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50-Meter Turm gesprengt

Eine Altlast weniger

Montag, 15. Oktober 2018, 12:30 Uhr
Auf dem Gelände der Deutschen Bahn, nahe der Freiherr-von-Stein-Straße fiel mit einem 50 Meter hohem Schornstein eine weitere Altlast aus DDR-Zeiten...

Schornstein gesprengt (Foto: Angelo Glashagel) Schornstein gesprengt (Foto: Angelo Glashagel)

Ein kurzer Knall und wenige Sekunden später ist alles vorbei: am Vormittag wurde auf dem Gelände der Deutschen Bahn ein alter Schornstein gesprengt.

Es habe sich um ein anspruchsvolles Abbruchobjekt gehandelt, erklärte Daniel Maul von der Thüringer Sprenggesellschaft, dem Team blieb zwischen dem Betriebsgleis der Bahn und einem weiteren Nebengleis nur ein schmaler Streifen in dem der Monolith fallen durfte.

Der Bau selbst war Teil eines Heizhauses, das zwischen 1985 und 1987 errichtet wurde. Damals ein "volkswirtschaftlich wichtiges Vorhaben", erinnert sich Herr Becker von der deutschen Bahn. Kaum drei Jahre später sah man das dann ganz anders, mit der Wende wurden auch Heizhaus und Schornstein stillgelegt. Seitdem seien der Bahn stetig laufende Kosten durch Wartung, Flugbefeuerung und Begehungen zur Standsicherheit entstanden. Deswegen habe man sich nun entschlossen, den Schornstein abzureißen.

Ein Knall, ein Fall und ein wenig Staub, dann war alles vorbei (Foto: Angelo Glashagel) Ein Knall, ein Fall und ein wenig Staub, dann war alles vorbei (Foto: Angelo Glashagel)

Mit rund 9,5 Kilogramm Sprengstoff rückte man dem Beton-Turm zu Leibe. Für Maul war es Nummer 5, für seine Firma bereits der 440. Turm, der gesprengt werden sollte. Nach dem großen Knall sank der zu Boden und prallte auf ein vorbereitetes wellenförmiges Kiesbett, das die Energie des fallenden Turms auffing und größere Schockwellen vermieden werden konnten.
Angelo Glashagel

Schornstein gesprengt
Autor: red

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