nnz-doku: Offener Brief an die SPD
Freitag, 04. Februar 2005, 15:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Bürgerinitiative "Nordhausen macht mobil gegen Agenda 2010" hatte gestern getagt und hat einen Brief verfaßt. Den wird die Chefin des SPD-Kreisverbandes Nordhausen, Dagmar Becker, erhalten. In der doku-Reihe veröffentlicht die nnz dieses Schreiben.
Sehr geehrte Frau Becker,
Sehr geehrte Mitglieder des Kreisvorstandes,
täglich erreicht uns eine Hiobsbotschaft auf die andere. Es sind Informationen, die uns Bürger der Stadt und des Landkreises Nordhausen nicht gleichgültig werden lassen, denn sie betreffen unser Leben. Acht Millionen Arbeitslose in diesem Land, 11.334 in unserer Region, gepaart mit einem rigorosen Abbau sozialer Leistungen. Auf der anderen Seite Rekordgewinne grosser Unternehmen. Seit Ihre Partei in diesem Land das politische Ruder in der Hand hält, sind die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer geworden. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern eine Tatsache, wie es der Armutsbericht der Bundesregierung selbst konstatieren musste.
Im Auftrag der BürgerInnen der Nordhäuser Region führen wir aus diesem Grund am 14.02.2005, um 18:00 Uhr, eine Protestveranstaltung vor dem Büro der Nordhäuser SPD in der Oskar-Cohn-Strasse 11 durch. Wir erwarten, dass Sie uns erklären:
1. Warum stehen die Reichen in diesem Land unter besonderer Obhut der SPD?
2. Warum ist es möglich, dass sich eine Partei, die sich sozial und demokratisch nennt, kaum für die Interessen des grösseren Teils dieser Gesellschaft einsetzt?
3. Halten Sie persönlich Hartz IV und die Agenda 2010 für geeignet, die Probleme in diesem Land, unter besonderer Berücksichtigung des Abbaus der Massenarbeitslosigkeit, zu lösen?.
4. Was tun Sie persönlich für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Nordhausen, insbesondere um Arbeitsplätze zu schaffen?
5. Halten Sie es für abwegig, dass die Regierungspolitik Ihrer Partei, ähnlich wie vor 1933, Ursache für das Anwachsen rechtsextremistischer Tendenzen ist?
Mit freundlichen Grüssen
Jürgen Nagel
Mitglied des Sprecherrates des
Organisationskomitee der Bürgerinitiative
Nordhausen macht mobil gegen Agenda 2010
Autor: nnzSehr geehrte Frau Becker,
Sehr geehrte Mitglieder des Kreisvorstandes,
täglich erreicht uns eine Hiobsbotschaft auf die andere. Es sind Informationen, die uns Bürger der Stadt und des Landkreises Nordhausen nicht gleichgültig werden lassen, denn sie betreffen unser Leben. Acht Millionen Arbeitslose in diesem Land, 11.334 in unserer Region, gepaart mit einem rigorosen Abbau sozialer Leistungen. Auf der anderen Seite Rekordgewinne grosser Unternehmen. Seit Ihre Partei in diesem Land das politische Ruder in der Hand hält, sind die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer geworden. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern eine Tatsache, wie es der Armutsbericht der Bundesregierung selbst konstatieren musste.
Im Auftrag der BürgerInnen der Nordhäuser Region führen wir aus diesem Grund am 14.02.2005, um 18:00 Uhr, eine Protestveranstaltung vor dem Büro der Nordhäuser SPD in der Oskar-Cohn-Strasse 11 durch. Wir erwarten, dass Sie uns erklären:
1. Warum stehen die Reichen in diesem Land unter besonderer Obhut der SPD?
2. Warum ist es möglich, dass sich eine Partei, die sich sozial und demokratisch nennt, kaum für die Interessen des grösseren Teils dieser Gesellschaft einsetzt?
3. Halten Sie persönlich Hartz IV und die Agenda 2010 für geeignet, die Probleme in diesem Land, unter besonderer Berücksichtigung des Abbaus der Massenarbeitslosigkeit, zu lösen?.
4. Was tun Sie persönlich für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Nordhausen, insbesondere um Arbeitsplätze zu schaffen?
5. Halten Sie es für abwegig, dass die Regierungspolitik Ihrer Partei, ähnlich wie vor 1933, Ursache für das Anwachsen rechtsextremistischer Tendenzen ist?
Mit freundlichen Grüssen
Jürgen Nagel
Mitglied des Sprecherrates des
Organisationskomitee der Bürgerinitiative
Nordhausen macht mobil gegen Agenda 2010
