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Wetter-Ausblick:

Der Harzer Winter wird nass

Freitag, 23. November 2018, 20:00 Uhr
Eben noch sonnig, ist der Himmel über dem Harz mittlerweile zugezogen. Experten erkennen in dieser Wetterlage erste Hinweise auf einen nassen Winter...

Keine weiße Weihnacht

Trotz Hoch Burckhard ist in der Region Ende November die Zeit des Nieselregens und ersten Schneefalls angebrochen. Den aktuellen Prognosen nach wird genau dieses Wetter den diesjährigen Harzer Winter bestimmen.

Der Harzer Winter wird nass (Foto: Schwalbenschwanz) Der Harzer Winter wird nass (Foto: Schwalbenschwanz)
Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen Wetterexperten zufolge bis nach Ende des Jahres im Plusbereich. Trotz vereinzelter Schneeschauer sieht es nicht nach weißer Weihnacht aus und auch Silvester bleibt eher schneearm. Erst in der letzten Januarwoche rechnen Prognosen mit echten Schneefällen. Im Februar wird sich dieser Trend fortsetzen, wenngleich man weiterhin viele Schauer erwartet.

Sollten sich die Wetterprognosen bewahrheiten, wird dieser Winter eine Zeit der wasserdichten Schuhe und regelmäßigen Putzaktionen. Letztere lassen sich mit geeigneten Staubsaugern bewältigen, die nicht nur Staub und trockenen Schmutz, sondern auch Nässe einfach aus dem Haus saugen. Für die Harzer Wintersportgebiete dürfte sich der Umgang mit nassen Wintermonaten dagegen wesentlich schwieriger gestalten.

Schneesicherheit trotz Nässe?

Als schneesicherstes Gebiet im Harz gilt die Wintersportregion Braunlage Wurmberg. In der vergangenen Wintersaison lag hier von Dezember bis Anfang April ununterbrochen Schnee. Die bedeutendste Schneehöhe erreichten die Pisten im März. Wintersportler durften sich damals über 19 Zentimeter freuen. Schon im Dezember des vergangenen Jahres lag vor Ort eine Schneedecke von 17 Zentimetern. Laut aktuellen Schneeprognosen bleibt auf eine derartige Schneehöhe zumindest Anfang des diesjährigen Dezembers nicht zu hoffen. Trotzdem blieb Mitte November zumindest fünf Zentimeter Neuschnee liegen. Ende Oktober lagen in diesem Jahr sogar bereits drei Zentimeter. Trotz nassen Winterprognosen darf man hier oben also weiter hoffen. Ohnehin hat die offizielle Saison in den Harzer Skigebieten längst noch nicht begonnen.

Milder Winter nach trockenem Sommer

Schon während des Sommers ließ sich der Klimawandel angesichts des Wetters nicht mehr verleugnen. Deutschlandweit dominierte trockene Hitze. Das Jahr 2018 war laut Experten sogar wärmstes Jahr, das seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen in der Bundesrepublik gemessen wurde. Der Harzer Tourismus profitierte von diesem Wettertrend. Mit etwa 421.000 Gästen begrüßte das Gebiet im vergangenen Sommer wesentlich mehr Gäste als im Vorjahressommer. Laut Harzer Tourismusverband seien unter den Sommerbesuchern viele Spontanurlauber und Kurzzeitgäste zu finden gewesen.

Dass die anhaltende Hitze derart viele Menschen ins Mittelgebirge gezogen hat, liegt laut Experten an den vielen Seen und Bergen. Sogar in Höhlen hat es Harzer Touristen in diesem Sommer zur Abkühlung verschlagen. Wie sich der Tourismustrend in diesem Winter entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
Autor: red

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