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Schilder-Beschäftigung

Montag, 14. Februar 2005, 08:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn man die Schildern der Autobahn-Abfahrten entlang der A 38 glaubt, dann gibt es nur eine, die nach Nordhausen führt. Das darf nicht sein, meint die Nordhäuser SPD und fordert Umbenennungen.


Die Stadt Nordhausen wird eine Umbenennung der Autobahnabfahrten an der A38 in Nordhausen-West, Nordhausen-Süd und Nordhausen-Ost beantragen. Der Vorsitzende des Nordhäuser Verkehrsausschusses, Andreas Wieninger (SPD), hat im letzten Stadtrat seinen Ummut über die derzeitige Ausschilderung der Kreisstadt an der Autobahn A38 geäußert. Durch die Bezeichnung der drei Nordhäuser Autobahnabfahrten Heringen, Nordhausen und Werther werden die ortsunkundigen Autofahrer, die in die Kreisstadt wollen, allein über die Abfahrt Nordhausen geleitet.

Dabei sollen eigentlich die Bezeichnungen der Autobahnabfahrten immer nach den Hauptverkehrsströmen ausgerichtet werden. „Deutlich wird dieses Problem hauptsächlich in Werther, wo nach Werther selbst nur ein Bruchteil des Verkehres fließt und rund 90 Prozent der Kraftfahrer nach Nordhausen fährt“, erklärte Wieninger. Im ebenfalls an der A 38 gelegenen Sangerhausen hat man daher auch die Namen Sangerhausen-Süd und Sangerhausen-West für die Abfahrten gewählt. „Was man hier gemacht hat, das wird weder der Bedeutung unserer Kreisstadt noch den Verkehrsströmen gerecht“, machte Wieninger nachdrücklich klar.

Zudem bemängelte Wieninger auch, „dass wir alle von der Tourismusförderung reden, aber an der Autobahn nicht mal ein Ort aus dem Harz ausgewiesen wird.“ Vorgeschlagen wurde deshalb, an der derzeitigen Abfahrt Werther zusätzlich solche Informationen wie Nationalpark Harz bzw. Brocken mit aufzunehmen, um den Besucher in den Harz zu locken.

Nicht so auf sozialdemokratischer Linie befindet sich dabei der Bürgermeister von Werther, Klaus Hummitzsch (PDS). „Wir sind natürlich gegen eine Umbenennung der Autobahnschilder, zumal dort ja nicht nur Werther draufsteht, sondern auch der Zusatz ‚Nordhausen-West’. Bislang hat es mit uns dazu auch keinerlei Gespräche gegeben“, meinte Hummitzsch gegenüber der nnz.

Anfang März wird sich der städtische Wirtschafts- und Verkehrsausschuss auch mit den Sonderhäuser Kollegen treffen. In der gemeinsamen Sitzung soll es dann auch noch um die Planungen der Neubaumaßnahmen an der B4 und B243 gehen. Wieninger mahnte in diesem Zusammenhang eine zügigere Planungsrealisierung vom Land Thüringen an, um die Verkehrsanbindung von Nordhausen in Nord-Süd-Richtung verbessern zu können.
Autor: nnz

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