nnz-Rückspiegel: 10. Februar 2004
Donnerstag, 10. Februar 2005, 06:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen von damals für Sie noch einmal aufbereitet.
Heute: Wahlkampf, Teppichhändler und vietnamesische Familie
Wahlkampf fair und offensiv
Gestern tagte der Nordhäuser Kreisvorstand der PDS. Dabei standen natürlich die anstehenden Wahlen im Mittelpunkt. Mit Birgit Keller und Rainer Bachmann als Direktkandidaten habe sich der Kreisverband für kommunalpolitisch erfahrene und anerkannte Persönlichkeiten aus seiner Mitte entschieden, die als Kreistagspräsidentin bzw. langjähriges Kreistagsmitglied über vielseitige kommunalpolitische Erfahrungen verfügen würden. Warum der Kreisvorstand beiden noch mal seine uneingeschränkte Unterstützung zusagt, ist eigentlich verwunderlich. In der offiziellen Pressemitteilung der Sozialisten ist ein Statement zum Abschneiden von Rainer Bachmann bei der Landeslistenwahl kein Wort zu finden...ausführlich im nnz-Archiv
Noch mehr Zusammenarbeit
Eigentlich gibt es schon seit einigen Jahren eine Zusammenarbeit zwischen dem Studentenwerk Erfurt-Ilmenau und der Nordhäuser Fachhochschule. Das Studentenwerk Erfurt-Ilmenau und die Fachhochschule Nordhausen arbeiten zukünftig enger zusammen. Das Studentenwerk, vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Dr. Rolf Pfeiffer-Will, und die Fachhochschule Nordhausen, vertreten durch die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz, haben unterzeichnet. Anstoß für die Unterzeichnung des Vertrages war der neue Studiengang Öffentliche Betriebswirtschaft/Public Management, der über die kooperative Zusammenarbeit der beiden Partner eine Ausweitung auf den Bereich der Lehre und Forschung ermöglichte. Ziel der Kooperationsvereinbarung zwischen Studentenwerk und Hochschule ist, die Zusammenarbeit um und mit dem Studiengang Öffentliche Betriebswirtschaft zu stärken...ausführlich im nnz-Archiv
Vom Teppichhändler zum Recycler
Viel wurde in den 90er Jahren über die Recycling-Firma eines Herrn Zaheer R. in Niedergebra geschrieben. Ab morgen muß sich der agile Geschäftsmann aus Pakistan vor den Schranken des Landgerichts in Mühlhausen verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen legt dem 50jährigen R. Anklage wegen Subventionsbetrug am Landgericht in Mühlhausen erhoben. Die Anklage selbst war im Frühjahr vergangenen Jahres erhoben worden. Dem Unternehmer aus dem Main-Taunus-Kreis wird vorgeworfen, von 1995 bis 1997 Investitionszulagen und Investitionszuschüsse in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro zu Unrecht beantragt und erhalten zu haben. R. war von März 1994 bis Dezember 1997 alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer einer Recyclingfirma in Niedergebra...ausführlich im nnz-Archiv
Bringen und Holen
Die erste Bewährungsprobe hat das neue System zur Erfassung der Wertstoffe in Nordhausen nun hinter sich. Die Bilanz der nnz ist eher ernüchternd. Statt Container gibt es Kartons und Büchsen in Säcken. Es ist noch viel zu früh, um aus Sicht der Kreisverwaltung eine Bewertung vorzunehmen, so Fachbereichsleiter Matthias Ehrhold zur nnz. Die Lust am neuen Trennen ist hingegen vielen Nordhäusern schon vergangen. Vor allem denjenigen, die in der vergangenen Woche ihre Kartons wieder einsammelten. Die waren nach stundenlangem Regen und Stehen im Matsch fast aufgeweicht. Dürften die eigentlich nicht, denn sie sollen imprägniert sein...ausführlich im nnz-Archiv
Keine Chance Deutsche zu werden
Die Abschiebung der Familie Le Da aus Bleicherode scheint die Landkreis-Gesellschaft zu polarisieren. Die Einen beschimpfen, ja bedrohen die zuständigen Mitarbeiter im Landratsamt, die Anderen bekunden ihre scheinbare Unterstützung. Beide Reaktionen sind nicht hilfreich, so Matthias Jendricke (SPD) im nnz-Gespräch. Immer, wenn in der Bundesrepublik über zeitgemäße Gesetzesänderungen im Bereich Asyl- und Ausländerrecht gesprochen werde, entstehe eine aufgeheizte Überfremdungsdebatte. Dies war zuletzt beim Zuwanderungsgesetz so und schon zuvor beim Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft, gab der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung zu bedenken. Im Landkreis Nordhausen habe es 2002 achtzehn Einbürgerungen und 2003 zwölf Einbürgerungen gegeben. Diese realen Zahlen sind die Wirklichkeit – von Überfremdung kann man also nicht reden, meinte Jendricke. Es sei immer noch leichter, Deutscher zu werden, wenn man zwar das Land noch nie gesehen hat, aber eine deutsche Verwandtschaft nachweisen könne. Die drei vietnamesischen Kinder hatten keine Chance Deutsche zu werden, weil die Gesetze diese Möglichkeit nicht hergaben...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzHeute: Wahlkampf, Teppichhändler und vietnamesische Familie
Wahlkampf fair und offensiv
Gestern tagte der Nordhäuser Kreisvorstand der PDS. Dabei standen natürlich die anstehenden Wahlen im Mittelpunkt. Mit Birgit Keller und Rainer Bachmann als Direktkandidaten habe sich der Kreisverband für kommunalpolitisch erfahrene und anerkannte Persönlichkeiten aus seiner Mitte entschieden, die als Kreistagspräsidentin bzw. langjähriges Kreistagsmitglied über vielseitige kommunalpolitische Erfahrungen verfügen würden. Warum der Kreisvorstand beiden noch mal seine uneingeschränkte Unterstützung zusagt, ist eigentlich verwunderlich. In der offiziellen Pressemitteilung der Sozialisten ist ein Statement zum Abschneiden von Rainer Bachmann bei der Landeslistenwahl kein Wort zu finden...ausführlich im nnz-Archiv
Noch mehr Zusammenarbeit
Eigentlich gibt es schon seit einigen Jahren eine Zusammenarbeit zwischen dem Studentenwerk Erfurt-Ilmenau und der Nordhäuser Fachhochschule. Das Studentenwerk Erfurt-Ilmenau und die Fachhochschule Nordhausen arbeiten zukünftig enger zusammen. Das Studentenwerk, vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Dr. Rolf Pfeiffer-Will, und die Fachhochschule Nordhausen, vertreten durch die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz, haben unterzeichnet. Anstoß für die Unterzeichnung des Vertrages war der neue Studiengang Öffentliche Betriebswirtschaft/Public Management, der über die kooperative Zusammenarbeit der beiden Partner eine Ausweitung auf den Bereich der Lehre und Forschung ermöglichte. Ziel der Kooperationsvereinbarung zwischen Studentenwerk und Hochschule ist, die Zusammenarbeit um und mit dem Studiengang Öffentliche Betriebswirtschaft zu stärken...ausführlich im nnz-Archiv
Vom Teppichhändler zum Recycler
Viel wurde in den 90er Jahren über die Recycling-Firma eines Herrn Zaheer R. in Niedergebra geschrieben. Ab morgen muß sich der agile Geschäftsmann aus Pakistan vor den Schranken des Landgerichts in Mühlhausen verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen legt dem 50jährigen R. Anklage wegen Subventionsbetrug am Landgericht in Mühlhausen erhoben. Die Anklage selbst war im Frühjahr vergangenen Jahres erhoben worden. Dem Unternehmer aus dem Main-Taunus-Kreis wird vorgeworfen, von 1995 bis 1997 Investitionszulagen und Investitionszuschüsse in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro zu Unrecht beantragt und erhalten zu haben. R. war von März 1994 bis Dezember 1997 alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer einer Recyclingfirma in Niedergebra...ausführlich im nnz-Archiv
Bringen und Holen
Die erste Bewährungsprobe hat das neue System zur Erfassung der Wertstoffe in Nordhausen nun hinter sich. Die Bilanz der nnz ist eher ernüchternd. Statt Container gibt es Kartons und Büchsen in Säcken. Es ist noch viel zu früh, um aus Sicht der Kreisverwaltung eine Bewertung vorzunehmen, so Fachbereichsleiter Matthias Ehrhold zur nnz. Die Lust am neuen Trennen ist hingegen vielen Nordhäusern schon vergangen. Vor allem denjenigen, die in der vergangenen Woche ihre Kartons wieder einsammelten. Die waren nach stundenlangem Regen und Stehen im Matsch fast aufgeweicht. Dürften die eigentlich nicht, denn sie sollen imprägniert sein...ausführlich im nnz-Archiv
Keine Chance Deutsche zu werden
Die Abschiebung der Familie Le Da aus Bleicherode scheint die Landkreis-Gesellschaft zu polarisieren. Die Einen beschimpfen, ja bedrohen die zuständigen Mitarbeiter im Landratsamt, die Anderen bekunden ihre scheinbare Unterstützung. Beide Reaktionen sind nicht hilfreich, so Matthias Jendricke (SPD) im nnz-Gespräch. Immer, wenn in der Bundesrepublik über zeitgemäße Gesetzesänderungen im Bereich Asyl- und Ausländerrecht gesprochen werde, entstehe eine aufgeheizte Überfremdungsdebatte. Dies war zuletzt beim Zuwanderungsgesetz so und schon zuvor beim Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft, gab der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung zu bedenken. Im Landkreis Nordhausen habe es 2002 achtzehn Einbürgerungen und 2003 zwölf Einbürgerungen gegeben. Diese realen Zahlen sind die Wirklichkeit – von Überfremdung kann man also nicht reden, meinte Jendricke. Es sei immer noch leichter, Deutscher zu werden, wenn man zwar das Land noch nie gesehen hat, aber eine deutsche Verwandtschaft nachweisen könne. Die drei vietnamesischen Kinder hatten keine Chance Deutsche zu werden, weil die Gesetze diese Möglichkeit nicht hergaben...ausführlich im nnz-Archiv
