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Ein Fest mit vielen Highlights

Mit.Ein.And.Er.Leben

Freitag, 19. Oktober 2018, 18:30 Uhr
Zwölf Veranstaltungen, neun Orte und jede Menge Unterstützer: Anfang November soll das "Mit.Ein.And.Er.Leben"- Festival die Nordhäuserinnen und Nordhäuser mit einer breiten Palette an ausgefallenen Ideen zueinander bringen. Wer dahinter steckt und was man sich dabei gedacht hat, das wurde heute bekannt gegeben...

"Mit.Ein.And.Er.Leben" - Festival demnächst in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel) "Mit.Ein.And.Er.Leben" - Festival demnächst in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)

In Zeiten, in denen eher das Trennende als Gemeinsame den täglichen Diskurs zu bestimmen scheint, kann es helfen einmal auf der Erreichte der Vergangenheit und die Möglichkeiten der Zukunft zu schauen.

Die Organsiatoren des "Mit.Ein.And.Er.Leben"-Festivals wollen am 3. November mit insgesamt zwölf Veranstaltungen dazu anregen. Die Idee hat viele Väter und Mütter, zusammen mit dem Theater, dem Jugendsozialwerk, dem Kreisjugendring, der Stadt und dem Zirkus Zappelini haben sich über 20 lokale Akteure aus Gesellschaft und Kultur zusammengetan, um dieses etwas andere Fest zu ermöglichen.

Dabei will man nicht "für" oder "gegen" etwas sein und "Zeichen setzen", sondern das Hier und Jetzt feiern. "Wir wollen darauf hinweisen, in was für unglaublich guten Zeiten wir eigentlich leben", erklärt Theaterintendant Daniel Klajner. "Der Grundgedanke ist ein demokratisch-freiheitlicher. Man kann den Moment, in dem man steht, nicht wahrnehmen ohne zu wissen was vorher war. Wir können heute Dinge tun und sagen, die vor hundert Jahren nicht möglich gewesen wären.", ergänzte Holger Richter vom Jugendsozialwerk, man wolle das erreichte der vergangenen Jahre und Jahrzehnte feiern und das Bewusstsein für eine wünschenswerte Zukunft schärfen.

Wer jetzt trockene, historische Analysen und langatmige Vorträge erwartet, der sei beruhigt. Das Programm des Festes liest sich abwechslungsreich und unterhaltsam. "Wir wollen nicht das anbieten, was in unseren Häusern immer stattfindet, sondern etwas besonderes bieten", erklärt Jennifer Pohl, Hausherrin im Jugendclubhaus. Dort sollen am 3. November unter anderem zünftige Blasmusik statt jugendliche Beats auf den Tag einstimmen. Im historischen Ambiente des Siechenhofes will man zu einer kulinarisch-kulturellen Zeitreise einladen, auf dem Marktplatz soll ein "Flashmob der Liebe" stattfinden (zu dem man sich der Natur der Sache nach noch bedeckt hält, aber alle, die je geliebt haben oder verliebt sind, herzlich einlädt), in der Stadtbibliothek werden die Zappelinis Einblicke in die Geschichte ihrer Kunst geben, am Petriturm wird es mit der freiwilligen Feuerwehr Mitte und dem JuSoWe "Abwärts" gehen, am Herder-Gymnasium will man die Vielfalt von Wissenschaft, Kunst und Kultur thematisieren, und, und, und.

Den Abschluss des Tages werden drei Veranstaltungen bilden. Ab 18 Uhr wird man auf dem Theaterplatz "Feuer und Flamme" sein, im Theater werden danach Marvin Scott und das Ensemble des Hauses zusammen mit den lokalen Bands "Henningway" und "Thomas Müller Sextett" für Unterhaltung sorgen bevor man ab 22 Uhr zum "Rock Regional" ins Clubhaus lädt.

Man habe viele Unterstützer unter den Nordhäuser Unternehmern aber auch bei privaten Spendern gefunden, erläuterte Zappelini-Chef Tom Landsiedel. Daher wird man bis auf den finalen Höhepunkt des Festes im Clubhaus alle Veranstaltungen kostenlos besuchen können. Lediglich um freiwillige Spenden wird man bitten, die zur weiteren Sachkostendeckung dienen sollen. Noble Spender erhalten ein Bändchen, das auch zum kostenlosen Eintritt ins Clubhaus berechtigt. Sollte am Ende ein Plus auf der Einnahmenseite stehen, wird man das Geld nicht einbehalten sondern der Nordhäuser Tafel spenden.
Angelo Glashagel
Autor: red

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