Im Konsens zum neuen Charme
Freitag, 07. September 2001, 15:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Stellen Sie sich vor: Es gibt in Nordhausen eine Bürgerinitiative, die mit der Stadtverwaltung zusammenarbeitet. Geht nicht? Geht doch! nnz stellt sie vor.
Momentan hat er keinen Charme, der Lutherplatz in Nordhausen. Dieser Meinung war und ist Christian Besser, der Chef des Reformhauses am Roland. Der Charme für den Platz sollte wieder her, doch weder innerhalb der Altstadtsanierung, noch im Zusammenhang mit den Planungen zur Landesgartenschau sollte sich am Lutherplatz etwas verändern. Eventuell fünf Blumenkübel - und die auch noch temporär - stellte uns Frau Klaan damals in Aussicht, beschreibt Besser die Motivation für die Gründung der Bürgerinitiative, nach dem er vier Jahre auf den Platz geguckt hatte und wenig Veränderungen registrierte.
Eigentlich, so schwärmt Besser, sei der Lutherplatz ja der einzig richtige Platz in der Rolandstadt, wenn man den August-Bebel-Platz mal wegnehme, doch funktionell wie ästhetisch gleicht er einer Katastrophe. Also druckte Christian Besser einige Flyer, verteilte sie an die Nachbarn und lud für den letzten März-Tag dieses Jahres in den Ratskeller ein. Die Resonanz sei nicht so berauschend gewesen, dafür hätten sich die wenigen Interessenten schnell zusammengefunden. In der Bürgerinitiative (BI) arbeiten inzwischen Architekten, Landschaftsplaner, Mitarbeiter der SWG, Geschäftsleute und Anwohner mit. Eine bunte Mischung, dafür aber mit individueller Power.
Gespräche gab es danach mit Vertretern der Stadtverwaltung, mit Umweltamtsleiter Rainer Kirsch, Planungschefin Inge Klann und anderen Fachämtern. Gemeinsam wurden Vorschläge eingebracht, diskutiert, geändert oder gänzlich verworfen. Ein gemeinsamer Nenner wurde stets gesucht und schließlich auch gefunden. Mehr Grün soll den Platz zum Areal des Verweilens machen, um den Brunnen wird sich der Wasserverband Nordhausen per Patenschaft kümmern, verkehrsberuhigt soll der Lutherplatz werden, ein Café das gesamte Ambiente ergänzen.
Ein wenig Widerstand spürt die BI aus Richtung der unteren Verkehrsbehörde, hier sträube man sich gegen die Streichung einer Straße entlang des Platzes. Bislang konnte jedoch immer ein Konsens gefunden werden. Das macht die BI wahrscheinlich etwas sympathisch, nicht aber pflegeleichter, hier wird nicht sofort auf Konfrontation gemacht und geschrieen. Es sind vermutlich auch in Zukunft die leisen Töne, die letztlich dem guten alten Lutherplatz den Charme verleihen werden, den er verdient hat. Die Bauarbeiten könnten im kommenden Jahr beginnen, parallel zum Rathausvorplatz, das habe man im Rathaus versprochen. Die BI will auch finanziell nicht nur nehmen, sondern auch geben. Auf der Suche nach Sponsoren wurden die Macher bereits fündig, Spenden sind jedoch immer noch gefragt:
Konto: 6011225
BLZ: 820 40000
Commerzbank Nordhausen
Autor: nnz
Momentan hat er keinen Charme, der Lutherplatz in Nordhausen. Dieser Meinung war und ist Christian Besser, der Chef des Reformhauses am Roland. Der Charme für den Platz sollte wieder her, doch weder innerhalb der Altstadtsanierung, noch im Zusammenhang mit den Planungen zur Landesgartenschau sollte sich am Lutherplatz etwas verändern. Eventuell fünf Blumenkübel - und die auch noch temporär - stellte uns Frau Klaan damals in Aussicht, beschreibt Besser die Motivation für die Gründung der Bürgerinitiative, nach dem er vier Jahre auf den Platz geguckt hatte und wenig Veränderungen registrierte.Eigentlich, so schwärmt Besser, sei der Lutherplatz ja der einzig richtige Platz in der Rolandstadt, wenn man den August-Bebel-Platz mal wegnehme, doch funktionell wie ästhetisch gleicht er einer Katastrophe. Also druckte Christian Besser einige Flyer, verteilte sie an die Nachbarn und lud für den letzten März-Tag dieses Jahres in den Ratskeller ein. Die Resonanz sei nicht so berauschend gewesen, dafür hätten sich die wenigen Interessenten schnell zusammengefunden. In der Bürgerinitiative (BI) arbeiten inzwischen Architekten, Landschaftsplaner, Mitarbeiter der SWG, Geschäftsleute und Anwohner mit. Eine bunte Mischung, dafür aber mit individueller Power.
Gespräche gab es danach mit Vertretern der Stadtverwaltung, mit Umweltamtsleiter Rainer Kirsch, Planungschefin Inge Klann und anderen Fachämtern. Gemeinsam wurden Vorschläge eingebracht, diskutiert, geändert oder gänzlich verworfen. Ein gemeinsamer Nenner wurde stets gesucht und schließlich auch gefunden. Mehr Grün soll den Platz zum Areal des Verweilens machen, um den Brunnen wird sich der Wasserverband Nordhausen per Patenschaft kümmern, verkehrsberuhigt soll der Lutherplatz werden, ein Café das gesamte Ambiente ergänzen.
Ein wenig Widerstand spürt die BI aus Richtung der unteren Verkehrsbehörde, hier sträube man sich gegen die Streichung einer Straße entlang des Platzes. Bislang konnte jedoch immer ein Konsens gefunden werden. Das macht die BI wahrscheinlich etwas sympathisch, nicht aber pflegeleichter, hier wird nicht sofort auf Konfrontation gemacht und geschrieen. Es sind vermutlich auch in Zukunft die leisen Töne, die letztlich dem guten alten Lutherplatz den Charme verleihen werden, den er verdient hat. Die Bauarbeiten könnten im kommenden Jahr beginnen, parallel zum Rathausvorplatz, das habe man im Rathaus versprochen. Die BI will auch finanziell nicht nur nehmen, sondern auch geben. Auf der Suche nach Sponsoren wurden die Macher bereits fündig, Spenden sind jedoch immer noch gefragt:
Konto: 6011225
BLZ: 820 40000
Commerzbank Nordhausen
