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Der Blick voraus

Dienstag, 15. Februar 2005, 13:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn noch nicht so richtig wissen, ob Sie im März mal wieder ins Nordhäuser Theater gehen sollen, dann bieten wir Ihnen eine kleine Hilfestellung an. Die nnz hat sich den März-Spielplan mal genauer angesehen.


Jesus Christ Superstar
1971 erlebte in New York ein Musical seine Premiere, das die letzten sieben Tage im Leben Jesu erzählt. Die szenische Abfolge entspricht dabei chronologisch dem Bibeltext. Obwohl das Musical beeindruckte, schockierte es auch. Im Zusammenhang mit dem Passionsgeschehen empfand man die Musik des erst 23-jährigen Komponisten Andrew Lloyd Webber als revolutionär. Zudem hatte der nur wenig ältere Librettist Tim Rice die Titelfigur lässig und humorvoll mit menschlichen Schwächen versehen.

Den Pharisäern ist es ein Dorn im Auge, dass das jüdische Volk in Scharen einem angeblichen Propheten hinterherläuft. Obendrein wird er auch noch als Sohn Gottes verehrt. Deshalb bringen sie die Besatzer dazu, Jesus den Prozess zu machen. Judas spielt im Musical eine etwas andere Rolle als im biblischen Original. Er warnt Jesus vor Größenwahn und Ruhmsucht und begeht schließlich seinen Verrat aus Liebe an ihm. Er ahnt nicht, dass er dabei doch nur Werkzeug eines größeren Plans ist.

Das Theater Nordhausen hat sich um die Rechte für „Jesus Christ Superstar“, eines der erfolgreichsten Rockmusicals der Geschichte bemüht und zeigt es anstelle des angekündigten Abba-Musicals „Chess“. Für die Regie konnte mit Iris Limbarth eine ausgewiesene Musicalspezialistin gewonnen werden.

Musikalische Leitung: Joseph R. Olefirowicz,
Inszenierung und Choreographie: Iris Limbarth,
Ausstattung: Elisabeth Stolze-Bley

Jesus von Nazareth Rob Pitcher, Maria Magdalena Georgia-M. Reh, Judas Ischariot Marco Fahrland, Pontius Pilatus Thomas Kohl, Kaiphas Robert McLoud, Annas Matthias Röttig, Petrus Pascal Hufschmid, Herodes Jürgen-Dietmar Kühn, Simon Zelotes N.N., Priester 1 Wolfgang Lambertz, Priester 2 Kurt Zuber, drei Soulgirls Julia Bielinski, Julia Klotz, Maike Katrin Schmidt, Kristina Otten.
Premiere: 18. März, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
nächste Aufführungen: 20. März, 19.30 Uhr, 23. März, 15.00 Uhr


Weibertratsch
Um Nachbars „Maschendrahtzaun“ geht es hier nicht, doch ganz sachlich bleiben die drei Damen auch nicht, wenn sie – ähnlich wie über Nachbarn – über Prominente richten. Oberspielleiterin Kerstin Weiß, Ballettdirektorin Jutta Wörne und Chefdramaturgin Anja Eisner stellen erneut drei Männer auf den heiteren Prüfstand, um im Weiberkampf nach Runden festzustellen, ob sich einer als würdig erweist, von der international ausgesuchten Zuschauerjury unter Leitung des Schiedsrichters Andreas Nebelung den Titel „Mann des Monats März“ zugesprochen zu bekommen!
Weibertratsch: 17. März, 20.00 Uhr, Theater Nordhausen, Damenloge


Jugend musiziert
Das Theater Nordhausen ist Gastgeber für den Thüringer musikalisch-künstlerischen Nachwuchs. Der renommierte Wettbewerb „Jugend musiziert“ wird zum 14. Mal auf Landesebene ausgetragen. Junge Künstler verschiedener Genres treten gegeneinander an. Sowohl die Wettbewerbsrunden als auch das Preisträgerkonzert des Thüringer Landesausscheids sind im Theater zu verfolgen.
Jugend musiziert, 6. März, Theater Nordhausen


Frühlingsrollen
Unsere jüngsten Zuschauer werden im Rahmen der „Frühlingsrollen“ auf ihre Kosten kommen. Drei Gastspiele entführen Kinder ab 4 Jahren in geheimnisvolle Welten, in denen Prinzen und Prinzessinnen, Geister und Feen, Bösewichte und Hexen, große Tiere und kleine Tiere zum Leben erweckt werden. Sie zeigen Altbekanntes, aber auch Fremdartiges und Ungewöhnliches.
Und wie ist es, wenn man selbst auf den Brettern, die die Welt bedeuten, steht? Wenn man vom Zuschauer zum Spieler wird? Wenn man in verschiedene Rollen schlüpft und dabei ausprobiert, wie es ist, einmal selbst König, Fee oder Geist zu sein? Wer das erfahren möchte, hat Gelegenheit im Anschluss an eine der Aufführungen an einem Workshop teilzunehmen. Anmeldung und Informationen beim Jungen Theater (03631) 62 60-168.
Autor: nnz

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