soll. Hierbei stehen zum Beispiel der barrierefreie Rundgang, die Sanierung des DRK-Wohnheimes und der Bau des Kreisverkehres an der Zufahrt zum Südharz-Klinikum auf dem Plan. Angedacht ist, dass der Vertragsabschluss noch im ersten Halbjahr 2019 umgesetzt wird. Dazu bedarf es im Vorfeld noch weitere Gespräche und Diskussionen, inwieweit die Vorhaben sowohl technisch als auch wirtschaftlich umgesetzt werden können. Wir werden Sie weiterhin auf den Laufenden zum Thema Umbau Nordhausen Nord halten.

