Angemerkt:
Der Lesserplatz und seine politische Zweckentfremdung
Freitag, 26. Oktober 2018, 06:34 Uhr
Die nnz hatte in dieser Woche über Ideen zur Gestaltung des Lesserplatzes in Nordhausen berichtet. Dazu Anmerkungen von einem Stiftungsrat der Lesser-Stiftung...
Bänke auf dem Lesserplatz (Foto: nnz)
Es ist schon fast beschämend, wie man in den zurückliegenden 12 Monaten mit diesen Platz umgeht. Als Stadtrat fand ich die Aktion, den Platz politisch zu verwerten, einfach unangebracht.
Als Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung finde ich es beschämend, wie man eben noch mit Pauken und Trompeten einen Nordhäuser Historiker und Pfarrer ehrt, der hier einst in der Jakobikirche predigte, eine Stiftung würdigt, die seit über 25 Jahren Gutes für diese Stadt tut, und kein Jahr später wird dieser Platz als tot und unbelebt empfunden und politisch ausgeschlachtet und das, obwohl die große Anzahl der Sitzflächen noch nicht einmal von der SPD stammen.
Um es nur noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Im Frühjahr 2017 kam der Antrag aus dem Ältestenrat der Stadt, dem Platz zwischen Stadtterrasse und St. Jakobhaus einen Namen zu geben und damit gleichzeitig eine Stiftung und deren Namensgeber zum 325 Geburtstag zu ehren.
Die Bestrebungen der Anlieger des Platzes, waren zu diesem Zeitpunkt schon bekannt und begrüssenswert.
Gerade damit dieser Platz kein parteipolitscher Ort wurde, kam der Antrag parteiübergreifend aus dem Ältestenrat und wurde einstimmig beschlossen. Um so erstaunter waren die Fraktionen, als der Ortsvorstand der SPD mit einer "sozialdemokratischen Lesserplatz-Initiative" startete. Und das gerade zehn Monate, nach dem man den Platz aus dem Dornröschenschlaf (2004 - 2017) erweckte.
Leider wurde bei diesem ganzen Rummel nur am Rande erwähnt, dass der Nordhäuser Ehrenbürger Andreas Lesser für diesen Platz gleich zwei der drei Sitzbänke spendete. Bei der Einweihung der Sitzflächen haben Michael Görk und Thomas Erny
ihre Pläne vorgestellt, was zu diesem Zeitpunkt auch positiv aufgenommen wurde.
Ich denke, dass dies eine wunderbare Idee ist, die es gilt umzusetzen. Die Landesgartenschau ist längst vorbei. Rechtliche Verpflichtungen daraus dürften nicht mehr existieren.
Steffen Iffland
Näheres über die Lesser-Stiftung und deren Arbeit erfährt man auf der Homepage www.lesser-stiftung.de
Autor: red
Bänke auf dem Lesserplatz (Foto: nnz)
Es ist schon fast beschämend, wie man in den zurückliegenden 12 Monaten mit diesen Platz umgeht. Als Stadtrat fand ich die Aktion, den Platz politisch zu verwerten, einfach unangebracht.
Als Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung finde ich es beschämend, wie man eben noch mit Pauken und Trompeten einen Nordhäuser Historiker und Pfarrer ehrt, der hier einst in der Jakobikirche predigte, eine Stiftung würdigt, die seit über 25 Jahren Gutes für diese Stadt tut, und kein Jahr später wird dieser Platz als tot und unbelebt empfunden und politisch ausgeschlachtet und das, obwohl die große Anzahl der Sitzflächen noch nicht einmal von der SPD stammen.
Um es nur noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Im Frühjahr 2017 kam der Antrag aus dem Ältestenrat der Stadt, dem Platz zwischen Stadtterrasse und St. Jakobhaus einen Namen zu geben und damit gleichzeitig eine Stiftung und deren Namensgeber zum 325 Geburtstag zu ehren.
Die Bestrebungen der Anlieger des Platzes, waren zu diesem Zeitpunkt schon bekannt und begrüssenswert.
Gerade damit dieser Platz kein parteipolitscher Ort wurde, kam der Antrag parteiübergreifend aus dem Ältestenrat und wurde einstimmig beschlossen. Um so erstaunter waren die Fraktionen, als der Ortsvorstand der SPD mit einer "sozialdemokratischen Lesserplatz-Initiative" startete. Und das gerade zehn Monate, nach dem man den Platz aus dem Dornröschenschlaf (2004 - 2017) erweckte.
Leider wurde bei diesem ganzen Rummel nur am Rande erwähnt, dass der Nordhäuser Ehrenbürger Andreas Lesser für diesen Platz gleich zwei der drei Sitzbänke spendete. Bei der Einweihung der Sitzflächen haben Michael Görk und Thomas Erny
ihre Pläne vorgestellt, was zu diesem Zeitpunkt auch positiv aufgenommen wurde.
Ich denke, dass dies eine wunderbare Idee ist, die es gilt umzusetzen. Die Landesgartenschau ist längst vorbei. Rechtliche Verpflichtungen daraus dürften nicht mehr existieren.
Steffen Iffland
Näheres über die Lesser-Stiftung und deren Arbeit erfährt man auf der Homepage www.lesser-stiftung.de
