Handwerkertage im Kinder-Kirchen-Laden
Anpacken und gestalten
Donnerstag, 04. Oktober 2018, 14:00 Uhr
Seit 15 Jahren lädt der Kinder-Kirchen-Laden KILA im Herbst zu den "Handwerkertagen". Kinder und Jugendliche sollen mit anpacken und gestalten. In diesem Jahr beschäftigt man sich vor allem mit frischer Farbe, alten Uhren und den Vorbereitungen auf den Handwerkermarkt...
Zu den diesjährigen Handwerkertagen hat der KILA seinen Kindern Pinsel in die Hand gegeben. Sowohl an der Fassade des alten Pfarrhauses wie auch an der "Bücherhütte" ging man mit frischer Farbe zu Werke um den Wänden einen neuen Anstrich zu verpassen.
Knapp 40 Kinder und 16 Jugendliche kamen in diesem Jahr zusammen um selber Hand anzulegen. Jeweils zwei Jugendliche beaufsichtigen dabei die einzelnen Kindergruppen beim sägen, malern, basteln und backen. "Uns geht es vor allem darum die Kinder an der Gestaltung ihres Umfeldes zu beteiligen", sagt Frank Tuschy, Leiter des KILA, "sie können so etwas ganz eigenes, handfestes beitragen und merken das sie ernst genommen werden."
Bevor es losgeht befasst man sich am Vormittag auch mit Geschichte, im Fokus standen in den vergangenen Tagen dabei die Zerstörung der Nordhäuser Synagoge und die Geschichte des Nordhäuser Kantors Rudolf Mönch, der durch Heirat und Adoption eine jüdische Mutter und ihr Kind vor den Vernichtungslagern retten konnte.
Geschichtlich blieb es auch bei der Bastelgruppe. Während der Bombardierung Nordhausens blieb die Kirchturmuhr der Blasii-Kirche stehen. "Nach zwei Wochen erklärte sich ein belgischer Zwangsarbeiter bereit die Uhr ohne Gegenleistung wieder zu reparieren. Für die Nordhäuser war das damals ein Zeichen das die Zeit nicht stehen geblieben war, sondern das dass Leben weiter gehen würde", erläutert Tuschy. In Erinnerung an die Geschehnisse bastelte man im KILA heute selber kleine Kirchturmuhren, die jeder mit nach Hause nehmen konnte.
Ganz ohne historische Hintergründe kamen indes die Vorbereitungen für den Handwerkermarkt aus. An den drei Adventswochenenden vor Weihnachten werde man anders als im vergangenen Jahr wieder das volle Programm bieten, mit KILA-Café, Karussell und vielem mehr, versprach Tuschy. Im Weltladen fertigte man dafür bereits eine ganze Reihe festlicher Plätzchen. Wohl bekomms.
Angelo Glashagel
Autor: redZu den diesjährigen Handwerkertagen hat der KILA seinen Kindern Pinsel in die Hand gegeben. Sowohl an der Fassade des alten Pfarrhauses wie auch an der "Bücherhütte" ging man mit frischer Farbe zu Werke um den Wänden einen neuen Anstrich zu verpassen.
Knapp 40 Kinder und 16 Jugendliche kamen in diesem Jahr zusammen um selber Hand anzulegen. Jeweils zwei Jugendliche beaufsichtigen dabei die einzelnen Kindergruppen beim sägen, malern, basteln und backen. "Uns geht es vor allem darum die Kinder an der Gestaltung ihres Umfeldes zu beteiligen", sagt Frank Tuschy, Leiter des KILA, "sie können so etwas ganz eigenes, handfestes beitragen und merken das sie ernst genommen werden."
Bevor es losgeht befasst man sich am Vormittag auch mit Geschichte, im Fokus standen in den vergangenen Tagen dabei die Zerstörung der Nordhäuser Synagoge und die Geschichte des Nordhäuser Kantors Rudolf Mönch, der durch Heirat und Adoption eine jüdische Mutter und ihr Kind vor den Vernichtungslagern retten konnte.
Geschichtlich blieb es auch bei der Bastelgruppe. Während der Bombardierung Nordhausens blieb die Kirchturmuhr der Blasii-Kirche stehen. "Nach zwei Wochen erklärte sich ein belgischer Zwangsarbeiter bereit die Uhr ohne Gegenleistung wieder zu reparieren. Für die Nordhäuser war das damals ein Zeichen das die Zeit nicht stehen geblieben war, sondern das dass Leben weiter gehen würde", erläutert Tuschy. In Erinnerung an die Geschehnisse bastelte man im KILA heute selber kleine Kirchturmuhren, die jeder mit nach Hause nehmen konnte.
Ganz ohne historische Hintergründe kamen indes die Vorbereitungen für den Handwerkermarkt aus. An den drei Adventswochenenden vor Weihnachten werde man anders als im vergangenen Jahr wieder das volle Programm bieten, mit KILA-Café, Karussell und vielem mehr, versprach Tuschy. Im Weltladen fertigte man dafür bereits eine ganze Reihe festlicher Plätzchen. Wohl bekomms.
Angelo Glashagel









