Tag der offenen Tür bei der Nordhäuser Tafel
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Freitag, 28. September 2018, 07:00 Uhr
22 Jahre gibt es die Nordhäuser Tafel schon. Heute lud man wieder zum Tag der offenen Tür und warf einen Blick zurück auf das vergangene Jahr und die kommenden Monate und sah ein wenig Licht aber auch viel Schatten...
Die Tafel kann in Nordhausen auf eine lange Geschichte zurückblicken, 22 Jahre lang hat man die Bedürftigen der Stadt begleitet und versorgt. Das sich die Zeiten geändert haben, das spürt man in den Räumen an der Grimmelallee immer deutlicher.
Auf der einen Seite sei die Zahl der "Einkommensarmen" in den letzten Jahren gewachsen, meint Tafel-Chefin Helga Rathenau, den Betroffenen stünde immer weniger Kaufkraft zur Verfügung, die Schere zwischen Arm und Reich klaffe weiter auseinander. "Die Nordhäuser Tafel ist da eine zusätzliche Unterstützung für Menschen in Notlagen um finanzielle Freiräume zu schaffen, zum Beispiel um etwas Geld für den Kinobesuch, den kleinen Ausflug mit den Kindern oder eine Ferienfreizeit übrig zu haben". Arbeit gibt es für die Tafel genug, insgesamt 14.257 Familien und Einzelpersonen hat man im Jahr 2017 unter die Arme greifen können und gab 3.762 Essen aus.
Auf der anderen Seite wird man den Gürtel bald enger schnallen müssen. Ab Januar wird die Einrichtung nur noch jeweils Dienstag und Donnerstag geöffnet haben.
Das alles war einmal anders. Als die Tafel 1996 gegründet, da war man noch an 40 Wochenstunden aktiv, erinnert sich die Tafelleiterin, heute sind es gerade noch 25 Wochenstunden, im Januar werden es wohl dann noch ein paar weniger sein. Die Arbeit fordert auch körperlich, nicht jeder der Willens ist, kann auch tatsächlich zupacken. Denn die Tafel holt die frische Ware von den Märkten der Region und anderen Unterstützern und Helfern. "Uns bringt hier niemand etwas auf den Hof, die Fahrer und ihre Begleiter sind unser Rückrat", erklärt Rathenau.
Immerhin, an materieller Hilfe mangelt es dem Haus nicht, das ist der Lichtblick nach 22 Jahren. Man sei besser versorgt als manch andere Tafel und könne die Nutzer der Tafel gut versorgen.
Und das will man auch weiterhin tun, auch wenn es zunehmend schwer fällt. "Trotz finanzieller Probleme werden wir versuchen, auch 2019 unserem Motto treu zu bleiben: Lebensmittel retten - Menschen helfen!", sagt Rathenau.
Angelo Glashagel
Autor: redDie Tafel kann in Nordhausen auf eine lange Geschichte zurückblicken, 22 Jahre lang hat man die Bedürftigen der Stadt begleitet und versorgt. Das sich die Zeiten geändert haben, das spürt man in den Räumen an der Grimmelallee immer deutlicher.
Auf der einen Seite sei die Zahl der "Einkommensarmen" in den letzten Jahren gewachsen, meint Tafel-Chefin Helga Rathenau, den Betroffenen stünde immer weniger Kaufkraft zur Verfügung, die Schere zwischen Arm und Reich klaffe weiter auseinander. "Die Nordhäuser Tafel ist da eine zusätzliche Unterstützung für Menschen in Notlagen um finanzielle Freiräume zu schaffen, zum Beispiel um etwas Geld für den Kinobesuch, den kleinen Ausflug mit den Kindern oder eine Ferienfreizeit übrig zu haben". Arbeit gibt es für die Tafel genug, insgesamt 14.257 Familien und Einzelpersonen hat man im Jahr 2017 unter die Arme greifen können und gab 3.762 Essen aus.
Auf der anderen Seite wird man den Gürtel bald enger schnallen müssen. Ab Januar wird die Einrichtung nur noch jeweils Dienstag und Donnerstag geöffnet haben.
Das alles war einmal anders. Als die Tafel 1996 gegründet, da war man noch an 40 Wochenstunden aktiv, erinnert sich die Tafelleiterin, heute sind es gerade noch 25 Wochenstunden, im Januar werden es wohl dann noch ein paar weniger sein. Die Arbeit fordert auch körperlich, nicht jeder der Willens ist, kann auch tatsächlich zupacken. Denn die Tafel holt die frische Ware von den Märkten der Region und anderen Unterstützern und Helfern. "Uns bringt hier niemand etwas auf den Hof, die Fahrer und ihre Begleiter sind unser Rückrat", erklärt Rathenau.
Immerhin, an materieller Hilfe mangelt es dem Haus nicht, das ist der Lichtblick nach 22 Jahren. Man sei besser versorgt als manch andere Tafel und könne die Nutzer der Tafel gut versorgen.
Und das will man auch weiterhin tun, auch wenn es zunehmend schwer fällt. "Trotz finanzieller Probleme werden wir versuchen, auch 2019 unserem Motto treu zu bleiben: Lebensmittel retten - Menschen helfen!", sagt Rathenau.
Angelo Glashagel

