nnz-Forum:
Raubbau statt Wirtschaftlichkeit
Freitag, 28. September 2018, 06:48 Uhr
Der Gips wird knapp - Gipsabbau im Südharz- Landschaftsvernichtung trotz Alternativen. Aus Sicht eines nnz-Lesers bedarf dieser Spiegel-Artikel einer Richtigstellung und Vervollständigung...
Der weltweit operierende, französische Baustoffkonzern Saint Gobian mit seinem Zweigwerk in Walkenried/Niedersachsen betreibt dort neun Steinbrüche und drei weitere im angrenzenden Bundesland Thüringen. Beantragt wurden weitere Steinbrüche am ehemaligen Grenzstreifen, dem Grünen Band, so dass dieses unmittelbar (noch) durch zwei aneinander-grenzende Brüche verläuft in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte KZ Außenlager Juliushütte zum Lager Dora gehörend.
Im Entwurf des derzeitig ausliegenden Raumordnungsplanes Nordthüringen, sind dem Zweigwerk zusätzlich am Kuhberg 18 Hektar Bewilligungsfläche und weitere 18 Hektar Vorbehalt Fläche reserviert worden. Dies alles gehört zur Rüdigsdorfer Schweiz, dem vom Bundesamt für Naturschutz bestätigten Hot Spot der Artenvielfalt.
Gegen ein vor zwei Jahren ausgewiesenes Naturschutzgebiet im Harzfelder Holz klagt das Unternehmen gegen den Freistaat Thüringen. Tausende Unterschriften gegen diese Steinbrüche werden von der Unternehmenszentrale ignoriert.
Im Werk Walkenried erfolgte seit Jahrzehnten keine Modernisierung, es wurde hier auch kein REA-Gips eingesetzt, auch ein Recycling Verfahren von gerauchten Gipskartonplatten und Baustoffen, welches bereits 1997 von Hummel entwickelt wurde, lässt auf sich hoffen. Den Forderungen der Gipsindustrie wurden nur ständig neue Abbauflächen, in FFH-Gebieten zu deren Vernichtung, preisgegeben.
Die Pläne für die Ausweisung eines Biosphärenreservates verschwanden in Niedersachsen in irgendeiner Schublade. Wohl weil dieses ein UNESCO- Schutzprädikat ist, wo der Mensch beweisen kann, dass er seine Umwelt zu nutzen weiß ohne diese zu zerstören! Im Zuge des Flächenpokers wurde der Gipsindustrie noch schnell eine Fläche von 58 Hektar zugesichert, die im Regionalplan scheinbar untergetaucht ist.
Unsere Menschen werden regelrecht für dumm verkauft, es sind ja nur Ossis! Es ist unsre Heimat, unsere Natur und unser Klima, unsere Zukunft! Unsere Heimat ist nicht weiter zu verkaufen.
Manfred Kappler, Ilfeld
Der weltweit operierende, französische Baustoffkonzern Saint Gobian mit seinem Zweigwerk in Walkenried/Niedersachsen betreibt dort neun Steinbrüche und drei weitere im angrenzenden Bundesland Thüringen. Beantragt wurden weitere Steinbrüche am ehemaligen Grenzstreifen, dem Grünen Band, so dass dieses unmittelbar (noch) durch zwei aneinander-grenzende Brüche verläuft in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte KZ Außenlager Juliushütte zum Lager Dora gehörend.
Im Entwurf des derzeitig ausliegenden Raumordnungsplanes Nordthüringen, sind dem Zweigwerk zusätzlich am Kuhberg 18 Hektar Bewilligungsfläche und weitere 18 Hektar Vorbehalt Fläche reserviert worden. Dies alles gehört zur Rüdigsdorfer Schweiz, dem vom Bundesamt für Naturschutz bestätigten Hot Spot der Artenvielfalt.
Gegen ein vor zwei Jahren ausgewiesenes Naturschutzgebiet im Harzfelder Holz klagt das Unternehmen gegen den Freistaat Thüringen. Tausende Unterschriften gegen diese Steinbrüche werden von der Unternehmenszentrale ignoriert.
Im Werk Walkenried erfolgte seit Jahrzehnten keine Modernisierung, es wurde hier auch kein REA-Gips eingesetzt, auch ein Recycling Verfahren von gerauchten Gipskartonplatten und Baustoffen, welches bereits 1997 von Hummel entwickelt wurde, lässt auf sich hoffen. Den Forderungen der Gipsindustrie wurden nur ständig neue Abbauflächen, in FFH-Gebieten zu deren Vernichtung, preisgegeben.
Die Pläne für die Ausweisung eines Biosphärenreservates verschwanden in Niedersachsen in irgendeiner Schublade. Wohl weil dieses ein UNESCO- Schutzprädikat ist, wo der Mensch beweisen kann, dass er seine Umwelt zu nutzen weiß ohne diese zu zerstören! Im Zuge des Flächenpokers wurde der Gipsindustrie noch schnell eine Fläche von 58 Hektar zugesichert, die im Regionalplan scheinbar untergetaucht ist.
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Manfred Kappler, Ilfeld
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
