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FÜR LANGJÄHRIGE MITGLIEDSCHAFT IN DER GEWERKSCHAFT GEEHRT

Treu geblieben in vielen Jahren

Montag, 08. Oktober 2018, 20:36 Uhr
Es ist der Gewerkschaft Verdi ein Bedürfnis, Kolleginnen und Kollegen für ihre langjährige Gewerkschaftszugehörigkeit zu danken. Sie folgt damit einer guten langjährigen Tradition...


Nordhausen. Die festliche Veranstaltung erfolgte heute Abend im Begegnungszentrum Nordhaus für den Verdi-Bezirk Thüringen. Geehrt wurden Frauen und Männer für 25-, 40-, 50-, 60 und 65-jährige Mitgliedschaft. Unter ihnen einige aus dem Landkreis Nordhausen. Die Geehrten stehen für Treue, Verbundenheit und Solidarität. Es seien Werte, die sie in der Gewerkschaft halten, unterstrich Corinna Hersel, Bezirksgeschäftsführerin.

Die jeweiligen Jahreszahlen waren verbunden mit Einblicken und Schilderungen über das aktuelle Geschehen jener Zeit. Die für sechs Jahrzehnten Ausgezeichneten konnten sich, danach gefragt, noch gut erinnern, wie es damals war, als sie Gewerkschaftsmitglied wurden. Alle Geehrten erhielten als Dankeschön ein Weinset.

Verdi habe im Freistaat 36000 Mitglieder in 13 Fachbereichen. Das Feld der Arbeit sei weit gesteckt: Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Zeitungsverlage, Telekom, Deutsche Post, Einzel -und Großhandel gehören dazu. Aufgabe ihrer Gewerkschaft sei das Ringen für Solidarität, für die Rechte der Arbeitnehmer, unterstrich Hersel. Da habe man noch viel zu tun. Als klassisches Beispiel, das unter den Nägeln brenne, nannte sie die Reha-Klinik in Bad Langensalza.

Völlig verfahren sei dort gegenwärtig die Situation. Die Gewerkschaft kämpfe um den Abschluss eines Tarifvertrages. Der Arbeitgeber sperre sich und glaube, machen zu können, wie er das wolle. Fünf Kollegen sperrte err einfach von der Arbeit aus. Ein Drittel der Belegschaft stehe vor der Tür, die anderen arbeiteten. Der Kampf gehe in die nächste Runde. Auch lasse man nicht zu, Betriebsräte einfach klein zureden.

In einem Gespräch mit der nnz verwies Corinna Hersel auf das Südharz-Klinikum Nordhausen. Wenn auch mit Bad Langensalza nicht unbedingt vergleichbar, habe es dort auch vor Jahren Probleme mit Tarifabschlüssen gegeben. Falk Ludwig als Verhandlungsführer der Gewerkschaft und die Klinikleitung unter Geschäftsführer Guido Hage hätten sich nach zähem Ringen schließlich auf ein Resultat geeinigt, das beiden Seiten gerecht wurde (nnz berichtete). Corinna Hersel hofft daher auch auf ein ebenfalls zufriedenes Ergebnis in Bad Langensalza.
Kurt Frank
Autor: red

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